Hat der Umweltsenator eine Betonallergie?
Wird die A281 nun doch zur Spielstraße?
Sandra Ahrens, CDU zu der F&UXX-Frage vom 30.04., siehe unten
In Bremen wird der Polosport total vernachlässigt. Was gedenken Sie zu tun, um diesen Missstand zukünftig zu verändern?
Antworten:
E-Mail Rosa Luxemburg DIE LINKE:
Ich werde alle Initiativen unterstützen, die die Zulassung dieses unproletarischen Polosports in Bremen verhindern wollen. Dieses großbourgoise Reiterspiel zersetzt die Arbeiterklasse, es kann von daher nur bekämpft werden.
E-Mail Eugen Gerstenmaier CDU:
Ich bin Pferdefreund und hätte nichts dagegen, wenn mehr Polo gespielt würde. Wenn ich politische Verantwortung in Bremen übernehmen würde, dann würde ich dafür sorgen, dass im Bürgerpark eine Polofläche geschaffen würde. Auch könnten dann die Bildungsgutscheine eingesetzt werden für die Polo-Nachwuchsförderung. Hartz-IV-Kinder auf die Pferde! Ich selbst allerdings komme gar nicht hoch.
E-Mail Willy Brandt SPD:
Das war nicht der Sinn meines Kniefalles in Warschau, dass jetzt englische aristokratische Reitbelustigungen die Völkerverständigung gefährden. Besonders in Bremen können wir auf diesen Pferdezirkus gerne verzichten. Echte Hanseaten und Sozialdemokraten reiten nicht und schlagen mit langen Schlegeln auf kleine runde Bälle ein, um sie zu Pferde in Tore zu befördern. Wir hanseatischen Sozialdemokraten würfeln lieber bei den geselligen Kohl- und Pinkelfahrten. Das Eindreschen auf runde Bälle überlassen wir dem ruhmreichen SV Werder Bremen und unserem Genossen Willi Lemke.
..seit dem 1.Mai können Arbeitsuchende aus weiteren Ländern der Europäischen Union sich ohne große Formalien um Arbeitsplätze in der BRD bewerben. Bereits gestern und vorgestern, auch heute, sahen wir in der Stadt das Ergebnis: ganze Busladungen z.B. aus Lettland, Polen und Rumänien strömten in die Personalabteilungen der innerstädtischen Unternehmen und gaben ihre Hochglanzbewerbungsmappen ab, während das Stammpersonal angstbesetzt fluchtartig in die Kantinen stürmte, um den Stress mit Curry, Brat, Salat oder mit Curry, Pommes, rot-weiß zu kompensieren. Halten Sie es als zukünftige(r) Bürgerschaftsabgeordnete(r) für richtig, dass so mit den Stammbelegschaften umgegangen wird?
Antworten:
Linda Neddermann
GRÜNE
Hallo Herr Pelz,
wir Grünen begrüßen das Ende der siebenjährigen Übergangsfrist, denn die Arbeitnehmerfreizügigkeit stärkt nicht nur die Rechte der Europäerinnen und Europäer, sondern birgt auch im Hinblick auf
den drohenden Fachkräftemangel mehr Chancen als Risiken für den Arbeitsmarkt in Deutschland. Obwohl ein Ansturm von Arbeitskräften aus den neuen Mitgliedsländern Experten zufolge nicht zu
erwarten ist, stellt die neue Regelung den deutschen Arbeitsmarkt vor Herausforderungen. Besonders im Niedriglohnbereich wird ein weiterer Lohndruck nach unten befürchtet.
