Sachbearbeiter J. als W.
WIE HEUTE DER HEIMATZEITUNG ZU ENTNEHMEN WAR, sucht die Agentur für Arbeit für die kommende Weihnachtssaison Weihnachtsmänner. Im Klartext bedeutet die Meldung: Weihnachtsmänner suchen Weihnachtsmänner! Eigentlich paradox, wäre die Meldung nicht tatsächlich eine ernsthafte. Das wäre doch eine gute Gelegenheit für die W-Männer der Agenturen für Arbeit, sich einmal von ihren durchgesessenen Drehstühlen, von ihren nutzlosen PC's, von ihren überdimensionalen Schreibtischen, an denen ja gar nicht mehr geschrieben wird, und von ihren muffigen aufgemotzten Büros zu verabschieden, um in der klaren, frischen Winterluft draußen einmal das echte Arbeitsleben als Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen zu erleben. Statt unproduktiv und eigentlich nur um sich selbst drehend in den Palästen der Arbeit zu schmoren, könnten sie so das wahre Leben außerhalb von langen Wartefluren und Amtskantinen kennenlernen. Nein, selbst für diese abwechslungsreiche nichtverbeamtete Tätigkeit sind sie sich zu schade und suchen wieder andere Arbeitslose, die ihnen die Arbeit abnehmen. Für 30 Euro pro Einsatz, während sie selbst arbeitslos die dicken Weihnachtsbeamtengehälter weiterkassieren.
Das ist doch ungerecht! Das hat doch mit dem Fest der Liebe nichts mehr zu tun!
Linienbus brannte komplett aus. Zum Glück waren alle Fahrgäste zuvor ausgestiegen.
Der BSV Kickers Emden schlägt im Verbandspokl den SV Wilhelmshaven mit 4:3 nach Elfmeterschiessen.
Flugzeug aufgebrochen. Unbekannte haben auf dem Flugplatz von Langeoog eine Cessna aufgebrochen. Sie entwendeten ein Navigationsgerät, zwei Headsets und ein aufblasbares weißes Rettungsfloß, sowie zwei Handfackeln.
Die Auricher Feuerwehr erhält zwei neue Feuerwehrfahrzeuge. Das hat der Verwaltungsausschuss, das nach dem Rat höchste Gremium, beschlossen.
Anlässlich des Horster Marktes am vergangenen Wochenende hat die Bürgerinitiative (BI) "Lebensqualität Horsten / Etzel / Marx" ihren neuen Vereins-Schaukasten an der Ecke Kirchstraße / Schütting in Horsten aufgestellt.
Pastor nach Beerdigungsfeier mit Moped in Kanal gestürzt. Der Pastor hatte bei der Feier verstärkt den alkoholischen Getränken zugesprochen und verlor kurz vor der Klappbrücke die Kontrolle über sein Gefährt. Drohen jetzt ähnliche Konsequenzen wie bei der ehemaligen Landesbischöfin? Zum Glück konnte er von Augenzeugen ans Ufer gezogen werden. Das Moped liegt auf Grund.
Klabund
Klabund (eigtl. Alfred Henschke, 1890-1928)
Sommerbetrachtung
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Hier saß ich oft. An diesem grünen Strauch.
Die Espe zittert, weil es ihr Beruf.
Der Sommer herbstelt. Im geharkten Kies
Bei jedem Schritte trifft man auf ein Grab |
Folgende Daten wurden übermittelt:
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Name: hinz kunz
E-Mail-Adresse: hinzundkunzIII@gmx.de
Nachricht: "GIBT ES DENN KEINEN BREMER LOKALPATRIOTISMUS MEHR?"
ist schlecht versteckter Rassismus, .....
immer wieder ist zu lesen, dass Nicht Bremer eine Zumutung für Bremen seien.
Konfuzius war auch kein Bremer!
Rückfrage der Redaktion:
War Konfuzius etwa auch Ostwestfale?
