Das 3. Drittel des Jahres 2020

Persönliches & Sonstiges Sept.-Dez.2020

17.9.

Irgendwie ist der 17. nicht der Tag von meiner Frau und mir. Im letzten Jahr im Oktober dieser dramatische Bremer Bahnhofstreppensturz nach der Verabschiedungsfeier des Professors im Rauen Haus in Hamburg bei Prosecco und Brezeln mit erheblichen  Kopffolgeschäden. Die Kopfschäden nicht wegen der Speisen und Getränke in Hamburg, sondern wegen der polyneuropathischen Schwächen in den Beinen des Gestürzten. Heute nun die Fortsetzung der Lattenrostaffaire. Auf der weiblichen Seite des Ehebettes stürzt der neu erworbene Lattenrost samt Matratze in die Untiefen des Schlafzimmers. Zum Glück keine Verletzten - nur Sachschäden. Mit den Folgen des Unglücks haben wir uns dann den gesamten Vormittag beschäftigt, um dann zu der Erkenntnis zu kommen, dass es so nicht weitergehen kann, und dass man tiefer nicht fallen kann. Ergebnis: Ein neues Bettgestell wird in der nächsten Woche geliefert. Naturholz, Vollholz, Wildbuche, einsturzsicher. Bis zum Eintreffen des neuen Wildholzes zur Sicherung des alten Gestells den gesamten Inhalt der bildungsbürgerlichen  Bücherwand ausgeräumt und unter die einsturzgefährdeten Bereiche geschoben. Morgen früh EKG.   

 

 

16.9.
Keine großen Sprünge gemacht. Eher in der Stube gehockt. Lottozahlen angekreuzt. Die Kreuzworträtselergebnisse der Frau kontrolliert. Den Rennradfahrern zugeschaut. Morgen soll's dann wieder abgehen. CAMBIO, Arzt, Apotheke, Medizinisches Warenhaus und so.  

15.9.

Auf dem Deich, anner Haltestelle und auf'm Parkplatz noch einmal richtiges Sommerleben. Die Menschen rennen noch einmal halbnackend durchs Gelände. Eis wird gekleckert, Drogen werden gehandelt, Cambio-Autos scheitern bei dem Versuch rückwärts einzuparken. Während Lennard aus Fischerhude die Etappe gewinnt und eine Theaterfrau aus Holland im Radio von ihrer Arbeit erzählt. Zum Essen gibt es noch einmal das Linsengericht aufgewärmt von gestern. Ohne Speck und ohne Kochwurst. Dafür Kassler kleingestückelzt. Wahrscheinlich mit Bratkartoffeln. Oder was weiß ich noch von der Küche!   

 

 

14.9 Medizinisches Warenhaus. Ja, es ist so, wie es ist. Es tröpfelt krankheitsbedingt. Die junge Beraterin im Medizinischen Warenhaus, das vollgestellt war mit Rollstühlen und Gehhilfen, vermittelte sach- und fachkundig , ohne eine Wimper zu verziehen und ohne einen männerfeindlichen Spruch abzulassen, welche Produkte hilfreich und trocken sein können. Sehr sympathisch. Der Seniorchef des Warenhauses kam in dem Moment hinten aus dem Lager und rief lautstark für alle vernehmbar: "Verdammte Kacke, wer hat denn nun wieder die Stützstrümpfe neben die Orthopädischen Schuhe ins Regal gestellt. Oder war ich es etwa selbst"? Die Jahre vergehen! Es kommt so, wie es kommt!     

13.9

Vom Unterirdischen zum Himmlischen. Endlich einmal wieder gut geschlafen. Ansonsten Sport, Sport, Sport: Rennradfahren in den Bergen, Fussball gegen Dorfvereine, Spitzenleichtathletik  in Berlin. Bin ganz ausse Puste. Ansonsten Pustengeschnetzeltes a la India: viel Curry, viel Kurkuma, viel Soja, Sahne, viel Knoblauch, viel Maracuja-Pfirsich-Marmelade. Sonst nix, außer Putenfleisch (Bio) und Basmatireis natürlich. 

