DAS JAHR 18 - MELDUNGEN / TAGEBUCH               SEITE 1

Park links der Weser - am 8.1.18 - Foto Uli Pelz
Park links der Weser - am 8.1.18 - Foto Uli Pelz

11.01.18

Nach dem großen Knallen in der Nacht vom 31.12.17 zum 01.01.18 Ruhe im Karton. Als sei nichts gewesen im alten Jahr geht alles weiter wie gehabt in der Reihenhausprovinz. Warum auch nicht? Wir gedenken der verstorbenen Familienangehörigen, die im Januar Geburtstag gehabt hätten;  warten auf Meldungen von verschollenen Geschwistern und zahlen diesesmal unsere Kfz-Steuern pünktlich zum Jahresanfang. Wir verabreden uns mit Nachbarinnen zu einem gemeinsamen Essen "im Laufe des Jahres 18" und ordnen dies und das. Dabei Sysiphusarbeit mit dem fast 10jährigen Blog HiHöVoGa. Die Datei "FUGELFREY" dabei gelöscht. Mühsame Versuche sie wiederherzustellen. Heute am 11.01. Schmorkraut an reichlich Kümmel. Das ist gut für den alten Magen und für den kranken Darm! Und für die Seele.

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12.01.18

Ende der so genannten "Sondierungsgespräche" zwischen CDU/CSU und SPD. Und? Enttäuschend! Die Sozialdemokratie hat sich wieder einmal von CDU und CSU einfangen lassen. Eine sozialdemokratische Handschrift ist nicht zu erkennen. Von einem neuen Sozialen Aufbruch keine Spur. In Sachen Armutsbekämpfung die alten Weisheiten - oder besser gesagt: die alten Kamellen. Meine Gedanken dazu: Abbrechen des "Sondierungsspektakels" . Neuwahlen so bald wie möglich. Und die SPD fängt noch einmal von vorne an mit einer zukunftsweisenden  neuen sozialdemokratischen Programmatik und neuem Personal. Was der bronzene Willy Brandt wohl zu dem ganzen Spektakel sagt?

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14.01.18

Eiskalter sonniger Wintersonntag. Um die Mittagszeit herum Sonntagsgang in der Übersee-Stadt. Dabei ein schickes neues Gebäude entdeckt gegenüber Schuppen 1. Hier soll wohl demnächst wohl auch ein Teil des "Team Neusta" neue Büroräume beziehen. Sehr schick von außen betrachtet. Am 13.1. guter Start von Werder.

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18.01.18

Mein Nachbar wünscht am 16.01. ein Gutes Neues Jahr. Er sei jetzt nicht mehr in Ostfriesland tätig, sondern im Konsul-Hackfeld-Haus in Bremen. Ich kann ihm berichten, dass mich mit dem Konsul-Hackfeld-Haus viele berufliche Erinnerungen verbinden. Vereinstagungen, Jahreshauptversammlungen, Vereinsfeiern usw. Lange her. Besonders in Erinnerungen ist geblieben, wie ein damals junger Nachwuchsjurist den Aufstand gegen den Vorstand probte. Vergeblich. Am 16.1. dem Geburtstag des verstorbenen Bruders Herbert ausführlich gedacht in meinen Medien. Sonst viel EM-Handball, viel Zittern, viel Unentschieden. Unschöner Kampfhandball !

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19.01.18

Freitag. Fischtag. Auffällig leeres Fischgeschäft in der Pappelstraße. Früher war dort am Freitagmittag der Teufel los. Schlangen bis auf die Straße. Selbst die Prokuristin fuhr manchmal mit dem Fahrrad vor. Ab 14 Uhr Sport: Biathlon, Eisschnelllaufen, Schlittenfahren, Slalom, Skifliegen, Handball - war noch was? Ach ja, die kleine Nachbarin lief, wie jeden Tag, los und drehte ihre Runden. Bewundernswert! Sonst? Nix. Doch, der Bruder aus der Provinz Landkreis Verden rief an und teilte seinen Gesundheitsstatus mit. Sonst? Verwandschaft? Welche Verwandtschaft? 

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22.01.18

Spannendes Wochenende. Langweiliger Montag. Die SPD hat sich entschieden noch einmal die 2.Geige unter Angela Merkel zu spielen. Wenn das mal nicht für leere Reihen in den nächsten Jahren sorgt. Werder hält sich tapfer in München. Sonst Allgemeines Verliererwochenende. Von Handball ganz zu schweigen. Vom Biathlon wollen wir nicht sprechen. Von Kontakten zu den Kindern schon gar nicht!