Berichte von Katharina Loewe und Josef Fellstein, die gemeinsam im Konzert waren, folgen in Kürze. Sie arbeiten verbissen dran. Die eine hat's so gesehen, der andere hat's so gesehen.
Katharina Loewe hat Radio gehört
Nichts Böses ahnend
kam ich Sonntagfrüh gerade vom Gottesdienst nach Hause zurück, als auch schon das Telefon klingelte. Mein Herausgeber war dran. Er bat mich, sofort das Radio einzuschalten und mir eine Sendung anzuhören und darüber zu schreiben. Er selbst sei nicht in der Lage dazu, da er gerade sein Frühstück zurückbefördert habe von innen nach aussen, als er hörte, wer in die Sendung eingeladen worden sei. Ob das denn sein müsse, wollte ich mich vor der Aufgabe noch drücken. Ich erklärte, dass ich gerade eine schöne Predigt gehört hätte über das Thema "Liebe den Nächsten", und nun solle ich mir eine Sendung anhören mit Pfau, Pfisch und Pfei. Wie das denn zusammenpasse? Ob er mir auch noch meinen Sonntag versauen wolle? Nun gut, gegen die Arbeitsaufträge von Herausgebern kann man ja so wie so nichts machen, also hörte ich mir die Sendung an.
Und ich muss gestehen: ich war erschüttert, schlimmer hätte es nicht kommen können. Was hat das Radio sich da geleistet? Das Radio, das so einen hohen kulturellen, politischen, sozialen und intellektuellen Level für sich in Anspruch nimmt, und diesen in der Regel ja auch erreicht. Das Radio, das so wunderbare Weltmusik sendet, das Radio, das mich morgens bereits mit den besten und schlauesten Berichterstattungen und Kommentaren über das nationale und internationale Weltgeschehen versorgt, das Radio, das regelmässig intelligente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Literatur und Geisteswissenschaften präsentiert - über Eugen Drewermann wollen wir an dieser Stelle nicht reden, das ist ein eigenes Kapitel - , das Radio also mit dem höchsten intellektuellen Anspruch aller Sender in Norddeutschland, wenn nicht sogar in ganz Deutschland und darüber hinaus, bietet uns am wertvollen Sonntagmorgen zur besten Hörerzeit zwischen 11 und 12, kurz vor Beginn des immer wieder herrlichen Sonntagskonzertes, 3.Wahl - nämlich Pfau und Pfisch garniert mit Pfei.
Das Thema der Sendung war Jugendkriminalität und Jugendgewalt. Also ein äußerst sensibles Thema. Ausgangspunkt für die Sendung wieder einmal ein Buch. In diesem Falle das Buch, das die so tragisch zu Tode gekommene Berliner Jugendrichterin ihrer Nachwelt als Geschenk hinterlassen hat. Das Ende der Geduld. Eine äußerst populistische Abrechnung mit dem gesamten Jugendgerichtswesen in Berlin und in Deutschland und eine Aufforderung zu veränderten Massnahmen gegenüber gewalttätigen Jugendlichen. Besonders gegenüber Jugendlichen mit dem so genannten Migrationshintergrund, und hier besonders gegenüber Jugendlichen mit türkischem oder arabischem Hintergrund.
