Freitag 31. Dezember 2010
PERSÖNLICHER TIERISCHER 7-JAHRES-RÜCKBLICK 2003 – 2010
von Ulrich Pelz
„Alles auf der Tafel von einem Tag zum anderen auslöschen,
neu sein mit jedem anbrechenden Morgen,
in einem ständigen Wiederaufleben unserer emotionalen Jungfräulichkeit,
das, allein das lohnt die Mühe, zu sein oder zu haben,
um zu sein oder zu haben, was wir auf unvollkommene Weise sind“
Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe
SCHILDKRÖTE IN DÄNEMARK
HUND IN BREMEN
ESEL IM KANINCHENSTALL
ELEFANT IN TIMMENDORF
SCHNECKE AN DER OSTSEE
ASCHE UND EI
ALTE GÄULE BEI EICHE HORN
UNTER VÖGELN IM WOLKENKUCKUCKSHEIM
mehr lesen hier bei ASCHE & EI
Lag es am Grünkohl? Katharina Loewe ist mit Dr.Lüllmann über alle Berge
Montag 27. Dez. + Dienstag 28. Dez. + Mittwoch 29. Dez. 2010
Frohes Fest gehabt zu haben..., oder:
Die 7 Mageren und die 7 Fetten Jahre
oder: Katharina Loewe ist verschwunden
29.12.2010
Eine Kohlfahrt, die ist lustig - eine Kohlfahrt, die ist schön. Katharina ist weg und der Herausgeber muss wieder einmal selbst zur Feder greifen!
Ein nachweihnachtliches Fazit von Ulrich Pelz
28.12.2010
Die 7 mageren Jahre 2003 - 2010, kommmen jetzt die 7 fetten Jahre?
27.12.2010
Unsere Mitarbeiterin Katharina Loewe hat über Weihnachten ihre Familie im Niedersächsischen besucht
Mittwoch 22. Dezember 2010
SCHNEETERROR 2010
Josef Fellstein kommt seinen Pflichten nicht mehr nach und weigert sich weiterhin am kollektiven Räumwahnsinn teilzunehmen.
Ob er damit allerdings durchkommt? Die erste nachbarschaftliche Anzeige oder der erste Ausrutscher vor seiner Haustür wird ihm wohl das Genick brechen!
Wohin das Aug' auch blicket in diesen Tagen: Schnee, Schnee, Schnee. Ich mag morgens schon gar nicht mehr aus den oberen Fenstern schauen.
siehe Fellsteins Räumverweigerung hier bei HIRSCH & PIRSCH
Das Fernsehprogramm von heute
00:20 Uhr 3Sat
Sonntag 19. Dezember 2010
SPORTFENIX AM SONNTAG
War was?
Als Bremer Sportfreund könnte man zurzeit glatt zum Churchill werden. Immer die Zigarre im Anschlag, den Zylinder auf'n Kopp, schlecht englisch essen und immer einen Whisky in der Nähe - das wäre doch ein stressfreies Leben. Und bitte: keinen Sport, keine Sportübertragungen, kein Biathlon, kein Springen, kein Riesenslalom und kein Sky-Fernsehen am Samstagnachmittag.
Dienstag 14. Dezember 2010
WAS UNSERE JUNGS UND MÄDELS IN AFGHANISTAN SO IM SPIND KLEBEN HABEN
Der wahre Grund der Reise unseres Verteidigungsministers nebst Gattin
Sie waren im Fotostudio von Kabul
Der persönliche Spind ist das Heiligtum eines jeden Soldaten und neuerdings auch jeder Soldatin. Hier werden nach Heeres-Dienstvorschrift alle dienstlichen Bekleidungsstücke akkorat und penibel
aufbewahrt. Jedes Stück hat seinen vorgeschriebenen Platz. hier mehr lesen bei FUGELFREY
Sonntag 12. Dezember 2010
F&U am Sonntag / Medienwelt
Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis, genannt Fritz von Thurn und Taxis (* 22. Juni 1950 in Linz), entstammt der böhmischen Linie des Fürstenhauses Thurn und Taxis und wurde als Sohn vonMaria Julia von Lobkowicz geboren. Seine journalistische Laufbahn begann er 1971 beim Bayerischen Rundfunk.Jetzt knödelt er bei Sky.
Fussballdeutsch bei Sky
Gestern um 15:30 Uhr im Fussball-Bezahl-Fernsehen
Live-Übertragung eines Bundesligaspiels irgendwo in Norddeutschland
AUSZÜGE AUS DEM ORIGINALKOMMENTAR ZU DEN LIVEBILDERN
Kommentator: ein gewisser Prinz Fritz aus Bayern
Eckball Nr. 1, den wir zu notieren haben – klar, dass er sich viel vorgenommen hat, gebürtig aus Kiel – aber beide sind noch wirklich nicht so richtig im Spiel drin...
höre mehr Prinz von Bayern hier bei SCHWALBEN
Sonntag 05. Dezember 2010
F & U am Sonntag
STILLE BEDTRACHTUNGEN ZUM VORWEIHNACHTLICHEN HÄUSER- UND FENSTERLICHTERGLANZ
von der Lyrikerin unserer Redaktion: Katharina Loewe
DANKE DIR ELEKTROHIRSCH
Ach ist das gut
Wenn allerorts
Das Herz
Sich öffnen tut
mehr Elektrohirsch hier bei WIEDEHOPF
Dienstag 30.November 2010
ab jetzt neu bei FENIX & UPUPA
LikiPeaks
geheime oder geschützte private Dokumente, die der Redaktion von F&U vertraulich und kostenlos zur Veröffentlichung im Internet zur Verfügung gestellt werden. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen anonym unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Adresse per E-Mail an die Redaktion. Die Redaktion wird wegen ihrer technischen und personellen Beschränktheit bei der Fülle der zugesandten Unterlagen natürlich nur die Spitzendokumente veröffentlichen können. Wir bitten dabei um Ihr Verständnis, dass nicht jede geplatzte Bockwurst gebracht werden kann. Bitte schreiben Sie Ihre E-Mail an unsere neue extra eingerichtete Adresse: likipeaks@gmx.de.
siehe F&U-LILIPEAK Nr. 1 hier bei PAARUNGEN
Sonntag 28.November 2010
F&U am Sonntag
JETZT GEHTS LOS
DIE GRÜNEN WOLLEN ES WISSEN
oder: in Hamburg ist nicht nur ein Sack Reis umgekippt
SIE LASSEN DIE EHE MIT DEN SCHWARZEN IN HAMBURG PLATZEN:
Wenn das man gut geht! Im Überschwang der Umfrageselbstliebe (siehe unten) streben die GRÜNEN jetzt an die Macht. Den Anfang soll Hamburg machen. Dort haben sie heute das Regierungsbündnis mit der CDU aufgekündigt.
Montag 22. November 2010
GRÜNES WOCHENENDE
Unser Jung-Volontär Armin Wnoucek muß heute einmal alles für F&U erledigen. Der eine Herausgeber hat sich bei der Kohlfahrt was am Magen weg geholt und liegt flach, der andere ist seit Tagen nicht mehr in der Redaktion gewesen, und unsere Katharina ist einmal wieder auf Kulturfahrt irgendwo in Deutschland. Also muß Armin Wnoucek ran, denn es gibt einiges zu berichten vom Wochenende. Hier sein Bericht in Kurznachrichtenform (das kann er, er hat ja einmal Praktikum bei der taz gemacht):
VERKOCHT
VERGEIGT
VERLIEBT
VERSPÄTET
17. November 2010
Buß- und Bettag
AKTUELLES AUS DER BUSS- UND BETHALLE; ODER: KALTES KNIPP
In die Anwesenheitsliste der Buß- und Bethalle haben sich heute eingetragen:
1.
Angela Merkel, wegen ihres verlogenen Dankesbriefes und der scheinheiligen 4 Versprechen an die Deutsche Bevölkerung von heute
Hier sind die anderen Büßer und Beter: FUGELFREY
Sonntag 14. November 2010
F&U am Sonntag
IM STADION
Josef Fellstein war nach langer Abwesenheit einmal wieder im Stadion, obwohl er von Fußball keine Ahnung hat
Nach langer Zeit der Skyverblödung und der Skyvereinsamung wollte ich einmal wieder live ins Stadion hineinschauen. Dieser Marcel Reif geht einem doch langsam auf die Nerven; besonders dann, wenn er über unsere Heimatmannschaft herzieht.
Mariza Portugal
Mittwoch 10. November 2010
MARIZA VERZAUBERT IN LEVERKUSEN
Katharina Loewe berichtet von den Leverkusener Jazztagen
Oh, gente da minha terra
Zum erst Mal in meinem Leben reise ich nach Leverkusen. Leverkusen, was dachte ich immer dabei? Eigentlich immer nur: Bayer Leverkusen, Aspirin. Oder: Bayer Leverkusen, Rudi Völler und Rainer Calmund. Leverkusen, das stand bisher auch immer für: Vorsicht an Gleis 5 oder Vorsicht an Gleis 2, Schnelldurchfahrt eines Fernzuges. Auf den Fahrten nach Köln oder weiter in den Süden immer volles Tempo mit dem ICE oder dem IC durchgerauscht. Im Blick zurück blieben immer die riesigen Straßenbeleuchtungen für das Autobahnkreuz, die Flutlichtmasten für das Stadion und dieses überdimensionale Bayerkreuz vor den Bayerwerken.
mehr Leverkusen hier bei: DER WIEDEHOPF
Bank
Dienstag 09. November 2010
WERDER IN DER KRISE
Nachdenken über Thomas und Klaus
Selbstverständlich muss in so einer „betrieblichen Situation“ auch darüber nachgedacht werden dürfen, ob möglicherweise Ursachen für die negative „betriebliche Entwicklung“ bei der Führung der Mannschaft zu suchen sind.
ein Kommentar von Ulrich Pelz
Bild: Wikipedia / 1783: Tyburn's Triple Tree
David Garrett
Dienstag 02. November 2010
WARUM DER NEID, HERR BRÜGGEMANN?
Ein Kulturkommentar zum Kulturkommentar
von unserer Kulturredakteurin Katharina Loewe
Heute in unserer Heimatzeitung: Unter dem despektierlichen Titel "Der Stehgeiger des Boulevards" zerschmettert unser Klassikkulturbeauftragter Axel Brüggemann die Erfolge unseres derzeitigen Nationalgeigers David Garrett.
siehe mehr Axel hier: PAARUNGEN
Links soll Goethe schon mal, rechts Löns...
Montag, 25.Oktober 2010
FELLSTEIN AUF DEN SPUREN GOETHES'S IM HARZ
Josef Fellstein war mit einer unbekannten Begleiterin jetzt einige Tage in Bad Harzburg. Er hatte sich vorgenommen, die Spuren Goethes im Harz zu suchen und auf ihnen zu wandern.
Seine unbekannte Begleiterin soll gesagt haben, ob es denn unbedingt Goethe sein, ob es nicht Hermann Löns auch täte?
Josef und seine Begleiterin haben wahrhaftig den ersten Schnee in diesem Jahr gesehen. Sie sind am ersten Tag bei strahlendem Sonnenschein von Bad Harzburg aus - nicht etwa mit der Burgberg-Seilbahn hochgefahren - sondern stramm aus dem Stand heraus hochgewandert auf die Höhe des Harz-Nationalparks. Gut, Fellstein brauchte oben angekommen viel Sauerstoffzufuhr und eine lange Pause, aber immerhin wurden er und seine Begleiterin, die im übrigen wie eine Gazzelle hochgehoppelt sein soll, entschädigt mit einem gigantischen Blick auf den Brocken, den wohl Goethe damals auch schon gehabt haben soll. Am zweiten Tag näherten sie sich von Torfhaus aus, welches sie in einem anstrengenden 5stündigen Bergaufmarsch erreicht hatten, auf dem Goetheweg dem Brocken. Dabei haben sie auch schöne Bilder geknippst, die wir in Kürze veröffentlichen werden. In den nächsten Tagen mehr, wenn Fellstein wieder durchatmen kann.
siehe Fellstein's Fortsetzungsbericht hier bei:
Jula, 2. Schuljahr, kocht
Dienstag, 19. Oktober 2010
heute: KINDERFENIX
Thema: Tintenfisch
KinderKüche
DAS TINTENFISCHSUPPENEXPERIMENT
Was kommt heute auf den Suppenteller? Natürliche Tintenfischsuppe!