 

 

12.9.
Das Ende der Lattenrostaffaire. Das Ende des Matratzenlagers. Das Ende der Vomfussbodenaufstehquälerei. Halb sieben hoch von den Matratzen. Die Lieferung war für die Zeit zwischen 7 und 11 angekündigt. Um 10.30 erscheinen mit ihrem Lastwagen zwei völlig unqualifizierte "Service-Kräfte" der Firma Hermes. Das Schlimmste: sie stürmten ohne Mund- und Nasenschutz in unsere Wohnung und hielten sich nicht an die Abstandsregeln. "Bei uns im Lager müssen wir die Masken auch tragen - aber sonst?"  Ein sofortiger Anruf bei Hermes ergab das Gegenteil: Alle Mitarbeiter sind angewiesen den Mund- und Nasenschutz bei den Kunden zu tragen. Die neuen schwedischen Lattenroste sofort getestet. Zur Sicherheit wieder Bücherstapel drunter gelegt. Alles super und sicher..

 

   

11.9.
Besuch aus Schwachhausen mit gemeinsamen Abendessen. Endlich einmal wieder Leben in der Bude, dafür sorgten schon allein die Kinder. Dann diese hervorragende Fahrt des Heimatkollegen aus dem Landkreis Verden, genauer gesagt: aus Fischerhude. Einige meiner VerwandtInnen haben dort auch lange Zeit gewohnt. Sie haben es allerdings nicht mit Rennrad, sondern eher mit Pferden und Frauenfußball -und natürlich mit Kunst, wie könnte ich das vergessen. upz

 

   

 

10.9. Reha/Jena. Den ganzen Tag über Bein hoch und Eis drauf. Werde wohl am Samstag nicht auflaufen können. Nun gut - in Jena war ich kurz nach der Wende und habe Goethes Ginkobaum betrachtet. Auch war ich bei Schillers im Garten. Dann habe ich sogar noch mal eben kurz an der Uni  4.Semester Psychologie studiert und meinen Doktor gemacht. Jenau! 

 

 

 

9.9.
Poitiers. Frankreich. Poitou-Charentes Heute Ziel der Tour de France. Vor 50 Jahren Deutsch-Französischer Jugendaustausch. Die Unterbringung unserer Bremer Gruppe in einer völlig versifften und verwanzten Jugendherberge in Poitiers. Wir haben damals das Beste daraus gemacht: In Cognac bei Hennessy für einen Franc pro Person die gesamte Destille leergesoffen. Der gesamte Bus war malade, einschließlich Busfahrer und Jugendbetreuer. Schön war La Rochelle und dieses Schloß an der Loire mit Sektkellerei. Was dort abging, das soll in den Archiven des Deutsch-Französischen Jugendwerkes die nächsten 100 Jahre vor sich hin gären!  Das Frühstück immer herrlich: Weißbrot mit Butter und Apfelmus drauf in eine riesige Tasse Milchkaffee eingetaucht und in den Mund geschlürft. 

 

 

8.9. Versunken

Versunken in der Tiefe des halben Gemeinschaftsbettes. Neidische Blicke von unten nach oben. Oben ordentliche Schlafgeräusche, unten nerviges Hinundherdrehen auf der Isomatte. Dann auch noch dieses altmännliche ständige nächtliche Wandern auf der Suche nach einem dicken Eichenbaum. Dann gehen auch noch alle Lampen aus. Dunkler geht's nicht. Lichtblick: Am Samstag zwischen 6-10 soll ein neuer Lattenrost kommen. Eine Stunde vor Lieferung, also um 5, soll angerufen werden. Denn man Gute Nacht. 