Eigentlich wäre es Aufgabe unseres Bildungsradios gewesen, die populistischen, verallgemeinernden Thesen des Buches zu widerlegen und eine fachlich qualifizierte Expertenrunde dazu zu Wort kommen zu lassen. Für diesen Part wurde als Alibi-Experte Pfei dazu gerufen, der ja, wie sich dann im Gespräch herausstellte, gar nicht Pfei aus Hannover war, sondern nur sein Double. Das Double von Pfei bekam dann aber auch keine Chance, auch nur halbwegs die notwendigen wissenschaftlichen Gegenargumente gegen die populistischen Strömungen der Sendung an den Hörer zu bringen. Egal mit welchen Zahlen das Double operierte, Pfau und Pfisch erzählten als Praktiker des Jugendhilfewesens und des Jugendgerichtswesens frei Schnauze aus ihrer Berufswelt. Und das nicht etwa auf einem akademischen, abstahierenden Niveau, sondern aus dem Nähkästchen. Dabei scheute Pfau z.B. auch nicht davor zurück - selbst nicht in der Lage 3 bis 4 Gedanken in einem zusammenhängenden Satz zu vereinigen - den Fussballspieler Mesut Özil, der gerade von Bremen nach Madrid gewechselt ist, in einem Atemzug mit gewaltbereiten und gewalttätigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erwähnen. Ein Erziehungsanstaltshelfer, der selbst nicht fachgerecht lesen und schreiben kann, macht sich lustig über das Sprach- und Schreibversagen von jungen Menschen. Echt peinlich ey.
Die ernsthaften Diskussionen über das Jugendstrafrecht und die richtigen Strategien finden seit 60 Jahren auf hohem Niveau in verschiedenen Verbänden, Organisationen und Vereinigungen statt. Es gibt außerordentlich hervorragende regelmässige Publikationen, die sich mit der Thematik befassen. Auch in Bremen haben wir Spezialisten in Wissenschaft und Forschung, in der Jugendgerichtsbarkeit, in der Jugendhilfe, in den Wohlfahrtverbänden und bei den so genannten Freien Trägern, die sich der Thematik seit Jahren und Jahrzehnten innovativ und qualifiziert stellen. Das hätte unser Radio wissen können und wissen müssen. Dann wäre bei der Sendung auch etwas ganz Anderes herausgekommen als dieses praktizistische, unreflektierte Geschwafel von harter Hand, von gebetsmühlenartigen Verweisungen auf die Verantwortung von Kindergärten und Schulen, von männlichkeitsorientierten Erziehungsidealen bei den Türken, von den Pappenheimern und ähnlichen Bildern. Kein Wort über die unterversorgten Armutslebenslagen, aus denen die Täter erwachsen; kein Wort über die Spaltung der Gesellschaft, kein Wort über den Sozialabbau und die Verkümmerung der Jugendhilfe. Alles nur auf der Erscheinungsebene abgehandelt. Alles ganz schlimm. Auch diese Sendung. Das macht doch sogar BILD-TV besser!
Katharina Loewe
von Katharina Loewe
Das Jugendgericht / Honore Daumier
Unser Trio war vom Radio als Expertenrunde zu einer Live-Sendung eingeladen. Sie sollten sich äußern zu den Thesen im Hinblick auf Jugendgewalt und Jugendkriminalität der verstorbenen Berliner Richterin, die sie in einem Buch hinterlassen hat, das in kurzer Zeit Platz 1 der Bestsellerlisten im Sachbuchbereich erobert hat. Pfau und Pfisch kennen wir in Bremen ja aus gemeinsamen Zeiten im Ausschuss, den sächselnden Pfei kannten wir bisher nicht. Wie sich herausstellte, war er auch gar nicht der echte Pfei aus Hannover, sondern nur sein Double.
Der Beitrag kann aus redaktionellen Gründen erst morgen, am Dienstag 24.08, erscheinen. Unsere Radiohörerin und Kulturredakteurin Katharina Loewe musste am Sonntag noch kurzfristig
wegen eines Trauerfalles nach ausserhalb reisen.
Die Redaktion
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BV Cloppenburg - Tsv Ottersberg 3:1
Geduld, Geduld - kommt schon noch!
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TSV Gut Heil Bassen - VfL Sittensen 5:0
siehste: geht doch auch ohne Özil
hier ein Beispiel dafür, wie es gehen könnte:
Bürgerstiftung Landkreis Verden
Bericht Weser-Kurier vom 17.08.2010