Um Lohndumping zu verhindern und faire Arbeitsbedingungen für deutsche wie ausländische Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer sicher zu stellen, fordert die grüne Bundestagsfraktion:
Mit freundlichen und jung-grünen Grüßen,
Linda Neddermann
Nicolas Scheidtweiler
Pressesprecher
FDP Landesverband
Moin Herr Pelz,
hier unsere Antwort auf Ihre Frage:
Wir als Liberale halten es nicht für richtig, dass es in Kantinen nur Curry, Brat, Salat oder mit Curry, Pommes, rot-weiß, gibt. Wir fordern ein besseres Nahrungsangebot für Arbeitnehmer, Geber, das basisch, ausgewogen, diätisch, zucker-, cholesterin- und glutenfrei, sowie trenn-, mehr- und vollköstig ist. Am Essen , es geht in den Magen, die Liebe, soll, darf und muss nicht gespart werden.
Mit freundlichen Grüßen
Nicolas Scheidtweiler
Pressesprecher
FDP Landesverband Bremen
http://www.facebook.com/Buergerprogramm2011
Sandstraße 2
28195 Bremen
Tel.: +49 (0) 421 222 7222
mobil: +49 (0) 151 275 06385
email: scheidtweiler@fdp-bremen.de
F&UXX-Frage:
...die Kundgebungen zum "Tag der Arbeit" haben immer weniger Zulauf. Viele Menschen verstehen heutzutage die Bedeutung des Feiertages nicht mehr richtig. Sie denken an dem Tag selbst viel arbeiten und ackern zu müssen. Sie pflügen und säen, sie bauen hässliche Holzschuppen hinten im Garten und sie schlagen ihre Kinder. Während Hartz-IV-EmpfängerInnen überhaupt nicht mehr wissen, was das Ganze soll.
Werden Sie sich als Partei und als Abgeordnete(r) für den Erhalt oder für die Abschaffung des "Feiertages" einsetzen? Bedenken Sie bitte dabei auch, dass am 1.Mai sehr viele private Geburtstage zu feiern sind, und dass sehr viele Frauen, die die Walpurgisnacht auf dem Besen durchgemacht haben, am 1.Mai erst sehr spät von ihren nächtlichen Flügen zurück auf den Boden der Tatsachen kommen!
E-Mails:
an alle Parteien und Gruppierungen, die zur Bremer Bürgerschaftswahl zugelassen sind
(außer NPD!)
Antworten:
Roland Pahl, SPD
Sehr geehrter Herr Pelz,
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Hier ist unsere Antwort:
Nicht nur wegen der nächtlichen Ausritte auf den Besen zur Walpurgisnacht, sondern weil es den Feiertag zur Arbeit in unserer Gesellschaft dringend bedarf,
da noch immer viele Ungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt herrschen, setzen wir uns für den Erhalt des 1.Mai als arbeitsfreien „Feiertag“ ein.
Ich hoffe ihnen damit die Frage beantwortet zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Roland Pahl
Landesgeschäftsführer
Erich Sturm
PIRATEN
Sehr geehrte Nett-Wild-Zeitung,
vielen Dank für Ihre Frage.
Selbstverständlich werde ich mich für die Abschaffung des Feiertags 1.Mai einsetzen. Und für die Abschaffung aller anderen Feiertage auch.Aber erst wenn wir das in unserem Parteiprogramm
festgeschriebene Rechtauf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe
(http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Recht_auf_sichere_Existenz_und_gesellschaftliche_Teilhabe) verwirklicht haben.
Dann ist jeder Tag ein Tag der Würde und die Würde ist von der Bürde der
Arbeit endlich befreit. Wer dann die Arbeit feiern möchte, soll dies
durch gerne gemachte Arbeit tun.
Mit freundlichen Grüßen
Erich Sturm
Thomas Bolte
(Die Wilde 13 von B+B, Liste 9)
Hallo Herr Pelz,
wenn man etwas schreibt, was abgedruckt wird, sollte es wenigstens Pfählerfrei sein.
Anbei die korrigierte Version
Gruß
Thomas Bolte
Sehr geehrter Herr Pelz,
mir gefällt Ihre Seite. Es ist schön, dass man während des Wahlkampfes auch die netten Dinge des Lebens einmal kennenlernt. Weiter so.
Ohh, ja, Verzeihung, Sie wollten ja noch eine Antwort auf Ihrer Frage:
Hier ist sie nun:
Schwuss, da kommt Sie gepflogen auf Ihrem Putzbesen, die grüne Karo. Ob sie nach den nächtlichen Irrflügen von der Walpurgisnacht auf den Boden der Tatsachen angekommen ist, mag man angesichts ihrer Finanzpolitik nicht recht glauben. Das rumpelt zu sehr. Da hat wohl das Finanz…äääh Flugleitsystem versagt. Sie schwebt vermutlich in Sphären, die nicht unser intellektuelles B+B Niveau sind. Aber vielleicht fliegt sie ja weiter nach Berlin, nachdem Sie unser schönes Land Bremen, zusammen mit dem roten Jens, abgewirtschaftet hat. Wir Bremer müssen uns, wenn es nach Rotgrün, geht kaputtsparen. Da wird der Wahlkampfspruch zum Programm: „Alles muss aus!“
So müssen wir uns leider dafür aussprechen, den 1. Mai als Feiertag in Bremen abzuschaffen. Wir müssen sparen, da können wir uns Feiertage nicht leisten. Natürlich werden auch die privaten Geburtstage per Gesetzt abgeschafft, schließlich sind wir Bremer dann alle so arm, dass wir auch kein Geld für Feiern ausgeben können. Was so ein Besen alles anrichten kann?
Aber wir von B+B haben das richtige Werkzeug an der Hand (www.2b-bremen.de), um in Bremen noch zu retten was zu retten ist. Schließlich kehren neue Besen immer gut!
Wir haben eben mehr zu bieten als Gefasel und Sargdeckel.
Wir bieten ein bremischen Programm für Bremer und die Bierdeckel packen wir als Zugabe noch oben drauf - damit wir am 1. Mai wieder etwas zu feiern haben.
Mit freundlichem Gruß
Thomas Bolte
(Die Wilde 13 von B+B, Liste 9)
F&UXX-Frage:
Die Bremer Neustadt wurde heute, am 30.04.2011, unangenehm beleidigt als Aufmarschgebiet unbelehrbarer Nazis und als polizeistaatliches Trainingsfeld. Eine weitere Bedrohung kommt nun hinzu: eine politische Gruppe plant die weitere Enturbanisierung der Neustadt und will die Hauptquerspange der Neustadt, die Pappelstrasse, autofrei machen und den schönen Platz Delmemarkt zum Grünkohlanbaugebiet umgestalten. Werden Sie das nach Ihrer Wahl unterstützen?
E-Mail an:
Jens Oppermann, SPD
Sandra Ahrens, CDU
T.Plönnings, CDU
Susanne Wendland, GRÜNE
Marie Hoppe, GRÜNE
Peter Erlanson, DIE LINKE
Anke Maurer, DIE LINKE
Dr.Magnus Buhlert, FDP
Erich Sturm, PIRATEN
Antworten:
Erich Sturm, Piraten
Sehr geehrte Nett-Wild-Zeitung,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworten möchte.
Ein zünftiger Pirat und Neustädter lässt zu diesem Vorschlag nur ein
"Das geht ja gar nicht" vom Stapel. Natürlich um hinterher sofort eine
Volksbefragung mit Liquid Feedback zu beantragen, in der stillen
Hoffnung, nun seinen Vorschlag von einem Kanal mit direkter Verbindung zur Weser nach vorne zu bringen.
Wir wollen selbst mit unseren Drachenbooten und Schaluppen den
Delmemarkt entern. Dann können wir jeden daher gelaufenen Grüngärtner über die Planke gehen lassen für seine niederträchtigen Versuche, das Verkehrschaos des Flüsseviertels weiter zu erhöhen.
Denn wofür macht er das? Nur um langfristig, wie schon im Viertel, jeden ehrlichen Arbeiter, der sich aus Flexibilitätsgründen irgendwo in der niedersächsischen Diaspora oder noch schlimmer, in
Bremerhaven, ausbeuten lassen muss, dass Wohnen in der Neustadt zu vergällen. Im Anschluss können gut betuchte Lehrer (naja, die vielleicht inzwischen auch nicht mehr), Banker,
Parlamentsabgeordnete und sonstige Pfeffersäcke die herrlichen Altbremerhäuser kapern, um ihre feuchten Träume vom urbanen Leben ohne Arbeitlose, Geringverdiener und Kopftuchmädchen in bester
Lage langsam aber unerbittlich zu verwirklichen. Sollen Sie doch ihren Grünkohl in der Überseestadt anbauen. Das würde der kinderlosen Steinwüste dort vielleicht noch gut tun. Verkaufen können
sie das Zeug dann direkt an Kellogs und die machen da Bio-Pops daraus. Ein echter Kurze-Wege-Kreislauf.
Aber Spaß beiseite, ich gebe Ihnen hiermit das erste Wahlversprechen in meinem Leben: Als Abgeordneter werde ich mich natürlich für eine
lebenswerte Neustadt einsetzten ohne Autos in der Pappelstraße.
Hach, freue ich mich schon auf das Brechen... meines ersten Wahlversprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Erich Sturm
Jens Oppermann
SPD
Sehr geehrter Herr Pelz,
ich danke Ihnen für den Warnhinweis auf diese exorbitante Bedrohung der
Neustadt. Ich werde mich selbstverständlich mit allen meinen Kräften
gegen eine Enturbanisierung der Neustadt stemmen, denn was bliebe dann
von unserer schönen Neustadt? Doch wohl nur noch das Neu! Welch
schreckliche Folgen für das Ortsamt! Hieße es dann doch plötzlich
Ortsamt Neu/Woltmershausen, das klingt ja schon nach den Vereinigten
Staaten von Lummerland und Neulummerland.
Die Umgestaltung des Delmemarktes zum Grünkohlanbaugebiet sehe ich
dagegen kritisch, die Fläche erscheint mir einfach zu klein. Vielleicht
ließe sich aber der Werdersee zu einer Grünkohlplantage entwickeln. Das
dürfte zumindest den Kohlfahrenden entgegenkommen.
Aber mal ganz im Ernst, welche politische Gruppierung kommt denn auf die
Idee, die Pappelstraße autofrei zu machen? handelt es sich etwa um die
seit Jahren als verschollen geltenden Fahrradepikureer? Das würde auch
das Grünkohlanbaugebiet plausibel machen.
In der Hoffnung ihre Frage erschöpfend beantwortet zu haben verbleibe
ich in vorzüglicher Hochachtung
Ihr sehr ergebener
Jens Oppermann
--
Jens Oppermann
Schlegelstr. 10
28201 Bremen
Tel.: 0421 55 88 04
Mobil: 0171 627 0 397
Internet: http://home.nwn.de/schlegelstrasse/wahl_2011.html
Sandra Ahrens
CDU
13,05.2011
Sehr geehrter Herr Pelz,
vielen Dank für Ihre interessante Anfrage. Wie Sie sich denken können, unterstützt die Bremer CDU die Idee, die Pappelstraße zu einer autofreien Zone zu erklären, nicht. Die Pappelstraße ist in der Neustadt zu wichtig, als dass wir auf sie verzichten könnten. Auch die Umwidmung des Delmemarktes in eine Ackerfläche für Grünkohl entspricht nicht unseren Vorstellungen einer optimalen Stadtentwicklungspolitik. Der derzeitige Grüne Verkehrssenator mit seiner Betonallergie sieht das wahrscheinlich anders. Wenn er könnte, würde er vermutlich am liebsten auch die A 281 zur Spielstraße erklären.
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Ahrens