Leben heißt ein Anderer sein. Nicht einmal Fühlen ist möglich,
wenn man heute fühlt, wie man gestern gefühlt hat: Heute dasselbe fühlen wie gestern heißt nichtfühlen - heißt sich heute an das erinnern, was man gestern gefühlt hat, heißt heute der lebendige Leichnam dessen sein, was gestern gelebt und verlorenging. Fernando Pessoa. Foto Uli Pelz, Herausgeber
GEGRÜNDET IM JAHRE 2004 NACH CHRISTI GEBURT IN PUSDORF
unfrei unparteiisch unabhängig unfair unsinnig unglaublich unmöglich
Herausgeber und Redaktion: Ulrich Pelz, Josef Fellstein
MitarbeiterInnen: Katharina Loewe (Kultur), Armin Wnoucek (Sport),
Hannah Timmermann-Petrowski (Allgemeines + Besonderes)) ,
Detlef Manni Sauer(Hausdienste), Moni Stoll (Azubi)
Montag 7.Mai 2012
Emotionale Trauerfeier
in der Kapelle des Riensberger Friedhofes Bremen
mit über 150 Trauergästen
Sonntag, 06.Mai 2012
Samstag, 05.Mai 2012
JUDITH'S LIEBLINGSARIE
IN DEN LETZTEN WOCHEN UND MONATEN
Mein Herr Marquis...
Fledermaus
Johann Strauß (Sohn)
gesungen von Editha Gruberova
Freitag, 04.Mai 2012
Liebe Ines Pelz,
aus heiterem Himmel muss ich der Zeitung entnehmen, dass unsere liebe Judith uns viel zu früh verlassen hat. Ich bin traurig und versichere Dir meine Anteilnahme.
Judith hat einen markanten Platz in meiner Biografie: Sie gab - zusammen mit Michael Gees - Anfang 1982 das allererste Konzert in meiner Wein- und Konzertstube KANAPEE, auf das bis zur Geschäftsübergabe an meinen Mitarbeiter noch 3.624 folgten.
Leider kann ich sie bei ihrem letzten Gang nicht begleiten - bin aber in Gedanken bei Euch. Liebe Grüße aus Hannover
Erwin Schütterle
Donnerstag, 03.Mai 2012
Mittwoch, 02.Mai 2012
Sonntag, 29. April 2012
Freitag, 27.April 2012
Heute Nachmittag, am 27.April 2012, ist unsere Judith Kumfert im Alter von 59 Jahren im Krankenhaus Links der Weser Bremen an den Folgen ihrer schweren Krebserkrankung gestorben. Hans, Ines und Jon waren bis zuletzt in ihrer Nähe.
Judith ist Opernsängerin, Gesangslehrerin, Hochschullehrerin, Kirchenmusikerin und aktive Grüne Kommunalpolitikerin.
Warum?
Innehalten!
Donnerstag, 26.April 2012
Dienstag 24.April 2012
Klinikum Links der Weser
Klinikum Links der Weser Bremen. Januar 2004. Herzoperation. Eine von vielen hundert Herzoperationen, die hier Jahr für Jahr stattfinden. Alles gut gegangen. Anschließend Reha, 4 Wochen im Februar 2004 am Timmendorfer Strand. Eiskalt aber schön. Immer am Ostseestrand entlang, morgens, mittags, abends. Zwischendurch im Cafe Wichtig, aufgetakelte Hamburger und Hamburgerinnen ankucken. Schön aber eiskalt. Die Porsches standen direkt vor der Tür. Während der Reha berufliche Kündigung erhalten, eiskalt aber unschön. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine Postkarte, kein Brief, keine Sendung, nichts. Eiskalt aber typisch für sie. In guten Zeiten alle Vorteile mitnehmen, in schlechten Zeiten alles verraten! Seit gestern ist Judith hier im LdW. Von der Herzabteilung kann man herunterschauen auf die Palliativstation. Sie liegt ebenerdig als Anbau im Grünen, am Wasser, in einem kleinen Park. Von oben aus gesehen, von der Herzabteilung, sieht unten alles sehr warmherzig und sympathisch aus. Fürsorglich. U.P.