Heute kocht Jula, 2.Schuljahr, Schule Bunsackerweg, Habenhausen
siehe Dir die Tintenfischkocherei an bei KinderFenix
Treffpunkt der Jugend
Sonntag 10. Oktober 2010
Fenix & Upupa am Sonntag
LANDSCHAFTSGÄRTNERINNEN MACHEN EINEN AUF JUGENDFÖRDERUNG
Im Haus der Wissenschaft in Bremen
fand am Donnerstag 07. Oktober 2010 eine Fachtagung unter dem Titel:
STADT FÜR ALLE - PLATZ FÜR JUGEND
statt.
Unser Jugendhilfekorrespondent hatte sich als Teilnehmer angemeldet und war an dem Fachtag von Anfang bis Ende dabei, obwohl er in der Mittagspause fast am Fischwagen von Schorse auf dem Domshof hängen geblieben wäre, weil Schorse wunderbare Geschichten von zu Hause erzählte. Die Erzählungen auf dem Fachtag fielen dagegen deutlich ab. Wer will denn schon wissen, weshalb neben einem staatlich geförderten Jugendfreizeitheim in Bremen-Nord eine Tischtennisplatte aufgebaut wurde, die aus einem Sonderfonds finanziert wurde?
Das ist Arnold
Dienstag 05. Oktober 2010
Aus der Reihe: Unvergessen
Heute vor 7 Jahren: Oktober 2003
eine Serie von Josef Fellstein
OKTOBER 2003 - DER MONAT DES ARNOLD
Irgendwo in Deutschland im Jahre 2003, Oktober.
Unser Arnold hatte es in seiner beruflichen Laufbahn weit gebracht. Das richtige Parteibuch im Jackett brachte er es als Jurist für Baurecht in dem Ländle seiner Wahl, er kam sicherlich wie viele andere politische Zuwanderer auch aus Ostwestfalen ins Ländle, zum Staatsrat für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales. Als Vertreter der jeweiligen Senatorin, mal war es Hilde, die leider tragisch verunglückte, mal war es Karin, die selber ein Unglück war, hatte er somit viel zu tun und viel zu entscheiden.
Mehr Arnold hier bei PFAU PFÜNF
Freitag 01. Oktober 2010
4 von 7 möglichen Gummiadlern für
SCHNITZEL CHAMPIGNONS
im Cafe del Sol in Bremen-Huckelriede
ESSEN FÜR SCHEUNENDRESCHER
Sonntag 26. September 2010
F&U am Sonntag
HEIERMANN VON DER LEYERMANN
Oh, kuck mal an, doch soviel!
Meldung von heute: Die Regierungskoalition will die Hartz-IV-Regelsätze um üppige 5 € erhöhen! Die Sätze für Kinder werden nicht erhöht!
Jetzt kommt es ganz Dicke für die Hartz-IV-Bezieher und Bezieherinnen. 5 € mehr im Monat! Der reine Luxus! Was sie sich davon alles zusätzlich leisten können, hat einmal unser Armutsredakteur aufgelistet: siehe Pfau Pfünf
Artur Schopenhauer
Dienstag 21. September 2010
Heute: 150. Todestag von Schopenhauer
Die Rasur ist das Abzeichen höherer Zivilisation
oder: Trommle mir bitte keinen Rap
"Als Zweck unseres Daseins ist in der Tat nichts anderes anzugeben als die Erkenntnis, daß wir besser nicht da wären". Unser Arthur hatte zeit seines Lebens für alle Lebenslagen immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.
siehe Schopenhauer-Zitate hier: PAARUNGEN
Donnerstag 16. September 2010
Katharina Loewe
Nummer ziehen
Abenteuer Fahrkartenkauf
Wie heisst es so schön: wenn du eine Reise machst, dann kannst du 'was erleben - oder so ähnlich. Bei mir fing das Erlebnis bereits heute bei der Reisevorbereitung an: Fahrkartenkauf im DB-ReiseZentrum.
siehe hier: Hirsch & Pirsch
Stun
Robert Schumann 1810 - 1856
Dienstag 07.September 2010
ROBERT SCHUMANN
Musikfest Bremen
siehe hier: PAARUNGEN
Sonntag 05. September 2010
F&U am Sonntag
MÖWENEIER AUF BROT
Inselgeschichten
Kofferchaos
Die Überfahrt auf die Insel beginnt im Hafen von Bensersiel. Hier werden die Schiffsfahrkarten gekauft. Größeres Gepäck muss zwangsweise aufgegeben werden. Persönlich mitgenommen werden darf nur kleines Handgepäck. Also zwei große Koffer abgegeben bei der Gepäckannahme.
mehr Kofferchaos und Möwenei auf Brot siehe hier: Vogelflug
u.a. mit:
- Leider nur 1 Gummiadler für Haus Meedland
- Null Gummiadler für die Meierei
- 7 Gummiadler für die Inselapotheke
- Schweigegeld / 9 Enten
- Hat' schmeckt? Luciano, Leiß, Jugendherberge, Kajüte, Schiffchen
- Fotoimpressionen Langeoog
Sachbearbeiter J. als W.
Mittwoch 01. September 2010
AGENTUR FÜR ARBEIT SUCHT WEIHNACHTSMÄNNER
Da muss sie doch gar nicht lange suchen!
WIE HEUTE DER HEIMATZEITUNG ZU ENTNEHMEN WAR, sucht die Agentur für Arbeit für die kommende Weihnachtssaison Weihnachtsmänner. Im Klartext bedeutet die Meldung: Weihnachtsmänner suchen Weihnachtsmänner!
mehr Weihnachtsmänner bei Fugelfrey
Klabund
Donnerstag 26. August 2010
Frisch ei(n)gegangen
Lesermeinung
Rassismus / Konfuzius
siehe hier: Vogelkladde
Thomas Quasthoff
Mittwoch 25. August 2010
Noch einmal: Musikfest Bremen 2010
Gestern Abend: Elias, Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy
Mahler Chamber Orchestra, Swedish Radio Choir, Thomas Quasthoff u.a.
Berichte von Katharina Loewe und Josef Fellstein, die gemeinsam im Konzert waren, folgen in Kürze. Sie arbeiten verbissen dran. Die eine hat's so gesehen, der andere hat's so gesehen.
siehe hier: Paarungen
Montag 23. August / Dienstag 24. August 2010
PFAU, PFISCH UND PFEI IM RADIO
von Katharina Loewe
Katharina Loewe hat Radio gehört
Sonntag versaut
Nichts Böses ahnend
kam ich Sonntagfrüh gerade vom Gottesdienst nach Hause zurück, als auch schon das Telefon klingelte. Mein Herausgeber war dran. Er bat mich, sofort das Radio einzuschalten und mir eine Sendung anzuhören und darüber zu schreiben. Er selbst sei nicht in der Lage dazu, da er gerade sein Frühstück zurückbefördert habe von innen nach aussen, als er hörte, wer in die Sendung eingeladen worden sei.
mehr lesen hier bei Pfau Pfünf
Das Messerchen
Sonntag 22.August 2010
F&U am Sonntag
EVVIVA IL COLTELLINO
Große Nachtmusik beim Musikfest Bremen 2010
Es lebe das Messerchen -
Evviva il coltellino
Meine Kulturberaterin und ich waren einmal wieder bei der Großen Nachtmusik zur Eröffnung des Musikfestes Bremen. Es war eine schöne sommerliche Stimmung in der Stadt, da gleichzeitig lange Einkaufsnacht war. Weil es so gerammelt voll war, war es auch ausserordentlich schwierig in den Pausen an gekühlte Getränke heranzukommen. So mussten meine Beraterin und ich in der Pause zwischen den ersten beiden Konzerten auf ein Gläschen lauwarmen Riesling vom Fischgeschäft Nordsee zurückgreifen. Kulturlos? Oder? Immerhin kostengünstiger als an den aufgeblasenen Weinständen, an denen sich kilometerlange dürstelnde Warteschlangen gebildet hatten.
Mehr Messerchen hier bei PAARUNGEN
bei Hempels im Flur
Donnerstag 19. August 2010
STREET VIEW
WARUM NICHT GLEICH: HOUSE VIEW?
Ein Kommentar von Josef Fellstein
Was regen wir uns denn künstlich auf? Die Welt ist doch längst komplett abfotografiert von oben. Sie haben doch bereits mehrfach aus der Vogelperspektive alles bis auf den letzten kaputten Reihenhaus-Schuppen und bis auf den letzten weißen Garten-Plastik-Stuhl abfotografiert.
mehr Kommentar siehe hier Vogelperspektive
Polens Lieblingsspeise
Mittwoch 18. August 2010
HOCHHAUS HORIZONTAL
oder: Hilfe, meine Nachbarinnen grüßen mich nicht!
Das achtstöckige Hochhaus, in dem ich nunmehr seit 27 Jahren lebe, ist flachgelegt. Unsere Hausgemeinschaft, sagen wir einmal: unsere Horizontale Siedlungsgemeinschaft, besteht aus 16 Parteien. Unser Fahrstuhl ist die verkehrsberuhigte Wohnstraße in der Mitte zwischen den Parteien links und rechts. Hinten haben wir Gärten. Die einen östlich ausgerichtet, die anderen dem entsprechend westlich. Ich lebe gartenmäßig westlich, arbeitszimmermäßig aber östlich, also zum Fahrstuhl, zur Straße hin. Über die Straße hinweg können wir uns gegenseitig in die Fenster schauen und gut wahrnehmen, was in den Hauseingängen, Garagen und Vorgärten so vor sich geht.
Alberto Caeiro / Fernando Pessoa
Montag 16. August 2010
GEIZIGER PFAU BEI LA STRADA
Ich habe den geizigen Pfau gesehen, sonst fast nichts!
Katharina Loewe (1,68 m) war am Sonntag bei La Strada
Hier links im Bild, das ist er. So bewegte er sich am Sonntagnachmittag beim 16. Internationalen Straßen-Zirkus-Festival LA STRADA zwischen Marktplatz, Liebfrauenkirchhof und Domshof. Bei anfänglich gutem Wetter stolzierte er auf seine unnachahmliche Art durch die Zuschauermassen, das Federkleid weit aufgespreizt, den Kopf in die Höhe gestreckt, zwischendurch immer diese krächzenden, aufmerksamkeitsheischenden Laute von sich gebend.
Sonntag 15. August 2010
F&U am Sonntag
REVI-SCHWEIN UND VERRÄTER DER ARBEITERKLASSE
Als Reaktion auf den Beitrag vom 12. August: "Achtung Freitag 13. August, Fischtag und Tag des Mauerbaus" ging bei der Redaktion von F&U folgende E-Mail ein:
von: dersozialismus.lebt@yahoo.biz
Hallo Pelz du Revi-Schwein und Verräter der Arbeiterklasse. Deine Beiträge und Artikel solltest du doch gleich am besten in die grosse Mülltonne des Kapitals schmeissen. Reiner Mist. Wir sehen doch was nach dem Mauerfall aus der DDR geworden ist. Die höchste Arbeitslosenzahl, die grösste Armut im ganzen Land, kein Bundesligaverein mehr, keine Spitzensportler. Das haben wir doch nur euch Revis und Arbeiterverrätern zu verdanken. Wir kommen zurück. Ich erinnere an die letzten Worte von unserem geliebten Erich: den Sozialismus in seinem Lauf halten auch Ochs und Esel nicht auf, oder so ähnlich. Du kannst dich entscheiden Pelz, was du lieber sein möchtest.
Freitag 13. August 2010
NUR 4 VON 7 MÖGLICHEN GUMMIADLERN FÜR DIE OSTERIA
OSTERIA/ Ecke Schlachte / Erste Schlachtpforte / direkt gegenüber der Martinikirche
1 Tonne Thunfisch im Salat
auf dem Monte Maccharoni
Meine Mitesserin und Ernährerin und ich waren nach langer Zeit wieder einmal zum Essen in der Stadt verabredet. Anschließend sollte es um 22 Uhr zur Eröffnung von La Strada auf dem Domshof
gehen. weiterlesen bei GUMMIADLER
Donnerstag, 12. August 2010
ACHTUNG: FREITAG DER 13. AUGUST
FISCHTAG UND TAG DES MAUERBAUS
Abergläubische aufgepasst: Morgen ist Freitag der 13. Morgen des Bett nicht verlassen, auf gar keinen Fall das Haus verlassen!