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25.01.18
Neue Krankheitssymthome belasten den Tagesablauf. Von der online.apotheke bereits Mittelchen dagegen schicken lassen. Ersteinmal damit alles eingecremt. Geht wohl dem Ende entgegen, zumindest was den Januar 2018 betrifft. Statt Schnee, Eis und Kälte frühlingshafte Temperaturen. Statt großem Zittern und Bibbern nachts im Bett, um 4 Uhr morgens schweißgebadet, Pyjamawechsel, von weiterem Schlaf null Spur! Stattdessen unmögliche Träume mit polyneuropathischen Nachtbeinen, Krampf lass nach! Handballkatastrophe. Nachbarschaftskommunikationselend. Untergang!

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26.01.18
Dialoge auf dem privaten Handelsweg. Am Altglascontainer grinst der Altglassammler und fragt: "Na, gesoffen?" In der Kfz-Werkstatt fragt mich der Chef : "Na, den Wischer wieder kaputtgewischt?" Hol ab. Die Fillialleiterin : "Was, schon wieder da? Du warst doch erst gestern da. Ihr sauft wohl Wasser wie die Pferde?" In der Apotheke. Der Chef persönlich im weißen Arztkittel: " Guten Tag der Herr, womit können wir altersgerecht dienen. Hier hätten wir verschiedene rezeptfreie Angebote!" Ja, sach mal - Gibt es denn keinen anständigen Handelsverkehr mehr?

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28.01.2018

Eine E-Mail, die ich im Jahre 2006 an einen stadtbekannten Intriganten geschrieben habe, wird hervorgeholt, um mich damit auf facebook zu provozieren. Allein die Tatsache, eine vertraulich geschriebene Mail zum Öffentlichen Gegenstand zu machen, ist ja wohl mehr als verwerflich. Von dem Inhalt der Mail habe ich nichts zurückzunehmen. Es ging um meine damaligen persönlichen Befindlichkeiten und meine kommunalpolitischen Eindrücke den Stadtteil Bremen-Woltmershausen betreffend. Tenor: "Ich will hier weg!" Nach diesem Erlebnis jetzt kann ich das nur wiederholen. Darüber hinaus läßt sich "der Herr" nicht entblöden zu spekulieren, ich strebe politische Ämter im Beirat dieses von mir so geliebten Stadtteils an, nur weil ich einem langjährigen verdienten Mitglied der Pusdorfer SPD meine Glückwünsche zum Ausdruck gebracht habe! In meiner E-Mail von 2006 habe ich von "tunnelbedingter Engstirnigkeit" geschrieben. Wie wahr! 

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31.01.2018

Der heutige Mond. Fantastisch. Seltenes Naturschauspiel. Bei uns in der Straße tropfte er dick herunter bis auf das Dach des Volvo-Parkplatzes. Den Weg rüber auf die andere Strassenseite schaffte er wohl nicht. Alles Dunkel hinten im Garten. Auf dem menschenleeren Friedhof in Osterholz am Geburtstag von Herbert Pelz sen. nach dem Rechten geschaut. Alles o.k. Wir freuen uns auf Jula's 15.Geburtstag jetzt im Februar.

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03.02.2018

Mit dem Februar-Geburtstagskind einmal wieder einen schönen Geschenke-Einkaufs-Bummel erlebt. Wie lange wird das noch anhalten? Zu befürchten ist , dass es das dann wohl war. Mit 16 wird sie dann vermutlich wohl keinen Bock mehr darauf haben, mit uns Alten durch die Marken-Outlet-Läden zu pilgern. Muss ja auch nicht. Schade nur, dass dann wahrscheinlich wohl auch die letzten familiären Kontaktlinien unterbrochen sein werden. Wenn man schon nicht mehr ins Haus gebeten wird , dann deutet wohl alles darauf hin, dass man nicht mehr gerne drinnen gesehen ist. Schade! Nach 15 Jahren. Unverständlich!   

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07.02.2018

Die Geburtstagsfeier von Jula am Montagabend, 05.02., war sehr nett. Dieses Mal der kleine Habenhauser Geburtstagskreis. Jula wird immer "erwachsener", sie sitzt jetzt schon die ganze Zeit mit am Tisch und kommuniziert mit allen. Toll. Mit Bus und Bahn nach Hause. Am nächsten Tag, 06.02., bei herrlich kaltem sonnigen Winterwetter das Auto aus Habenhausen abgeholt - dabei schöne Stadtwanderung Willembrücke-Deichschartbrücke-Roter Kiosk-Grüne Bude-Friedhof-Holzdamm-Carlsbrücke. Herrlich, aber: inzwischen sind die längeren Wanderstrecken doch nicht mehr so "mal eben" von uns "Wanderern" zu bewältigen. Die Beine. Die Knochen. Sonst geht's gerade eben noch! Heute die Meldungen über die neue "GroKo". Das Drama Schulz endet nun wohl im Aussenministerium. Wir sind gespannt, wie die Sozialdemokraten insgesamt den Neuanfang für die nächsten Jahre schaffen wollen!