Montag, 23.April 2012
Uwe Mankowski , der Betreiber des Kleintierfriedhofes "Waldis-Ruh" in Oyten-Lindheim, ruft unvermittelt nach 50 Jahren an, und fragt an, ob ich es sei, und ob ich der Bruder von Mausi, Thomas und Herbert sei. Ob ich noch wisse, wer er sei. Und ob ich mich noch daran erinnern könne, wie wir damals zusammen mit Günter, Helmut, Fritz und wie sie alle hießen, in der Sandkuhle an der Autobahn gespielt haben und Mist gebaut haben. Ich antwortete verblüfft, dass ich mich sehr wohl erinnern könne, und dass ich ihn wohl 'mal auf seinem Friedhof besuchen werde! U.P.
Walter Kriebel, der Betreiber des Küchenstudios Kriebel in Unna / Westfalen, wohnhaft in Bergkamen-Welllinghofen, ruft voller Stolz an und bedankt sich herzlich für die kunstvollen Geburtstagsgrüße, die ich ihm zu seinem Geburtstag am 22.04 übersandt hatte. Der Stolz und die breite Brust im Ton des Anrufes allerdings rührt vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2012 durch den Ballspielverein Borussia Dortmund her, dessen Zustandekommen er live im Signal-Iduna-Park im Spiel gegen die Borussia aus Mönchengladbach miterleben durfte. Was ich denn glaubte, was anschließend in Gesamt-Dortmund los gewesen sei? Alles in Gelb-Schwarz. Hömma, alle gefeiert bis in die Morgenstunden. Alle besoffen. Ob ich Susi Zorg am Sonntag im"DOPPELPASS" von Sport1 gesehen hätte? "Der ist besoffen direkt aus der Kneipe ins Studio!" (Anm. der Redaktion: Susi Zorg ist der Sportdirektor von BVB 09) Ich konnte nur noch antworten: Hab' ich. U.P.
Sonntag 22.April 2012
"Antonio Mora zupfte sich die Toga zurecht. Prometheus ließ sich nicht länger zurückhalten. Ach, rief er aus, Göttlicher Himmel oben und beschwingte Lüfte / und Quellen der Flüsse / und Unzahl der / lachenden Meereswellen / und Gottmutter Erde, / und auch ihn rufe ich, / den alles beäugenden Sonnenkreis: Seht doch, was ich, ein Gott, von Göttern erleide.
Pessoa seufzte. Antonio Mora nahm die Brille vom Nachttisch und setzte sie ihm auf. Pessoa öffnete weit die Augen, und seine Hände blieben unbeweglich auf dem Laken liegen. Es war genau zwanzig Uhr dreißig."
aus: Antonio Tabucchi, Die letzten drei Tage des Fernando Pessoa
Freitag, 20.April 2012
Die Körperkraft schwindet. Die Selbständigkeit geht verloren. Die Schmerzen nehmen zu. Alleinesein geht nicht mehr. Jetzt ersteinmal für einige Tage ins Krankenhaus. Sicherheit. Versorgung. Ärztliche Begleitung. Schmerzlinderung. Gestern, am 19.April, in Begleitung des Bruders und der Schwester, die Fahrt dort hin.
Montag 16.April 2012
Am siebenten Tag aber legte Gott die Hände
in den Schoß und sprach:
Ich hab vielleicht was durchgemacht,
ich hab den Mensch, den Lurch gemacht,
sind beide schwer mißraten.
Ich hab den Storch, den Hecht gemacht,
hab sie mehr schlecht als recht gemacht,
man sollte sie gleich braten.
Ich hab die Nacht, das Licht gemacht,
hab beide schlicht um schlicht gemacht,
mehr konnte ich nicht geben.
Ich hab das All, das Nichts gemacht,
ich fürchte, es hat nichts gebracht.
Na ja. Man wird's erleben
Sonntag, 15.April 2012
Die Welt
Was ist die Welt, und ihr berühmtes gläntzen?
Was ist die Welt und ihre gantze Pracht?