Katholiken und sonstige Gutgläubige aufgepasst: Morgen ist Freitag, morgen gibt es Fisch. F&U macht euch morgen einen Vorschlag, was ihr Schönes in die Pfanne legen könnt.
hier liebe Katholiken in aller Kürze der versprochene Fisch-Vorschlag:
Fischfilet natur an Kartoffel-Sellerie-Petersilien-Stampf und grüner Salat in Saurer Sahne-Zitronen-Soße.
Holt euch entsprechend der Mitesserzahl + 1 Scheibe mehr (manchmal kommt der Papst ja unverhofft vorbei) bei Strotthoff in der Pappelstraße Fischfilets (Seelachs, Goldbarsch, Kabeljau je nach Preis) raus. Denkt an die Brötchentaste. Geht rüber auf den Delmemarkt und lasst euch Kartoffeln, Sellerie, Petersilie, unbehandelte Zitronen, grünen Salat, Gurke, Schnittlauch und saure Sahne einpacken. Und dann geht's zu Hause los, ganz einfach:
Kartoffeln zusammen mit Selleriestückchen weich kochen,
in der Zwischenzeit den Salat anrichten, kleine Salatstückchen, Gurkenscheiben, Sahne-Zitronen-Soße schön abgeschmeckt mit Salz,Pfeffer, Süßstoff, Knoblauch, Schnittlauch, dann die Fische, wässern, säuern mit Zitrone 5 min., in gewürztem Mehl wenden, abklopfen, ab in die vorgeheizte Pfanne mit Butterschmalz, von beiden Seiten 5 min. nicht zu heiß hellbraun anbraten, fertig. Die Kartoffel-Selleriemischung abgießen, Butter rein, ein wenig Milch oder Creme fraich, feingehackte Petersilie dazu, Muskatnuß reiben, grob stampfen, alles servieren, basta. Guten Appetit.
Altstalinisten, DDR-Nostalgiker, Ex-Stasiagenten und Dekapisten aufgepasst: Morgen ist der 13. August. Legt schon einmal das Handwerkszeug bereit: Mauern bauen. MG bereithalten.
P.S. heimlich weitersagen: bei der Partei "Die Linke" soll morgen um 11 ein Schnellmauerbauwettbewerb und ein Schnellstacheldrahtausrollwettbewerb stattfinden, als Warmspeise werden 1/2 gegrillte Broiler gereicht. 1.Preis: Reise nach Nordkorea.
Wer mitmachen will, soll sich bei "IM Hannes" melden. Ihr wißt schon.
Mittwoch 11. August 2010
Nichts Neues vom Sport,
oder: hat Wagner gepriemt?
Das weiß doch jeder, dass...
...der HSV es jedes Jahr auf's Neue versucht, endlich einmal wieder Deutscher Meister zu werden. In diesem Jahr haben sie sich an den großen Spediteur Kühne + Nagel verkauft, um das Ziel zu erreichen. Sie werden es wieder nicht schaffen, weil die Vereinsführung viel zu abgehoben und ausschließlich kaufmännisch agiert und eigentlich von Fußball keine Ahnung hat. Was schön am HSV ist? Das Logo! Sonst aber gar nichts!
...Mesut Özil und seine Erziehungsberechtigten und Berater die gesamte Öffentlichkeit verarschen. Mit dem gebetsmühlenartigen Spruch: "Ich hab' Vertrag, den ich respektiere" führt er und seine erwachsenen Vormünder -respektlos seinem Arbeitgeber gegenüber- alle an der Nase herum. Gebt ihn doch einfach ab. Und Ruhe ist. Der TSV Gut Heil Bassen könnte ihn gut gebrauchen - immer die B75 lang, und weg is' er!
...der SV Werder Bremen sich bei der Rekrutierung von neuen Spielern regelmäßig gewaltige hausgemachte Probleme ins Haus holt. Scheinbar wird überhaupt nicht nach der persönlichen Reife und sozialen Kompetenz der Herren gefragt. Offensichtlich wird nur gefragt, ob er einen ordentlichen Bums hat und 'ne harte Rübe. Ob er teamfähig ist und eine sportliche mannschaftsorientierte Haltung hat, wird scheinbar nicht geprüft. Also, was ist zu tun, wenn solche verhaltensauffälligen Spieler eingekauft sind? Schickt sie doch vor Saisonbeginn erst einmal für 2 Wochen in die Erziehungsanstalt B'haus in der Neuenlander Straße 19a. Hier werden sie von den dortigen Jugendhelfern auf den richtigen Pfad gebracht. Hier können sie lernen, was Zucht und Ordnung ist!
...Rauchen und Sport sich überhaupt nicht gut vertragen. Obwohl - wie man hört, soll in den Halbzeitpausen beim TSV Gut Heil schon 'mal eine durchgezogen werden. Wie auch immer: fest steht, und das ist wissenschaftlich belegt, dass Sportler, die rauchen, im Endergebnis immer alt aussehen. Hingegen kann im Film ohne Probleme geraucht werden. Hier sind Raucher immer die Sieger - so jedenfalls sieht es Axel Brüggemann in seinem gestrigen Beitrag im Weser-Kurier. Er selbst raucht auch Kette, wie er offenbarte. Was macht der arme Hund nur, wenn er stundenlang ohne Pausen in einer Wagneraufführung in Bayreuth sitzen muß? Wahrscheinlich priemt er! Hat nicht Wagner selbst auch gepriemt? Wilhelm Petersen jedenfalls, unser ehemaliger Musiklehrer an der Mittelschule Achim, hat gepriemt. Dem entsprechend sah auch immer seine Geige und sein grauer Anzug aus. Aber: er war ein großartiger Musiker! Er spielte nämlich auch die Orgel in der Achimer Kirche.
09. August 2010
GIBT ES DENN KEINEN BREMER LOKALPATRIOTISMUS MEHR?
Ein Kommentar zur 3nach9-Moderatorinnenentscheidung
Von Josef Fellstein
Das ist einmal wieder typisch bremisch. Da wird eine neue Moderatorin für die Bremer Sendung 3nach9 gesucht, und wer wird genommen? Eine Auswärtige, und dazu auch noch eine Ostwestfälin!
Sind wir denn in Bremen nicht schon gestraft genug durch ostwestfälische Umweltsenatoren, durch ostwestfälische Jugendhelfer und durch ostwestfälische Spielplatztanten?
mehr dazu siehe hier bei PAARUNGEN
04. August 2010
Wegelagerei in der Pappelstraße
33,50 € für 350 Gramm Rotbarschfilet
Hier links: das ist der Chef der Bande von Wegelagerern und Wegelagerinnen der Pappelstraße in der Bremer Neustadt. Sie rotten sich morgens um 8 bei einer schönen Tasse Bohnenkaffee und einem krossen Käsebrötchen im Cafe Garde zusammen und legen ihre Strategien für die Überfälle auf die Autos der konsumwilligen Besucher der Pappelstraße fest. Die übelste Strategie, die sie gerne zur Anwendung bringen, ist dabei die "Abtauch- und Plötzlich-Auftauch-Strategie" - heimtückisch und hinterhältig.
mehr Wegelagerei hier bei Hirsch & Pirsch
Sonntag 25.Juli 2010
Notizen aus der Reihenhaus-Siedlung
Katharina Loewe berichtet aus ihrem neuen Wohnumfeld
Heute: Rasenmähen
Das bekannteste und beliebteste Geräusch in unserer Siedlung ist das Surren und Schnurren unserer Rasenmäher. Zu jedem ordentlichen Reihenhaus mit Terrasse gehört ein mehr oder weniger kleiner oder großer Garten hinten. Der Garten besteht in der Regel aus viel Rasenfläche, die gepflegt sein will, und links und rechts verschiedenes Angepflanztes. In einigen Gärten finden wir auch Goldfischbecken, Kartoffelfelder, Kürbiszüchtungen, Wein- und Hanfanbau, Kompostierungsanlagen und Baumbestand vor. Das Dominierende allerdings sind die Rasenflächen. Einige lassen Margareten und Disteln drauf wachsen, zum stillen Unbehagen derer, die einen gepflegten Zierrasen bevorzugen. Einige vertikutieren ihre Lieblingsflächen regelmäßig, damit ja nichts Unkrautartiges auf dem Rasen wächst, einige düngen und spritzen noch nach altbewährter Rasenpflegemethode.
Nur am Sonntag ist Ruhe, und zwischen 1 und 3, daran halten sich fast alle. Zu allen anderen Zeiten dringt das Surren und Schnurren der Rasenmäher von irgendwo her aus der Siedlung an unsere Ohren. Dabei können wir Reihenhäusler sehr schnell unterscheiden zwischen: Sense, Handrasenmäher, Kantenschere, Elektromäher, Benzinmäher, Sitzrasenmäher, Rasentrimmer.
Wir wissen in der ganzen Reihe immer, wer gerade aktiv ist. Besonders gerne beobachten wir, wie Johann von der Öko-Kommune hinten in Nummer 129 mit der altertümlichen Sense die verkrautete Rasenfläche alle 8 Wochen bearbeitet. Er "heut" quasi nach alter Bauernart. Er läßt alles liegen und trocknen, um dann das Heu nach 2 - 3 Tagen in seinen Karnickelställen zu verwenden. Bewunderung hegen wir auch für die traditionellen Handrasenmäher. Besonders beeindruckt sind wir von Otto von 111, der das Handrasenmähen quasi vor der gesamten Nachbarschaft zelebriert. Gummistiefel, kurze Hose, freier Rentneroberkörper. So schneidet er sein Grün in Fronleichnamsprozessionsschritten, 2 vor, 1 zurück. Er läßt nicht liegen, sondern harkt ebenso öffentlichkeitswirksam zusammen wie das Mähen selbst. Wunderbar der Mann. Kommen wir zu den Elektromähern. Dieses Surren und Schnurren, herrlich. Je nach Tonlage können wir identifizieren, wer welche Mäh-Leistungsklasse in Größe und in Watt sich geleistet hat. Die Luxusklasse fährt unsere polnische Nachbarin von Nr. 99, die ansonsten nicht grüßt und nachbarschaftlich kommuniziert. Einmal pro Woche mindestens fährt sie das Luxusgerät raus und zeigt allen, was ordentliche Rasen- und Gartenpflege ist, quasi die preußische Eigenlandschaftspflegevariante: Geometrisch mähen mit dem Rasenporsche, das aufgefangene Gras in eine verschlossene Graskompostanlage hinten, Kanten schneiden, dann mit dem Saug- und Blasgerät, das einen ohrenbetäubenden Lärm macht, alles von Blättern, Krümeln, Grasresten und allem Sonstigen, was sich noch auf dem Erdboden befindet, befreien. Erst aufsaugen, dann umschalten auf Freiblasen: alles an die Grundstückgrenzen oder direkt zum Nachbarn wegpusten. Zum Schluss noch die Fliesen und Platten kärchern. Alles sauber. Pico bello. Oder nehmen wir Olaf und Inge, die die ganze Woche außerhalb unserer Siedlung in einer anderen Stadt arbeiten und leben. Sie haben wohl 4-Tage-Woche. Auf jeden Fall sind sie immer Donnerstagabend wieder da. Und das Erste, was Olaf direkt nach der Heimkehr macht: Rasenmähen! Sofort Rasenmähen! Mit so einem kleinen Billigmäher, der aufjault wie ein geprügelter junger Hund. Und jedesmal, wenn der Auffangkorb voll ist, ausschalten, Gras zum Kompost bringen, wieder einschalten, aufjaulen, mähen. Da kann doch die polnische Nachbarin nur müde drüber lächeln. Über die beiden Benzinrasenmäher in 117 und 135 wollen wir uns gar nicht weiter auslassen. Allein schon, wenn dieser Benzingeruch für uns anderen verspürbar ist wie an der Tankstelle, wissen wir Bescheid. Gleich wird das Unding angeschmissen und dann rattert es wie eine Flugzeug-Propeller-Maschine über das Grün. Es wurde versucht nachbarschaftlichen Einfluss zu nehmen, ohne Erfolg. Aussage von 117: wer einmal Benzin und Öl an den Händen hatte, kommt nie mehr davon los. Na, sauber! Mit 135 ist überhaupt nicht zu reden, der schickt immer gleich seinen Riesenköter an die Tür.
Ich persönlich muss jetzt ja auch immer ran ans Grün. Mit dem geschenkten Elektrorasenmäher. Beim ersten Mal standen Heinz und seine Frau von nebenan am Zaun und schauten zu, ob ich es auch kann. Mutti, wie Heinz seine Frau nennt, fragte schnippisch herüber: Sagen Sie mal Frau Loewe, sie haben wohl vorher im Block gewohnt und noch nie einen Grashalm gesehen? Ich zu Mutti: Ja, da hatte ich wenigstens meine Ruhe. Da hat mir keiner auf die Finger geschaut! Mutti daraufhin zu Heinz: Heinz, komm rein, das müssen wir uns nicht bieten lassen!
Dienstag, 20. Juli 2010
Bullenhitze, Sonnenfluch, Sonnenflucht
von Josef Fellstein
Kaum, dass du die Augen aufmachst, siehst du doch nichts anderes mehr als Licht und Sonne. Die Hitze knallt bereits morgens um 7 in die Wohnung, nach dem Duschen bist du doch gleich wieder nass. Alle Türen und Fenster aufgerissen, um ja einen frischen Luftdurchzug an den Körper zu lassen. Aber, was kommt rein? Warme Luft! Ach, wäre man jetzt doch in der Toskana. Holzklappen mit diesen Lüftungsschlitzen vor den Fenstern schliessen, alles verdunkeln, Teppiche aufrollen, sich nicht bewegen, immer gut gekühltes Wasser oder ebenso gut gekühlten Wein in der Nähe haben, nichts essen und warten bis die Sonne untergeht. Urlaub im Toskanahaus kann so gehen: im Haus bleiben, nichts machen ausser verdunkeln und kühlen, von morgens 7 bis abends 9. Von der Toskana siehst du dann zwar nicht viel, aber immerhin bist du der mit 42° herunter knallenden Sonne ausgewichen. Aber, du bist ja hier nicht in der Toskana. Das hier ist schlichtweg Bremen, Norddeutschland, nahe des Nordpols. Und dann so ein Toskanawetter! Ein, zwei Tage - gut, das halten wir aus. Aber über mehrere Wochen ohne Holzklappen mit diesen Lüftungsschlitzen vor den Fenstern, bei festverklebtem Teppichboden in einer dreigeschossigen Wohnung, in der du immer hoch und runter musst, lauwarmes Vilsawasser con gas, kühler Wein erst am Abend - wie soll man das überleben?
Computerarbeit strengt an, Lesen strengt an, im Garten rumhängen oder den Schuppen mehrmals mit diesem streng riechenden Xylamon anstreichen bringt bei dem Wetter doch auch keinen Bock. Also, was tun? Ich habe mich heute für Flucht entschieden. Raus aus der heissen Vorstadt-Provinz, rein in die kühle weltoffene Innenstadt. Irgendwo ein Toskanaplätzchen suchen. Ich hab' s schnell gefunden. Eine meiner Lieblingsecken in Bremen, unter kühlenden und sonneabweisenden Ahornbäumen an der Schlachte zwischen Bürgermeister-Smidt-Brücke und Stephaniebrücke auf der Höhe Jugendherberge und Radio Bremen. Dort gibt es sogar schattige Bänke unten an der Weser, oben sitzt du entweder an der Mauer oder du trinkst im Sommergarten des Weserhauses ein bis zwei Tassen Kaffee und dazu ein bis vier eiskalte Aqua Minerale con gas. Das nenne ich Toskana! Naja, wenigstens für ein bis zwei Stunden, man muss ja schließlich wieder nach Hause. Nach Pusdorf! Essen kochen! Toskanische Spaghetti mit toskanischer Tomatensoße an toskanischem Büffelmozzarella. Ja, Büffel! Toskanischer Wasserbüffel!
Chiao Euer Josef Fellstein
Freitag, 18. juli 2010
Bayerisches Musikwunder
LaBrassBanda
Gestern Abend, besser gesagt: gestern Nacht vor der Glotze hängengeblieben. Nach der wiederholten Senta Berger als Frau Dr.Prohaschek, nach einem müden Frauenboxkampf, der bereits in der 3.Runde abgebrochen werden musste, weil die beiden Fliegengewichte mit den Köpfen zusammengerasselt waren und blutüberströmt im Ring umherirrten, nach einem ebenso müden Sportstudio im Zweiten mit unserer noch reichlich südafrikamüden Reichsparteitags-Müller-Hohenstein schon selbst reichlich müde noch ein wenig die Kanäle durchgezappt. Und dann: oh Wunder - zu mitternächtlicher Stunde kam endlich Leben in die Bude. Und zwar beim Bayerischen Rundfunk. Zuerst das Filmportrait dieser 5 Musiker aus dem Chiemgau, LaBrassBande: Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug, Gitarre, Vocal.
Sie bringen einen kraftstrotzenden Stilmix aus Funk, Soul, Mariachi, Punk, Dub, Ska, Balkan Beats und Bavarian Style auf die Bühne und versetzen jeden Club in Tanzlaune.
LaBrassBanda, 2007 gegründet, ist eine fünfköpfige Band aus dem Chiemgau. Binnen kürzester Zeit erspielten sich die fünf studierten Musiker mit ihren energiegeladenen Auftritten vom Chiemsee bis München, von Berlin bis London, vom Gardasee bis Marseille und von Avignon zurück nach Waging am See Kultstatus. Frei nach dem Motto "wer miteinander feiern kann, kann auch miteinander leben", bringt die Band ihr Publikum zum Tanzen.
Nach dem Portrait dann noch der Live-Mitschnitt eines Konzertes von LaBrassBanda im Krone-Bau in München. Das war der reine nächtliche Wahnsinn, was diese Jungs mit ihren Blechblasinstrumenten musikalisch herzaubern. Wunderbar! Bayerische Urtümlichkeit gemischt mit hochintelligenter jugendgemäßer Rockmusik - einfach Klasse! Ich glaube es war 01:30 Uhr, als ich mich überwand, die Kiste endlich auszustellen. Die Musik hat mich so gefesselt, dass ich darüber vergaß zu Bett zu gehen. Montag gehe ich gleich los und hole mir die neuste CD von diesen Bayern!
Und wenn die einmal live nach Bremen kommen sollten, dann bin ich sicherlich dabei!
Donnerstag, 15.Juli 2010
ANZEIGE
Die Initiative
zur Gründung der gemeinnützigen Gemeinschaftsstiftung
"Bremer Stiftung JUNO - Jugend in Not
Stiftung für Jugendhilfe und Bürgerschaftliches Soziales Handeln"
hat die Absicht, nach dem Ende der Sommerferien mit gezielten Aktivitäten und Aktionen den Stiftungsgedanken zu realisieren.
Die Stiftungs-Initiative sucht weitere fachlich qualifizierte und erfahrene Gründungsaktivisten / Gründungsaktivistinnen für die Bereiche:
a) Stiftungsrecht / Steuerrecht
b) Stifteransprache / Stifterakquisition
c) Fundraising und Mittelverwaltung
d) Jugendhilfe-Experten-Expertinnen
e) Soziale Projekt-Entwickler-Entwicklerinnen
f) Freiwillige, Bürgerschaftliche Mitarbeiter/innen
g) Persönlichkeiten als Berater / Beraterinnen / Beiräte
Bitte nehmen Sie bei Interesse
Kontakt auf zu dem Koordinator der Initiative
Ulrich Pelz (63) Dipl.Soz.Päd.i.R.
junoxx@gmx.de
www.junobremen.de
Mittwoch 14.Juli 2010
Buchtipp
Herrliches sommerliches Lesevergnügen:
Jose Saramago
DIE REISE DES ELEFANTEN
Hoffmann und Campe
1551: Der König von Portugal schenkt dem Großherzog von Österreich den Elefanten Salomon. Der Roman beschreibt auf herrlich ironische, melancholische und satirische Weise den Weg des Elefanten und seiner Begleiter über Land und Meer von Lissabon nach Wien
Freitag 9.Juli 2010
37° im Schatten bei Siemer
Mein Gott, wir gehen ein
Für uns Pusdorfer ist die grosse digitale Temperaturanzeige bei Elektro-Siemer gleich neben der wunderbaren Bäckerei, Konditorei und dem Cafe Schnaare bei der Haltestelle Rechtenflether Straße an der Woltmershauser Straße das Maß aller Dinge. Wir bestimmen unsere Temperatur nicht nach Kachelmann, der ja angeblich unschuldig im Knast sitzt, und auch nicht nach dem kleinen dicken Herrn Doktor West, dem der graue Anzug und die Fliege wohl angewachsen sind, - nein wir Pusdorfer kucken nach Siemer, wenn wir wissen wollen, wie warm oder wie kalt das draussen ist. Heute Mittag gegen 14 Uhr - man mag es nicht glauben: bei Siemer glatte 37° +. Das hält doch kein normales Schwein aus. Kein Wunder also, dass hier im Gebiet alle so viel Kleidung wie möglich abgelegt haben und halbnackt, wenn nicht sogar fast nackt, durch die Gegend rennen und vor lauter Schweiß nicht mehr wissen wohin damit. Alle Wischtücher in Kürze klatschnass, die Hemden und Hosen kleben nur so am Leib. Überall Salzablagerungen in der Kleidung, häßliche weiße Streifen überall - ekelhaft. Wohin soll das noch führen mit diesen Temperaturen? Sind das die Ergebnisse der letzten Klimakonferenz in Kopenhagen? Wir dachten doch, dass Maßnahmen ergriffen werden sollten, dass es auf der Erde kälter wird statt wärmer. Nichts davon ist zu spüren. Stattdessen kommt die Anzeige bei Siemer fast an ihre Leistungsgrenze, höher als 42° kann sie nicht. Dann ist ja sowieso Schluß - bei über 42 kippen wir Pusdorfer doch alle um. Also, nichts wie raus aus Pusdorf und irgendwo am Wasser ein kühles Plätzchen gesucht. Ich habe schnell eins gefunden: unter dem schönen Baum beim Haake-Beck-Wagen auf der Gartrenlokalfläche des Cafe Sand. Hier weht immer ein kühles Lüftchen von der Weser her, manchmal auch von hinten aus dem Kleingartengebiet. Nur? Alles leer beim Cafe Sand! Nur wenige Kinder plantschten im Wasser, einige Unentwegte verbrannten sich am Strand in der glühenden Sonne, einige Vernünftige, wie ich, suchten die Schattenplätze auf. Wo waren heute die ganzen anderen Steintorschen und Ostertorschen, die sonst in Massen das Areal bevölkern? Alle im Urlaub auf Malle bei 40°? Oder auf Kulturreise in der Toskana? Etwa Portugal bei 39°? Ich fragte die Chefin, ob sie eine Erklärung hätte. Ja, so die Chefin, die sind heute mal alle nach Pusdorf, wie sie gehört habe, weil es dort angeblich so schön heiß ist.
Kuck mal an! Dann waren das überhaupt keine Pusdorfer, die da halbnackt oder fast nackt durch Pusdorf rannten! Alles Fremde!
Freitag 9.Juli 2010
Gut gegessen
im Restaurant Weserhaus
Vom schattigen Plätzchen beim Cafe Sand geflüchtet zu einem schattigen Plätzchen an der Schlachte zum Mittagessen. Noch einen freien schattigen Tisch im vollbesetzten Aussenbereich des Restaurants Weserhaus unter Ahorn gefunden (oder sind es Platanen?). Mir im Rücken so berühmte Fernsehstars wie Ulla Hamann (Eisbecher/Tasse Kaffee) und mein Lieblingsmoderator von buten&binnen Andreas Neumann (Servelatwurst-Brötchen / Alster). Ein herrlicher Platz im Hochsommer. Schattenspendende Bäume. Ein frisches Lüftchen von der Weser her. Manchmal Braugerüche von drüben, von Haake-Beck oder Beck's, oder was die gerade im Kessel haben. Ich bestelle von der kleinen überschaubaren Mittagskarte:
EDELFISCH AN GEMÜSE UND REIS 6 €
Das war eine sehr gute Wahl, denn geliefert wurde ein gut gefüllter Teller mit zarten gedünsteten Fisch-Filet-Stücken (wahrscheinlich Steinbeißer), dazu eine angenehme helle Gemüsesoße mit Stücken vom Porree, von Sellerie und Karotten auf einem Bett von knackigem Langkornreis. Alles sehr lecker und leicht. Auch preislich offensichtlich eine neues Niveau im Weserhaus (zuletzt war ich im vorigen Sommer dort): Hauptgericht 6 €, Wasser 2 €, Tasse Kaffee 1,50 €. Prima!
6 von 7 möglichen Gummiadlern
Sonntag 04.Juli 2010
Pelz in Ost eingeliefert
Ulrich Pelz (63), Herausgeber dieser Nett-Wild-Zeitung, ist heute in Ost eingeliefert worden. Psychotische Fussballentzugssymtome. Er soll geistesabwesend stundenlang in der Programmzeitschrift geblättert haben auf der Suche nach den Spielen von heute. Die Hinweise, dass die nächsten Spiele erst wieder am Dienstag und Mittwoch sind, haben die Situation noch verschärft. Auch soll er immer wieder den Fernseher eingeschaltet haben, um zu gucken, ob nicht doch Fussball läuft.
Schlimm, so die Ärzte, das sei heute bereits der 359te Fall.
Donnerstag 01.Juli 2010
Gitarre trifft auf Klavier, oder:
Veteranentreffen mit Seele
Wader und Wecker in der Musical-Halle Bremen
Ulrich Pelz war als Veteran dabei, hier sein Kurzbericht
Sonntag 27.Juni 2010
Wenn das man kein schöner Juni-Sonntag im Reihenhaus wird!
Von Josef Fellstein
Die Sonne strahlt nur so vom Himmel herunter, die Johannisbeeren hinten im Garten sind erntereif, aus den Dunstabzugsschächten entfliehen herrliche Sonntagssossengerüche von Maggi und Knorr. Im eigenen Backofen brutzelt ein selbstgebackenes Mediterranes Brot mit Rosmarin, Oregano, getrockneten Tomaten und entsteinten Oliven sowie mit Salamistückchen vor sich hin. Alles ohne Zucker, für Diabetiker geeignet. Gegenüber strahlt und glänzt das neue knallrote Auto in der Mittagssonne, der stolze Neubesitzer poliert den Lack, vorme im Fahrerfonds ist der Deutschlandschal ausgebreitet - für nachher gegen England. Die Hunde werden zum Ablassen nach hinten an den Abschlussdeich geführt, ein Polizeifahrzeug fährt gemächlich Kontrolle. Wenn ich richtig gesehen habe, dann hatte der beifahrende Kollege Fenster runtergekurbelt, einen Fuss locker im Fenster und rauchte! Ja, er rauchte im Polizei-Fahrzeug!
Einige Häuser weiter polnische Stimmen, der Grill ist angeschmissen, dampfender Bauchspeck ist aufgelegt - die Rauchschwaden lassen alle Nachbarn in Windrichtung genüsslich am Bauchspeck partizipieren. Klassische Mittagsmusik vom Nordwestradio perlt über die Gärten, von gegenüber wird mit Rapmusik dagegen gehalten. Herrlicher Klangmischmasch. Was gibt es sonst noch Neues von heute? G-20 Gipfel in Kanada, kommt so wie so nix bei raus! Die Banken können weiter seelenruhig abkassieren und bescheissen! Wenn's schief geht, dann kommen die Steuerzahler für den Schaden auf. Der ADFC veranstaltet eine Tour nach Fischerhude über Bassen und Breitenmoor - wer hat denn schon Lust in einer Kolonne von 20 - 30 Mann Fahrrad zu fahren? Alle mit weisser Weste und Helm! Nee, du! England und Deutschland spielen 'mal wieder Fussball gegeneinander. Sie können so häufig spielen, wie sie wollen, für mich war der Ball damals - war es 66 - auf jeden Fall nicht drinne! Toni Turek hat ihn vor der Linie rausgehauen! Turek hin, Tilkowski her: Egal, was die heute spielen - wir backen auf jeden Fall heute noch eine schöne Badische Johannisbeertorte!
Rezept siehe hier: Gummiadler
Dienstag 22.Juni 2010
Chronik der angekündigten Französischen Tragödie
Südafrika - Frankreich
20. Minute
Südafrika geht 1:0 in Führung.
Kumano köpft aus kurzer Entfernung ein.
28. Minute
Schiedsrichter Fehlentscheidung.
Der kolumbianische Schiedsrichter Oscar Ruiz schmeißt Courcuff wegen eines normalen Fouls mit Rot vom Platz.
Frankreich nur noch mit 10 Mann.
wie es weiter geht - siehe Schwalben
Montag 21.Juni 2010
Beflaggung
Katharina Loewe hat nachgefragt
Hab' ich da etwas verpasst? Seit Tagen sind die Gebäude bei mir in der Nachbarschaft mit Deutschlandfahnen bestückt. Auch auf den Autodächern wehen überall kleine Deutschlandfähnchen. Selbst auf den Gepäckträgern von Fahrrädern habe ich sie entdeckt. Ja, einige Nachbarn haben sich direkt die Wangen verschönert und Deutschlandfähnchen draufgeschminkt. Die Kinder, und nicht nur die, rennen mit solchen Tröten durch die Gegend, die erbärmliche Töne von sich geben, wenn man reinpustet. Einige Männerkolonnen habe ich gesehen. Verkleidet mit riesigen Deutschlandhüten und einheitlichen Trikots mit obzönen Sprüchen drauf. Sie führen schwarz-rot-gold angestrichene Handwagen voller alkoholischer Getränke bei sich. Ja, ist denn schon wieder Vatertag? Oder wird der Tag der deutschen Einheit, der ja früher immer im Juni war, jetzt wieder gefeiert? Oder was ist los? Gab es eine Anordnung der Bundesregierung zur Beflaggung der Häuser, die ich möglicherweise verpasst habe und jetzt ein Bussgeld riskiere, weil ich nicht geflaggt habe? Feiert die Bundesregierung sich auf diese Art und Weise jetzt
wieder selbst, wie früher in den Zeiten vor 1945? Irgenwie habe ich da was verpennt! Ich bin raus gegangen und habe in der Nachbarschaft nachgefragt. Marlis sagte: "Das ist wegen der Regierung. Weil die jetzt das Sparprogramm haben. Die Armen sollen auch einmal was zum Feiern haben". Och was? Manfred überlegte kurz und meinte dann: "Das muss wohl was mit Horst Köhler zu tun haben, zu seiner Verabschiedung". Och, nö! Eine Schülergruppe, die gerade vorbei kam: "Flaggen, wo siehst du hier Flaggen?", oder: "Wegen meine Oma, die hatte gestern 90. Geburtstag!", oder: "Weil die scheiß Schule diese Woche zu Ende ist!" Die Vierte: " Wegen Lena, weil sie gewonnen hat!" O Gott. o Gott. Nun blicke ich überhaupt nicht mehr durch. Ich rief offiziell im Rathaus an, die müssen es ja wissen. Von dort kam die verbindliche Auskunft, dass Bremen zurzeit Bundeshauptstadt ist, weil Jens Börnsen ja bis zur Neuwahl Bundespräsident ist. Deshalb ist überall geflaggt. Ach so! Danke!
Donnerstag 27. Mai 2010
Die Angst vor'm Fliegen
Wie an das Beginnen die letzte Hand er gelegt, hebt selbst auf den beiden gefertigten Flügeln wägend der Künstler den Leib und schwebt im geschlagenen Luftraum. Weisung erteilt er dem Sohn und spricht: "In der Mitte des Weges, Icarus, bleib, dass nicht Wasser beschwere die Schwingen, wenn zu niedrig du gehst, zu hoch, sie versenge das Feuer. Fliege von beiden entfernt. Auch sieh nicht nach dem Bootes oder nach Helice hin und dem dräuenden Schwert des Orion. Halte die Bahn mir nach"
aus: Ovid / Metamorphosen / Achtes Buch / Daedalus und Icarus
Na ja, wir wissen ja, wie die Veranstaltung endete! Das macht nicht gerade Mut, soll ich doch in Kürze auch in den Luftraum aufsteigen. Zwar nicht mit selbstgebastelten Schwingen, aber immerhin auch mit so einem Fluggerät mit nur zwei Flügeln. Kann das denn gut gehen? Wie halten sich die Dinger da oben überhaupt? Ist nicht die Anziehungskraft der Erde größer als der menschliche Verstand? Was passiert bei Gewitter? Fragen über Fragen, die mich als potentiellen Flugreisenden seit Tagen, wenn nicht seit Wochen, bewegen. Stell' dich nicht so an, so der eine Ratgeber - mach' doch ein Flugangstseminar vorher, so der andere. Der dritte rät zu schweren Medikamenten. Die vierte Ratgeberin will beschwichtigen mit der lapidaren Binsenweisheit, dass auf dem Weg zum Flughafen mehr Unglücke passieren als im Luftraum selbt. Setz' dich ans Fenster, so der fünfte Ratgeber erst heute, und betrachte das Ganze als vorbeiflimmernden Film. Schön, schön. Und was ist, wenn der Film reisst? Ein Film reisst nicht! Gut, ich werde mich dem Experiment hingeben, werde mich als Versuchsflieger zur Verfügung stellen - aber: ich hab's ja gleich gesagt, wenn was schief geht. Ich hoffe dann doch zumindest, dass Axel Brüggemann, der so schön schreiben kann wie Ovid, mir im Weser-Kurier einen ausführlichen Nachruf liefert!
Ulrich Pelz
Mittwoch 26.Mai 2010
Spargelzeit: heute mit Morchel-Sauce
Pfingst-Besuch kommt, Menu-Empfehlung
1
Salat der Saison an hellbraunem, geschütteltem Balsamico-Öl-Dressing
2
Möhrencremesuppe
Möhren, Knollensellerie, Zwiebel, rote Paprikaschoten, Gemüsebrühe, Butter, trockener Weißwein, Thymian, Creme fraiche, Muskatnuss, Salz, Cayennepfeffer, Schlagsahne, Gorgonzola
Zubereitung:
alles gut durchkochen, zum Schluß durchsieben, Schlagsahne und Gorgonzola fein vermischen und zum Schluß als Suppenhaube nach Wunsch dazu geben
3
Stangenspargel an Morchelsauce mit kleinen Rosmarin-Kartoffeln aus dem Ofen und Saltimbocca-Scheibchen
guten Spargel von der Spargelbude entsprechend Mitessern, Bio-Sauce-Hollandaise vom Öko-Laden, wunderbare kleine getrocknete Morcheln von Fuchs (1 Stunde einweichen), kleine festkochende Kartoffeln, schieres Schweinefilet in kleine Scheiben schneiden und flach klopfen, Serrano-Schinken, große Salbeiblätter aus dem eigenen Garten oder aus der Gemüseabteilung.
Zubereitung ganz einfach:
- Kartoffeln in Öl im Backofen mit Rosmarin garen
- Spargel schälen und in Salzwasser garen
- die Saucen nach Packungsbeschreibung zubereiten, verfeinern
- die Fleischstückchen mit Schinken und Salbei bestücken, kurz in guter Butter braten, alles servieren
4
Eis mit Früchten
Guten Appetit und: Schöne Pfingsten
Freitag 21.Mai 2010
Fisch im Cafe Sand
geht das überhaupt?
4 von 7 möglichen Gummiadlern
Rotbarschfilet gebraten auf Senfsoße mit buntem Salat und Salzkartoffeln
Unser Wander-Redakteur kam am Mittag des 19.05. hungrig im Cafe Sand an und wollte eine Mittagsmahlzeit zu sich nehmen. Da er Fischliebhaber ist, entschied er sich gegen die vielfältigen Spargelvarianten und bestellte den Rotbarsch. Was daraus geworden ist, könnt ihr bei GUMMIADLER nachlesen:
Mittwoch 19.Mai 2010
Grüner geht's nicht!
Eine Foto-Wanderung von Pusdorf bis Cafe Sand
Der Grüngürtel links der Weser ist einfach herrrlich
Montag 17.Mai 2010
Pfingstausflug nach Bassen
Bäuerlicher Dorfkern ist einen Besuch wert
Einmal aussteigen und Landluft atmen in Bassen
Meistens rauscht man auf seinem Weg zu Dodenhof oder nach Ottersberg und Rotenburg auf der B75 durch Bassen durch.
Dabei lohnt es sich, an der Kreuzung bei Bischoff's Gasthof, von Bremen kommend, links abzubiegen und sich den alten Dorfkern rings um Blocks Huus herum anzuschauen. So sah es hier vor 50 Jahren auch schon aus, das Wesentliche, das Bäuerliche, ist hier noch zu einem großen Teil erhalten geblieben. Wenn der Hauptort Oyten inzwischen total verindustrialisiert ist, dann ist der Ortsteil Bassen, der früher übrigens selbständig war (langjähriger Bürgermeister: Albert Duhn), in seiner ländlichen, bäuerlichen Struktur erhalten geblieben.
Unser Tipp für den Pfingstausflug:
mit dem Auto: immer die B 75 Richtung Hamburg entlang
mit dem Fahrrad: Tenever-Meyerdamm-Bockhorst-Schaphusen-Bassen
mit dem Zug: Achim - dann 7 km-Wanderung nach Bassen
Tageswanderung: Linie 4-Borgfeld-Hexenberg-Fischerhude-Bredenau-Breitenmoor-Bassen
Bus: ab ZOB mit dem Rotenburger Bus
Ballon: Westwind - östliche Richtung fliegen - Achtung: Hochspannungsmasten und Windräder
Bassener Fotostrecke siehe hier bei FSFG Fenix 07
Mittwoch 12.Mai 2010
Sensation:
Das Rote Telefonbuch ist unversehrt zurück
Es ist tatsächlich in Arbergen aufgefunden worden. Wie es dahin gekommen ist, weiß der Geier!
Eine gewisse Claudia E. soll es zufällig im Bücherregal ihres Lebenspartners Axel B. aufgespürt haben. Zur Rede gestellt, wie dieses ungewöhnliche Buch in seine literarische Sammlung gelangen konnte, soll Axel B. nur gestammelt haben: "...das kann ich mir auch nicht erklären, vielleicht hat es Papa mir mitgegeben..." Wie auch immer. Das Rote Buch wurde per Päckchen von Claudia E. an die Redaktion zurückgeschickt. Dafür herzlichen Dank! Nun können wir auch wieder mit den Behörden telefonieren, obwohl, was soll's: ab morgen bis Sonntag haben die sowieso dicht.
Chinesischer Reissack in Hamburg umgekippt
Sonntag 09.Mai 2010
GROSSE NACHRICHTEN AUS DEM GROSSEN HAMBURG
u.a. 7.Platz für den HSV
Der riesige FC St.Pauli steigt in die 1.Fussball-Bundesliga auf
*
Zum größten Hafenfest der Welt kamen 60 Millionen Besucher
*
Das höchste Opernhaus des Erdballs mit den unglaublichsten Baukosten entsteht auf einem monumentalen Hamburger Speicher
*
Das bisher größte Passagierschiff aller Zeiten, die "Uwe Seeler" läuft regelmäßig wieder den Hamburger Hafen an
*
Ein stinkreicher Hamburger Pfeffersack hat jetzt in Blankenese die Elbe auf einem Abschnitt von ca. 3,4 km privatisiert
*
Der große ruhmreiche Hamburger Sportverein (HSV) erreicht den 7.Platz in der Bundesliga,das ist besser als der 8., 9. oder 10.Platz
*
Der größte Reissack, der jemals in einem Hafen verladen wurde, ist neulich in Hamburg umgekippt
Donnerstag 6.Mai 2010
heute kochen wir einmal wieder:
Nürnberger Gourmet-Pfanne a la Maxl Morlock
So aß die Nürnberger Fussball-Legende Maxl Morlock den Bayerischen Leberkäse am liebsten: als Fränkische Variante
Montag 3. Mai 2010
F & U am Sonntag
1. Mai-Demonstration auf dem Domshof in Bremen
Ulrich Pelz war seit langer Zeit einmal wieder da
Fehlte nur noch das kleine Riesenrad und der Happy Sailor und der Kleine Freimarkt wäre perfekt gewesen.
hier mehr lesen bei Pfau Pfünf
Sonntag 02.Mai 2010
Tanz in den Mai und Walpurgisnacht bei Heike und Marlene, oder: Frida Kahlo lässt grüßen
Katharina Loewe war bei einer Weiberfete eingeladen
Heike und Marlene sind zwei nette Freundinnen. Sie wohnen als 2er-WG in einer schönen großen Wohnung am Buntentorsteinweg, Höhe Deichschart. In diesem Jahr hatten sie zum Tanz in den Mai und zur Walpurgisnacht zu sich in die Wohnung eingeladen mit Überraschungsprogramm. Männer mussten, wie immer in unserem Freundinnenkreis, leider draußen bleiben.
mehr zum Hexenwahn hier bei Paarungen
Sonntag 02.Mai 2010
Tanz in den Mai und Maifeuer bei Schulz
von Josef Fellstein
Bei Schulz hinter der Erdbeerbrücke ist traditionell am Abend vor dem 1.Mai böse was los.
Montag 03.Mai 2010
Der Sort
Das Drama von Gelsenkirchen
Das Drama von sky
Es ist ja so gelaufen, wie wir uns das gewünscht haben. Und es ist ja auch schon alles an Bildern von dem Spiel gezeigt worden und alles ist in den Fußball-Talk-Shows besprochen worden: eine taktische Meisterleistung von Werder in der ersten Halbzeit und eine grandiose Spielshow in der zweiten Halbzeit mit einem genialen Özil.
Das Drama von Gelsenkirchen hat gar nicht auf dem Spielfeld stattgefunden, sondern im Privat-Fernseh-Sender sky. Reporter: Marcel Reif. Werderhasser Marcel Reif. Das ist doch seit Jahren bekannt, dass dieser vom 1.FC Kaiserslautern abstammende und blind den FC Bayern liebende „Fussballreporter“ Werder bei jeder Gelegenheit klein und schlecht macht.
Er sitzt im Stadion und sieht, wenn Werder spielt, ein anderes Spiel. Es ist dann 1 dreiviertel Stunden eine Qual für jeden auch noch so objektiven Werderanhänger. Die andere Mannschaft spielt immer besser bei Reif, die Fouls der anderen Mannschaften sind keine bei Reif, die Elfmeter gegen Werder sind bei Reif alle berechtigt – obwohl, wie in diesem Falle Höwedes den Ball zuerst mit Handspiel mitnimmt, um dann Mertesacker ins Geschirr zu laufen. Und dann stundenlang Reif, später pustet Magath ins gleiche Horn: Wenn der Elfmeter für Schalke gegeben worden wäre, dann hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen. Wie lächerlich. Und noch lächerlicher die Wortreaktionen von Reif, als Werder das 1:0 und später das 2:0 hinlegte: Jetzt haben sie auch noch Glück, jetzt haben sie auch noch Dusel, obwohl Schalke auch in der 2.Halbzeit das Spiel bestimmt.
Glück wäre für uns Bremer, wenn sky sich entschließen könnte, Herrn Reif Werderverbot zu geben. Sonst, liebe sky-Leute, müssen wir Bremer uns überlegen, ob wir nicht unsere sky-Verträge kündigen. So jedenfalls geht das nicht weite!
Donnerstag 29.April 2010
Führerschein mit 17
Der Bundesverkehrsminister plant die bundesweite Einführung des Führerscheins mit 17 ab 1.1.2011. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht? Josef Fellstein - er kann im übrigen wieder sehen und schreiben - hat sich einmal aufgemacht und die jungen Leute selbst nach ihrer Meinung zu dem Vorhaben befragt. In einem randständigen Stadtteil von Bremen hat er Jugendliche zwischen 14 - 16 auf der Straße nach ihrer Meinung gefragt.
Hier sind die Antworten der zukünftigen Verkehrsteilnehmer
Dienstag 27.April 2010
Sport
Werder will den 3.Platz
Fotostrecke vom Training am 27.April 2010
Kinder-Zaungast: "Schalke hau'n wir weg"
siehe hier Schwalben
Freitag 23.April 2010
Kultureller Verfall in der Neuen Vahr
VahrPlan soll eingestellt werden. Ein Stadtteil verkümmert
Erst geht Peter zu Klampen, ein längjähriger, verdienter Mitarbeiter des Bürgerzentrums Vahr aus Altersgründen in Pension, dann soll jetzt auch noch die von ihm über 10 Jahre redaktionell betreute Stadtteil-Zeitung VahrPlan eingestellt werden. Der VahrPlan wurde zweimonatlich herausgegeben und kostenlos an alle mehr als 10.000 Haushalte in der Neuen Vahr verteilt. Die Verteilung wurde seit dem Jahre 2000 von den Vahrer Maulwürfen, einer Unterorganisation der Bremer Maulwürfe, die widerum eine Unterorganisation des Bremer Vereins für Jugendhilfe und Soziale Arbeit war, organisiert. Wie die Nachfolgeorganisation des Bremer Vereins heißt, und wie die Verteilung des VahrPlan in letzter Zeit organisiert wurde, ist der Redaktion von F&U unbekannt. Wie auch immer, mit der Einstellung des VahrPlan verliert ein Stadtteil mit 30 - 40.000 Einwohnern eine weitere kulturelle Säule. Und das alles wahrscheinlich nur aus Gründen der Mittelverknappung im WiN-Haushalt und aus Gründen der Phantasieverknappung bei den vielen Stadtteil-Aktiven in der Neuen Vahr. Man kann den Stadtteilverantwortlichen dort nur wünschen, dass sie die Lage dort weiter im Griff behalten. Vielleicht gibt es ja einen neuen Aufschwung im Stadtteil, wenn der Film zum Buch von Sven Regner "Neue Vahr Süd" abgedreht ist. Allerdings: über die wahren Probleme der Neuen Vahr seit Gründung vor ca. 50 Jahren steht in dem Buch von Regner ja fast nichts drin.Es muss wohl noch ein Buch mit dem Titel "Neue Vahr Nord" folgen, um das wahre Gesicht des Stadtteils zu zeigen!
Sonntag 25.April 2010
SONNTAGSBLATT bleibt leer
Katharina Loewe hat sich auf dem Weg zur Kirche heute früh bei einem Fahrradunfall schwere Verletzungen an beiden Händen zugezogen und kann nicht schreiben.
Sie kollidierte mit einem anderen Radfahrer, einem so genannten bekennenden "Freien Radikalen", dem alle Verkehrsvorschriften völlig Piepe sind. Sie fuhr mit ihrem schicken neuen Ergo-Fahrrad korrekt auf der richtigen Seite und wurde von dem falsch fahrenden, entgegen kommenden Radikalen bei hohem Tempo gestreift und musste den folgenden Sturz mit beiden Händen abfedern, wobei sie sich schwere Schürfwunden an den Händen und an den Knien zuzog. Der Freie Radikale beging Radfahrerflucht. Katharina Loewe hat nach dem Besuch des Gottesdienstes, zu dem sie gerade noch rechtzeitig in der Kirche eintraf, Anzeige erstattet. Als einzige Wahrnehmung konnte sie der Polizei mitteilen, dass der Radikale hinten an seinem Schutzblech wohl einen Aufkleber mit der Aufschrift ADFC oder so ähnlich kleben hatte.
Mittwoch 21.April 2010
F & U am Sonntag
die Sonntags-Alternative zu BamS und WamS
Unsere Mitarbeiterin Katharina Loewe und unser Mitherausgeber Josef Fellstein bereiten die Herausgabe einer regelmässigen, mittelmässigen Sonntagsausgabe vor. Allerdings ist vor 13:00 Uhr an den Sonntagen mit Beiträgen nicht zu rechnen, da die Eine am Vormittag erst einmal zur Kirche geht, und da wir bei dem Anderen nicht sicher sind, ob er überhaupt vor dem Mittagessen aus dem Bett zu kriegen ist. Er macht gerne die Nacht zum Tage, besonders an den Wochenenden.