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10.02.2018
Olympia in Korea fängt ja gut an für das deutsche Team. 2 x Gold. Die Laura im Schießen und Laufen. Der Andy im Weitskispringen. Am Nachmittag den hausgebackenen Marmorkuchen probiert. Lecker. Schlach Sahne drauf. Und gut. Ansonsten Grundsätzliches über den Sinn und Unsinn der Sozialen Netzwerke erörtert. Ohne endgültiges Protokoll. Fotos liegen nicht vor. Nur die leeren Rahmen und die verkringelten ängstlichen verschissenen Gravuren! Ersteinmal eine Portugiesische Schlagermusik auflegen und über den Sinn von Kurzreisen in die Norwegischen Lofoten nachdenken! upz

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12.02.2018

Ab nach Kassel. Ende Mai zu einer Hochzeit mit kirchlicher Trauung (kath.) und anschließendem festlichen Empfang in einem Kasselaner Spitzenhotel eingeladen. Wir freuen uns darauf. Endlich einmal wieder raus in die Ferne, endlich einmal wieder kein Grünkohl und kein Pinkel. Wir hoffen, dass es beim Festmahl keinen Kassler gibt!

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14.02.2018
Die Vorbereitungen für das nachbarschaftliche Abendessen laufen. Echte Vorfreude. Endlich einmal wieder, wie früher, direkte Begegnung und möglicherweise sogar gemeinsamer Spaß an schönen Speisen und Getränken und kleinen Schabernacken. Mein Gott, wie lange ist das her, dass ich dem späteren Schuldirektor Peter R., liegend auf seinem Liegestuhl auf seiner Terrasse, eine weiche Birne aus der Entfernung von ca. 30m von meiner Terrasse aus auf seine weiche Birne geworfen habe? Er drohte mir damals mit Mord!

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19.02.2018

Das war eine sehr nette nachbarschafliche Begegnung am 16.02. abends. Kreolischer Schweinebraten an Rotkraut und Rosmarinkartöffelchen. Beweis dafür, dass über die vielgescholtenen Sozialen Netzwerke durchaus auch angenehme menschliche direkte Begegnungen verabredet werden können. Vorspeise arristo verdure. Ernüchterung dann am folgenden Samstag: Werder verliert in Freiburg 0:1. Paddelköppe. Puddingköppe. Sonst: leichtes Olympiafieber. Besonders gerne gesehen: das Biathlon der netten bayerischen und sächsischen Mädels und das  Skispringen der Dünnen Jungs. Am Sonntag bei strahlendem Winterwetter wieder einmal ein schöner Rundgang durch die heimischen Gefilde unten an der Weser entlang. Claudias Garten steht noch.

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23.02.2018
Arztbesuche am 22. und heute.Seit 15 Jahren immer das gleiche Spiel. Blutabnahme früh zu unsozialen Blutabnahmezeiten. Ein bis zwei Tage später das so genannte "Arztgespräch" über die "Werte" Heute wieder "Wertegespräch". Echt ernüchternd! Soweit alles o.k., so der Arzt. Blick auf die Wertetabelle im Computer - er: aber da die Werte dies und das, Steigerungen um über 240. Dann moralisch: Da hat wohl die eine oder andere Feier stattgefunden. Furchtbar! Ein ganzheitliches Gespräch findet nicht statt - was man so macht, wie es einem sonst so geht, womit man sich gerade beschäftigt, was man noch für Planungen hat, wo es hingehen soll im Urlaub, was man so alltäglich kocht und ißt, wie man sich so insgesamt fühlt usw. Nichts. Blick auf die Wertetabelle. Der Arzt: so kann es nicht weitergehen! Mehr Bewegung, weniger fettes Essen, weniger Alkohol, mehr trockenes Wasser! Man fühlt sich verloren und klein und sterbenskrank, und man möchte eigentlich sofort unter die Erde versinken. Alles so mechanisch, so tabellarisch, so werteorientiert. Nach dem sonstigen Leben wird nicht gefragt. Ob man schreibt, ob man trotz der Werte etwas Schönes erlebt, ob man fotografiert, ob man nachbarschaftliche Kontakte hat, und ob man demnächst an die Ostsee reist - dorthin, wo der Arzt mehrere Jahre als Arzt im Krankenhaus praktiziert hat. Nichts davon - ist ja auch schon Freitagnachmittag, Wochenende ist eingeläutet. Ärzteball! Ärztenotstand! Über den Vorgang, dass er mir zu allem Überfluss auch noch in den Intimbereich kontrollierend mit Gummihandschuhen greifen musste, soll hier weiter gar nicht eingegangen werden. Es ist deprimierend, das macht richtig krank! Es liegt an mir, an meiner Phimosität! Der Arzt an sich ist seit 15 Jahren ein netter Kerl!   

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