 

    

7.9

Ein Buch. Abgeholt in einem großen Buchladen in der Stadt. Mit dem Car-Shearing-Auto. Die Straßenbahn hält ja zurzeit nicht an unserer Haltestelle wegen Renovierung des Wartehäuschens. Grüne "Deutsche" Bohnen vom Markt mitgenommen und echten Münchner Leberkäse. Der ganze Einkaufsbeutel also voll mit Nationalbohnen und Bayernkult. Auch ein südlicher Krautsalat an Kümmel und Speck wurde mitgenommen und verköstigt. Alles gut. Kein TV-Sport heute. Ruhetag. Das tut den kaputten Beinen sehr gut. 

 

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“https://t.co/a90pxwiPhM Jetzt täglich: Persönliches und Sonstiges im 3.Drittel des Jahres 2020 in der LINIE VIER. Texte und Fotos aus den Seelenuntiefen eines Faulpelzes und Fensterpfeifers. Rennradfahren in Frankreich, die Lattenrostaffaire, Bayerischer Leberkäse an Löwensenf” 

6.9.

Heute Denkmalpflege. Ruhe, Ruhe, Ruhe. Kaum Bewegung. Muskelfaserrisse Wade unten rechts geeist und hochgelegt. Dabei den Rennradfahrern in Frankreich bei der anstrengenden Bergetappe in den Pyrenäen zugeschaut. Kämna Klasse, Buchmann schwächelt. Der Bremer Denkmalpfleger kam vorbei zur Kontrolle.

   

5.9.

PECH. Wieder einmal seit Tagen Muskelfaserriss. Deswegen heute späte Therapie für 4 Stunden: Pause machen, Eis, Compresse,  Hochlegen. Dabei Tour de France und Triathlon-WM der Frauen in Hamburg gekuckt. Wo sind Buchmann und  Kämna?  Was macht Laura? Bronze. Super!

5.9.
Zum Trost: eine schöne Gemüsesuppe, genannt Minestrone. Grüne Bohnen, Saubohnen, Spargel, Blumen  kohl, Porree, Fleischstücke von einer Rinderbeinscheibe, kleine Fleischbällchen aus dem Durchgedrehten vom Rind, Olio Vergine  mit ran, und oben als Krönung: Feine Raspel vom echten Parmesan 

 

 

4.9.

Besuch des Sohnes. Interessanter Bericht von seinem Urlaub in der Bretagne. Das muss eine schöne Gegend sein. Da werden wir Älteren wohl nicht mehr hinkommen. Am Nachmittag Tour de France angeschaut. Die 7.Etappe von Millau nach Lavaus. Herrliche Landschaftsaufnahmen wieder. Unter anderem von der höchsten Autobahnbrücke der Welt. Unser Bremer Fahrer aus Fischerhude hat seine kleine Krise offensichtlich überwunden. Er liegt jetzt auf dem 63.Platz. Buchmann kommt. Auf dem Deich, anner Haltestelle und auf dem Parkplatz ist jetzt immer weniger los. Das Leben und das Treiben hier ist wetterabhängig. Welch Wunder, dass bei Regen überhaupt noch Menschen zu sehen sind. Nicht einmal der Schimmel vom Schimmelreiter lässt sich auf dem Deich blicken, geschweige denn vor dem Eisladen. Ab 18 Uhr Brüggemann auf KlassikRadio. Er macht das gut! 

 

4 Std. 
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3.9.

Der Sommer 2020 scheint vorbei zu sein. Nach dem schönen Sommertag gestern mit einer CAMBIO-Fahrt zum Waller Ufer, zum Weinlager von Kapff und einem Besuch des Kellogs-Geländes mit Gemüse-Werft und Hopfenfänger-Brauerei, nun heute Regen und aufziehende Kaltluft. Zeit die Pullover und die Socken wieder überzuziehen. Zum Glück im TV heute viel Sport: Tour de France und Fußballländerspiel. Die TV-Bilder aus Frankreich sind  einfach Klasse. Heute geht's durch die Cevennen -da wo   Robert Louis Stevenson mit seiner Eselin Modestine wanderte. Heute fahren die Esel mit dem Rennrad hoch.