9.April 2010
Nach langer Zeit einmal wieder: Oper
Don Giovanni
Katharina Loewe hatte sich feingemacht
Katharina Loewe war lange Zeit nicht mehr in der Oper. Am letzten Freitag war es wieder einmal soweit. Sie war im Don Giovanni im Theater am Goetheplatz. Sie hatte sich dafür extra ein neues Abendkleid gekauft, wie es sich ja wohl gehört für die Oper. Ob es sich gelohnt hat, das erfahren wir am Montag, oder vielleicht auch erst am Dienstag. Kommt ja auf einen Tag nicht an. Immerhin wollen 3 ein Viertel Stunden Theatererlebnis nachdenklich und gründlich verarbeitet werden.Auch will sie sich, wie sie ankündigte, ausgiebig mit der Frage beschäftigen, weshalb im Bühnenbild immer wieder in Großbuchstaben der Name PELZ auftauchte. Wir sind gespannt.
hier ist der Bericht von Katharina Loewe
16.April 2010
Neue Serie
GESCHÄ'FTS- UND GENUSSMEILEN IN BREMEN
1. Folge
Woltmershauser Strasse in Woltmershausen
6 von 7 Gummiadlern für Frau Schnaare
7 von 7 Gummiadlern für Altun
+ kik jetzt in Pusdorf - gibt es da etwas zu essen?
endlich wieder ein Chinese in Pusdorf!
12. April 2010
Heimatsport
Bezirksliga 3 Lüneburg
TSV Gut Heil Bassen - FC Verden 04 1:0
Torschütze: Hassan Al-Zein (30.Min.)
Bassen hat bis zum Umfallen gekämpft
und war klar besser, jetzt auf Platz 7
Werder Bremen hat jetzt einen Hubschrauber.
Er soll noch grün-weiß angestrichen werden. Mit dem Helicopter können zukünftig kurzfristig Spieler eingeflogen werden, die zu Hause am Fernseher sitzen, und die darauf lauern, selbst in das Spiel eingreifen zu können, wenn es einmal schlecht läuft für Werder. Kurzer Anruf - und schon fliegt er los. Die Träumer werden dann direkt, nachdem sie sich schnell in der Flugkabine grün-weiß eingekleidet haben, über der Stadion-Spielfläche abgeseilt. Wie die Werder-Presseabteilung mitteilte, sollen sich bereits ca. 3000 Helicopter-Spieler angemeldet haben. 75% davon sollen 50 - 70jährige Männer sein, die ganz früher einmal Kreisklasse und Bezirksklasse gespielt haben, unter anderem beim TSV Gut Heil Bassen. Andere sollen noch nie in ihrem Leben einen Fußball berührt haben.
Anfausten beim ATSV Habenhausen
Es geht wieder los auf den Faustballfeldern. Beim ATSV Habenhausen war letzte Woche bereits Anfausten. Diese Saison will sich der ATSV nicht mit der Norddeutschen Vizemeisterschaft zufrieden geben. In diesem Jahr soll es die Meisterschale sein, und zwar nicht nur die Norddeutsche, sondern die Gesamtdeutsche.
10.April 2010
Die stille und die schrille Ästhetik Bremer Kinder-Spielplätze
Eine Foto-Galerie von Josef Fellstein
Josef Fellstein ist nach dem Zufallsprinzip auf vier Kinderspielplätze gegangen und hat dort Fotos gemacht. Er war auf einem Platz in Gröpelingen, auf einem Platz in der Neustadt, auf einem Platz in der Neuen-Vahr und auf einem in Woltmershausen. Es war Freitagnachmittag. Alle vier Plätze waren frisch geharkt, gefegt, gereinigt - also tipp topp gepflegt. Über den ästhetischen Zustand machen Sie sich bitte selbst ein Bild anhand der Bilder von Fellstein, oder gehen Sie doch einfach einmal spaßeshalber wieder selbst über einen Spielplatz in Ihrer Nachbarschaft mit der Frage: würde ich selbst Lust haben hier zu spielen, oder: würde ich meine Kinder hier spielen lassen?
hier die Fotos auf der Seite Pfau Pfünf
07.April 2010
Hilfe, mein Behördentelefonbuch ist weg
Ich hatte einmal ein schönes rotes Bremer Behördentelefonbuch. Zuletzt hatte ich es im Bamberger Haus in der Hand. Das muss so im November / Dezember des vorigen Jahres gewesen sein. Auf jeden Fall lag Schnee. Jetzt blühen die Narcissen und Forsithien, von meinem Roten Buch aber weit und breit keine Spur. Ist es in Arbergen gelandet?
06.April 2010
Sehr gut gegessen im
SCHÖNES WETTER
6 von 7 möglichen Gummiadlern für
Restaurant "Schönes Wetter"
05.April 2010
Irreführende Endzahlen
eine Ermittlung von Katharina Loewe
Überall begegnen wir ihnen: diesen 2stelligen Zahlenpaaren als Anhänge an Firmennamen, Vereinsnamen, Vornamen oder Familiennamen. E-Mail-Adressen und Internetseiten werden damit bestückt, ebenso T-Shirts und Aut0kennzeichen. Aha, denken wir bei der Begegnung mit den augenfälligen Phänomenen, das Gründungsjahr, das Geburtsjahr, das Alter oder die Hausnummer. So dachte ich bisher auch immer. weiterlesen FUGELFREY
06.April 2010
OSTEREREIGNISSE
- in Habenhausen wurde aus Protest gegen die absolute Verletzung aller ästhetischen Gefühle mit hartgekochten Ostereiern auf das so genannte "Ostereier-Haus"geworfen
- in Oyten wurde am Ostersamstag von der Oytener Ostermarschbewegung direkt am Oytener Berg die Durchfahrt des Busses mit dem Marine-Musik-Corps aus Wilhelmshaven auf der B75 nach Sagehorn durch eine Sitzblockade gestoppt. Unter dem Protestmotto: "Keine Militarisierung des Landkreises Verden" sollte ein Auftritt der Militärmusiker auf dem Hof von Lueßens Altenpension verhindert werden. Der Bus nahm die holprige Fahrt über Meyerdamm in Kauf.
- in Woltmershausen ist dem Rentner K. beim Frühstücken Eigelb auf's weiße Feinripp-Unterhemd getropft. Er ißt nämlich nur weiche Eier, maximal 3,5 Minuten weicheiig gekocht.
29.März 2010
NEUES VOM TSV GUT HEIL BASSEN
Das war gar nichts
von unserem Sportberichterstatter Josef Fellstein
Das war gar nichts, was der TSV am Sonntag beim Rotenburger SV II ablieferte. Nach einer außérordentlich schwachen Auswärtsleistung unserer Bassener hieß es am Schluß 2:1 für die Rotenburger.
bei Schwalben mehr lesen
26.März 2010
Seltene Vögel
heute: Adrian Quellhorst, Versagenstherapeut
Das Gespräch mit Herrn Quellhorst führte unsere Sonderredakteurin Katharina Loewe
Katharina Loewe: Hallo Herr Quellhorst, ich begrüße Sie und muss Ihnen gleich am Anfang unseres Gespräches gestehen, dass ich ziemlich „viel Schiss“ vor diesem Gespräch habe, weil ich gar nicht weiß, ob ich es durchhalten werde, und was hinten dabei heraus kommen soll.
25.März 2010
Admiral-Brommy-Wanderung
Foto - Wanderung
Bahnhof Burglesum - Vegesack über Knoops Park
23.März 2010
Ei-Zeit
Es wieder so weit. Ostern naht und die Eier haben Konjunktur. Nach dem langen Winter warten die Gewächse in den Vorgärten direkt darauf, mit allerlei buntem Eiwerk behängt zu werden. Egal, ob Nordmanntanne, Korkenzieherhaselnuß, Forsythie, Lebensbaum oder Ahorn: das Eiförmige muß in die Pflanze, noch vor dem ersten Austrieb.
19.März 2010
Rauchen - früher und heute
von Josef Fellstein
Was haben wir doch früher frei gequalmt! Bis die Gardinen gelb waren und die Kinder freiwillig nach draußen liefen, um frische Luft zu schnappen. Mit und ohne Filter. mehr Qualm bitte
17.März 2010
2 Rollen Absperrband in Bremen gefunden, oder: Honigpumpe am Arbeitsplatz
Von unserer Kunstredakteurin Katharina Loewe
Plötzlich lagen sie vor mir. 2 niegelnagelneue Rollen rot-weißes Absperrband, in Höhe Osterdeich / Altenwall. Nun kann man fragen: Ja, und? Was interessieren 2 Rollen Absperrband? Wird wohl jemand verloren haben! So einfach wollte ich mir die Sache aber nicht machen, zumal mir spontan einfiel, dass rot-weißes Absperrband ja wohl eine enorme gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung hat.
16.März 2010
Bratwurstprovinz
Werder gegen Osnabrück
Werder II gegen den VfL Osnabrück, 3. Liga, abends um 19:00 Platz 11.
Tausende Osnabrücker Anhänger, zum Teil mit Kleinkindern, reisen an, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Auch ein Woltmerhausener hat sich auf Platz 11 verirrt. Spielbericht
16.März 2010
3.Liga, oder: Schwarze Sau
Wie kann man sich nur 3.Liga anschauen?
So mancher rümpft die Nase, wenn man sich dazu bekennt, ein Freund der 3.Liga zu sein. Siehste, so heißt es, ich hab's ja schon immer gewußt: er ist und bleibt einfach nur 3.Liga. Oder: für die Spiele der 1. reicht wohl das Taschengeld nicht. Andere wiederum wundern sich, wie man so bekloppt sein kann, sich bei Wind, Wetter und Kälte in dieses zugige Stadion Platz 11 zu stellen. Das ist mir alles egal. Ich gehe heute wieder hin. 19:00 Uhr gegen den VfL Osnabrück, den Tabellenführer. Da ist alles noch so schön überschaubar und authentisch. Man hört noch, wie die Knochen knacken bei den Fouls, man sieht original die blutenden Nasen. Man kann dem Schiedsrichter nach seinen Fehlentscheidungen etwas Unanständiges zurufen, was er dann auch noch im Original hört, die "schwarze Sau".
Ich gehe hin. Und meistens gewinnen unsere, wenn ich da bin. Heute hauen wir die Osnabrücker mit 3:2 weg, auch wenn die 5000 Fans mitbringen. Morgen Bericht und Fotos.
Ergebnis: 0 : 1
verdient für den VfL Osnabrück, den AC Florenz Niedersachsens
15.März 2010
Onkel Willi erzählt
Onkel Willi erzählt...
…und unsere Heimatzeitung druckt es.
Schön und gut: jeder hat das Recht Bücher zu schreiben, uninteressante Internetseiten zu gestalten (siehe diese hier) oder von zu Hause zu erzählen. Die Frage ist doch aber, ob die Heimatzeitung, für die viele tausende Kunden teures Abo-Geld bezahlen, diese persönlichen Ablässe, bevor sie beispielsweise als Buch heraus kommen, vorab seitenweise abdrucken und den Lesern zumuten müssen. So geschehen jetzt mit dem Buch von Onkel Willi Lemke: Ein Bolzplatz für Bouake‘.
12.März 2010
Lars im Nordwest-Radio - "Scheiße gebaut"
von Katharina Loewe
Gesprächszeit von 9 - 10 morgens im Nordwest-Radio, Frequenz 88,3.
Einmal gesendet, dann mindestens 7 - 13 Wiederholungen im Laufe des Jahres.
11.März 2010
Kulturverfall in der Bremer Internet-Kommunikation
von Katharina Loewe
Es rauscht im Bremer Äther. Eine Unzahl von E-Mails, elektronischen Kommentaren und Anzeigen fliegen unkontrolliert und chaotisch durch die Gegend. Die Absender und Absenderinnen der Botschaften können ungezügelt mit allem um sich werfen, was die Tastaturen so hergeben. Als Empfängerinnen und Empfänger der Botschaften anderer widerum sind sie deren Wurfgeschossen ebenfalls wehrlos ausgesetzt.
10.März 2010
Alles im Griff / Giros / Nana Mouskouri / Katharina Loewe
Die Senatorin hat jetzt einen Zwischenbericht zum Thema Kinder und Jugendliche in Not herausgegeben. Mit dem neu eingerichteten Jugendschutztelefon habe sie jetzt alles im Griff. Der Bericht soll demnächst veröffentlicht werden.
Giros und Nana Mouskouri bleiben griechisch
In den vergangenen Wochen gab es die Hoffnung, dass Griechenland zum 17.Bundesland der BRD erklärt werden würde. Angela Merkel hatte den griechischen Ministerpräsidenten bereits nach Berlin beordert, um alles klar zu machen. Herr Papandreou konnte den Plan der Integration Griechenlands in die Bundesrepublik Deutschland aber noch einmal abwenden. Er erklärte, dass Nana Mouskouri ihm mit auf den Weg nach Berlin gegeben habe, dass sie keine Lust habe, wieder deutsche Schlager zu singen. Und gegen das Votum von Nana könne er nicht einfach sein Land verkaufen. Auch die Vorschläge im Hinblick auf den deutschen Kauf einzelner griechischer Inseln musste er zurückweisen, da die Inselbewohner auf Nachfrage erklärt haben sollen, sie wollten weiterhin Sirtaki tanzen und nicht Deutsche Polka. Auch Otto Rehhagel, so der Präsident, habe ihm abgeraten. Otto soll gesagt haben: Wir (damit meint er die griechische Nationalelf, Anm. der Redaktion) spielen am besten, wenn der Gegner nicht da ist.
Vorschau 11.März 2010
unsere neue Redaktionsmitarbeiterin
Katharina Loewe, die älteste Tochter von Herta Loewe,
will hier morgen ihren ersten Redaktionsbeitrag abliefern.
09.März 2010
Sparvorschläge
Nun wird es ernst für Bremen. Es muß einmal mehr eine kräftige Haushaltsbremse gezogen werden. Damit der netten und bemühten Finanzsenatorin das Lachen nicht vergeht, hat sich die F&U-Redaktion ernsthafte Gedanken gemacht, an welchen Ecken und Enden in Bremen gespart werden könnte.
Hier sind die Vorschläge der F&U-Redaktion zur Sanierung des Bremer Haushaltes: mehr lesen bei Vogelperspektiven
08.März 2010
Unser Dorf soll schöner werden
Im Stadtteil-Kurier Links der Weser unserer Bremer Zeitung steht es heute drin: Mit unserem Thema gehen wir offensichtlich den Neustädterinnen und Neustädtern auf die Nerven. So oder so ähnlich soll es eine Vertreterin der Neustädter Stadtteilgruppe der Grünen zum Ausdruck gebracht haben. Worum ging es? Um einen Themenabend der Neustädter Grünen zu drängenden Problemen der Neustadt. Wie viel Auto verträgt die Neustadt? Und was waren dem Bericht zu Folge die Antworten der Grünen? Weniger ist mehr! Gute Luft in Bremen durch das Klimaschutzprogramm 2020! Mehr Carsharing! Geschwindigkeitsbegrenzungen! Installation von diebstahlsicheren und bequemen Fahrradständern! Einsteigen und Umsteigen! Schnee von den Fahrradwegen auf die Autowege fegen! Kürzere Wege als 6 km zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen! Fahrradbügel beantragen! Nasse Schuhe beim Amt für Straßen und Verkehr abgeben! Oder so ähnlich!
Dazu wurde heute folgender "Leserbrief" an die Redaktion des Stadtteil-Kuriers geschrieben: mehr lesen bei Hirsch & Pirsch
08.März 2010
Mist, verpasst!
Cecilia Bartoli
Was für ein Ärger. Sie hat am Samstagabend in der Glocke ein Konzert gegeben und ich hab's als ihr größter Fan verpasst. Es soll einmal wieder sehr schön gewesen sein. Ich habe mich statt dessen zur gleichen Zeit auf einer Neustädter Zusammenkunft an Neustädter Feinstaub und an Neustädter Fahrradideologien erbauen dürfen. Hinterher kam ich mir geistig ziemlich kastriert vor. Gegen dogmatische Ideologen ist kein Kraut gewachsen und es hilft wohl auch kein "Messerchen", egal ob sie rot sind, oder braun, oder grün - in Mode ist neuerdings auch wieder dieses menschenverachtende,selbstverliebte blau-gelb.
Schade, das wäre ein schöner Abend gewesen in der Glocke.
Mein Trost: ich habe die CD seit Wochen und habe sie mir jetzt beim Schreiben noch einmal wieder angehört:
SACRIFICIUM, Cecilia Bartoli, Il Giardino Armonico, Decca
EVVIVA IL COLTELLINO
04.März 2010
Rostock
von Josef Fellstein
Fellstein war in Rostock, was immer er da auch wollte.
Für morgen, 05.03.10., ist sein Bericht vorgesehen.
Unter anderem will er über den Stasi-Knast Hermanstraße 34b berichten und über DDR-Eisbrecher - nein, nicht Eisbecher!
05. März 2010
Fellstein kam nicht klar mit seinem Bericht. Der wird wohl erst nächste Woche kommen.
Er hat aber auch geknippst.
Hier sind ein paar schöne Fotos von Rostock und Warnemünde / Der Wiedehopf
01.März 2010
Habt ihr das gesehen?
Canada-USA
Mir wird in den nächsten Tagen wieder alles so leer vorkommen. Das gleiche Gefühl wieder wie immer nach großen Sportereignissen, die rund um die Uhr im Fernsehen übertragen werden, und die dann nach zwei, drei - ja manchmal sogar erst nach vier Wochen plötzlich und unverhofft zu Ende sind. hier gehts weiter Schwalben
26.Februar 2010
Skandal um Bremer Insolvenzverwalter
Darf sich ein Insolvenzverwalter in einem laufenden Verfahren mehr als 14 Mio Euro in die eigene Tasche stecken? Der Fall eines Bauunternehmens in Ostfriesland, bei dem ein Bremer Insolvenzverwalter eingesetzt wurde, zeigt einen skandalösen Umgang Macht, Möglichkeiten und Moral. Dazu ein Gespräch mit dem Insolvenzexperten Hans Haarmeyer.
(Radio Bremen, buten und binnen am 25.02.2010)
schaut euch das doch einmal an: 25.02.10
hier: http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/bubiindex100.html
Gestern haben wir uns noch den A.... abgefroren, und heute: Plötzlich Sommer! Ist das jetzt endlich der vieldiskutierte Klimawandel. Wird er wohl sein. Am Südpol fingen die Pole heute auch an zu schmelzen. Ein 90 qkm großer Eisberg, so groß wie Luxemburg, soll abgebrochen sein und Richtung Australien driften. Ich habe drei frische T-Shirts durchgeschwitzt heute, das ist doch Wahnsinn. Wie wollen wir diesen globalen Klimawandel nur stoppen? Wir können doch Ende Februar nicht schon unbekleidet herumlaufen. Oder können wir doch? Die Holländer machen es uns doch vor. Gestern habe ich im Stadion eine ganze Gruppe von oberkörperunbedeckten Holländern gesehen. In Enschede ist es wohl schon in den letzten Tagen sehr warm gewesen, und die dachten wohl, dass es bei uns ist wie in Holland. Ist es aber nicht! Sieht man doch am Ergebnis.
25.Februar 2010
Nix gesehen
Botticelli in Frankfurt
von Josef Fellstein
Gestern wollte ich mir einmal etwas Gutes antun und mich kunstmäßig betätigen. Ich war in Frankfurt, um mir die so hochgelobte Botticell-Ausstellung anzuschauen.Wäre ich man zu Hause geblieben! Das fing ja schon am Bremer Bahnhof an. Glaubt ihr denn etwa, daß der fahrplanmäßige ICE nach Hannover bereitgestellt war. Immer noch nicht. Weiterhin Wartungsprobleme mit den Dingern. So also hinein in den Regionalexpress. Milchkannen wurden in Achim, Verden, Eystrup, Nienburg, Neustadt am Rübenberge und in Wunstorf zugeladen. Ab Hannover dann ordnungsgemäß weiter mit dem Hamburger ICE nach Frankfurt. Vom Frankfurter Bahnhof dann gleich direkt hin zum Museum Städel auf die andere Mainseite. Schock lass nach! 150 m Warteschlange bei Sauwetter vor dem Kassencontainer draußen - 1 Stunde kalte Füße vor dem Kunstgenuß. Und dann: von wegen Kunstgenuß. Ein Geschupse und Gedrängle der Kunstliebhaber. Es waren viel zu viele Menschen auf einen Schlag in dem verhältnismäßig engen Haus. Und dann ich mit meinen 1,67 - nicht Promille, Körpermeter! Vor mir die ganzen eleganten großen Damen und Herren Kunstliebhaber mit dem Führer in der Hand, einige sogar noch mit Hut.
Ein Genuß war es für mich jedenfalls nicht, von Botticelli konnte ich nur Fragmente wahrnehmen. Und dann die ganzen bildungsbürgerlichen Kinder zwischen 2 - 14, die widerwillig von ihren kunstbeflissenen Müttern und Vätern durch die Hallen geschleppt wurden - schrecklich!
Ich bald wieder raus aus dem Kunsttempel und ersteinmal hinein in den erstbesten Äppelwoi-Schuppen in Sachsenhausen. Lecker so eine echte Frankfurter grüne Soße mit Kartoffeln und danach einen echten Frankfurter Handkäs mit Musik - und dazu ein schönes Beck's! Das war Genuß!
(Josef Fellstein)
24.Februar 2010
Guido hat's erwischt
Die Möwen kommen zurzeit in Scharen in die Städte. Sie neigen zu unkontrolliertem Ablassen der Exkremente im freien Flug. Dabei kann es schon einmal passieren, dass orientierungslos umherlaufende freie Demokraten Zielscheibe des Möwenablasses werden. So hat es heute früh Guido erwischt, der selbst noch in den letzten Wochen und Tagen Exkremente über Hartz-IV-Empfänger ausgeschüttet hatte. So ein Pech aber auch! Oder wollen wir von Glück reden? Vogelschiß am Kragen soll ja Glück bringen. Hört Guido jetzt glücklicherweise womöglich auf mit seinen Hetztiraden gegen arme und benachteiligte Mitbürger. Und merken die Wähler jetzt endlich, was sie sich da eingewählt haben?
23.Februar 2010
Mensch Margot!
Es hat keinen Sinn: egal ob du Sozialpädagoge, Lehrer oder Ratsvorsitzende der EKD bist - besoffen ans Steuer wird teuer. Irgendwann erwischen sie alle Sünder und Sünderinnen. Es gibt doch nur eine Lösung es zu verhindern: Den Autoschlüssel vor dem Besäufnis abgeben bei der Heimleitung, im Schulsekretariat oder beim Küster. Und für die Fahrt nach Hause Bus, Bahn oder Taxi nehmen. Auf gar keinen Fall den Dienstwagen nehmen und selber fahren - bei der Polizeikontrolle hilft dann bei 1,5 auch der Chef ganz oben nicht mehr! Mensch Margot! Was war denn los? Hast du etwa heimlich den ganzen Abendmahlswein ausgesoffen?
Kopfwäsche reicht nicht!
Mein Gott, was ist denn nur los bei den Katholiken? Eine Entschuldigung für sittenwidriges und rechtswidriges Verhalten folgt der nächsten. In den Sakresteien und Bischofsresidenzen werden durch die Chefs Kopfwaschungen bei den Untergebenen vorgenommen. Reicht das denn aus? Müssen jetzt nicht endlich strukturelle innere Veränderungen vorgenommen werden? Wie stehts mit dem Zölibat? Muss das nicht weg?
Wie stehts mit einer zeitgemäßen Sexualaufklärung für Priester, Lehrer und Bischöfe? Oder muss nicht möglicherweise der gesamte Verein aufgelöst werden? Bei anderen privaten Schulanbietern wären bei den vorgekommenen Schweinereien die staatlichen Schulaufsichtsbehörden jedenfalls nicht so zimperlich. Mein Gott, bin ich froh, dass der Kelch einer katholischen Erziehung an meinen Kindern vorbei gegangen ist!
Ist doch eine gute Idee
Was ist denn so verkehrt daran, wenn Senatoren und Minister sich ihre Gespräche mit Vertretern von Unternehmen und Banken bezahlen lassen? So kann doch auf jeden Fall erst einmal verhindert werden, dass die Kröten in den Koffern auf Auslandskonten gebracht werden. Das Geld bleibt im Lande und trägt zur Sanierung und zur Stopfung der Haushaltslöcher bei. Für Bremen wäre das doch außerordentlich hilfreich. Ohne Koffer kein Zutritt mehr ins Rathaus. Von da aus wird es dann per Boten zu Fuß durch die Wallanlagen ins Haus des Reichs gebracht. Natürlich muß darauf geachtet werden, dass nicht unbefugte Personen oder gar der Bürgermeister selbst auf die Kofferinhalte persönlich zurückgreifen. Oder die Partei. Das geht selbstverständlich nicht. Aber sonst: wo ist das Problem? Es gibt doch Geld im Überfluss. Über den Weg der bezahlten Ministergespräche wird es dem Volk zurück gegeben.