Ein schnöder Schein in kurtzgefasten Grentzen,
Ein schneller Blitz, bey schwarzgewölckter Nacht;
Ein bundtes Feld, da Kummerdisteln grünen;
Ein schön Spital, so voller Kranckheit steckt.
Ein Sclavenhauß, da alle Menschen dienen,
Ein faules Grab, so Alabaster deckt.
Das ist der Grund, darauff wir Menschen bauen,
Und was das Fleisch für einen Abgott hält.
Komm Seele, komm, und lerne weiter schauen,
Als sich erstreckt der Zirckel dieser Welt.
Streich ab von dir derselben kurtzes Prangen,
Halt ihre Lust für eine schwere Last.
So wirst du leicht in diesen Port gelangen,
Da Ewigkeit und Schönheit sich umbfast.
(Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, 1616-1679)
7. - 8.April 2012
Ostern
Geburtstagsmannschaft am 07.04.2012
05.April 2012
...irgendwo in einem Garten in Bremen-Woltmershausen: der Lieblingsbaum unseres Buntspechtes mußte nun weichen. Nicht wegen der herrlichen hämmernden Konzerte des Spechtes morgens in der Frühe, sondern wegen der Vergänglichkeit des morschen Bäumchens...
...was für ein personeller und materieller Aufwand für so ein kleines Apfelbäumchen. Der Dank geht an Hans (Chef), Claus (Berater), Simon (Chef-Assi), Ines (Küche), Ute (Balkon), Uli (Schlepper), Manfred (Beobachter), Walter (Arbeitsplatzhose), Andrea (med. Dienst), Herta (hat aus einem dicken Mercedes heraus zugewunken).
30. März 2012
Heute am 30.03. hat Mausi, die auf der anderen Seite des Flusses wohnt, Geburtstag. Die Redaktion von FENIX & UPUPA gratuliert ganz herzlich und wünscht Alles Gute für die nächsten Jahre. Wir fahren nicht rüber, da wir ja auch nicht eingeladen sind. Ja, es ist schon schmerzhaft zu erleben, wie jahrzehntelange Bindungen vor die Hunde gehen. Das große Sterben ist in vollem Gange. INNEHALTEN!
Denken wir doch einmal drei Jahre zurück.
Der 30. März 2009.
Der Ausgangspunkt.
Wir nehmen nicht an der Geburtstagsfeier zum 60sten teil.
Wir fahren stattdessen ins Krankenhaus nach Berlin.
Die eine von uns begleitet die Patientin zur Therapieberatung.
Der andere von uns geht in den Königlichen Park und schaut sich Hirsche an.
Die Spätmärzgeborene ist beleidigt.
Später treffen wir uns alle wieder in Bremen.
Später werden wir alle getroffen sein.
Und betroffen sein.
26. März 2012
21.März 2012
19. auf den 20.März 2012
Ein Foto entdeckt
im Westfälischen
die Oma ist drauf
und die Onkels und Tanten
die ich nie richtig
kennengelernt habe
und die Mutter wohl auch
die mich heute
nicht mehr kennt
so verrinnt das Leben
im Nebel derVerlorenheit
und unsere junge Sängerin
im Glanz des Bewußtseins
will gehen, nein
Innehalten, Uli Pelz
19. März 2012
16.März 2012
Er hält wohl inne.
Uli Pelz. Atheist.
14./15. März 2012
Johann Strauß (Sohn)
Die Schwestern und die Schwägerin waren im Konzert in der Bremer Glocke.
Die große Edita Gruberova mit dem Münchner Rundfunkorchester.
Camille Saint-Saens, Jules Massenet, Charles Francois Gounod, Jules Massenet, Giacomo Meyerbeer, Gaetano Donizetti, Ambrois Thomas, Vincenzo Bellini, Johann Strauß (Sohn).
Ein wunderbarer Abend.
13.März 2012
12.März 2012
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Daß von den Blümlein allen,
Daß von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.
Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.
Johann Wolfgang von Goethe
BERICHTE UND ARTIKEL JAHRGANG 2011 siehe:
Berichte und Artikel Jahrgang 2010 siehe: