Kleine Texte 2020

 

LINIE VIER - UlliPelZisches

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POLIZEI 2020

NOTRUF 110

So geht Notruf 110 irgendwo in Norddeutschland:

 

Beispiel 1: AN DER HALTESTELLE

Älterer Notrufanrufer über 70: Hier bei uns an der Haltestelle gegenüber randaliert eine große Gruppe junger Männer. Können Sie mal kommen?

Jüngerer Notrufdiensthabender unter 70: Wissen Sie, wie viele Einwohner so eine Großstadt hat? Bitte mal den Ort des Geschehens.

Nach 30 Minuten Wartezeit, die Randalierer sind inzwischen in die nächste Straßenbahn eingestiegen, um dort weiter zu randalieren.

Älterer Notrufanrufer, ruft noch einmal an: Weshalb ist denn kein Streifenwagen vorbeigekommen?

Jüngerer Notrufdiensthabender: Da haben wir keine Kapazitäten für! Ich möchte das Gespräch mit Ihnen beenden. Klack. upz

 

Beispiel 2: OBEN AUF DEM DEICH

Älterer Notrufanrufer über 70: Hier bei uns auf dem Deich gegenüber wird gerade ein Mann abgestochen. Können Sie mal kommen?

Jüngerer Notrufdiensthabender unter 70: Röchelt er noch? Dann gehen Sie bitte hin und geben ihm noch eins, zwei…Da haben wir keine Kapazitäten für. Ich möchte das Gespräch mit Ihnen beenden. Klack. upz

 

Beispiel 3: AUF DEM PARKPLATZ NEBENAN

Älterer Notrufanrufer über 70: Hier auf dem Parkplatz nebenan brennt ein Auto. Fiat 500. Können Sie schnell kommen?

Jüngerer Notrufdiensthabender unter 70: Fiat 500? Wegen so einer Kleinigkeit? Lassen Sie mal brennen. Da haben wir keine Kapazitäten für. Ich möchte das Gespräch mit Ihnen beenden! Klack. upz

9.8.20

 

 

Gründonnerstag 2020. Was gibt es an so einem Tag zu essen? Eine über die Landesgrenzen von Bremen hinaus bekannte Köchin (Fernsehköchin) schwärmt vom Braten Grünen Herings am Gründonnerstag, während andere eher veganisch orientierte Küchenhelden das Zubereiten Grünen Pestos an dem Tag bevorzugen. Sie nehmen frisch geliefertes Natives Olivenöl Nr.7 aus Wilstedt dazu und einen ganzen Topf Basilikum, angeröstete Pinienkerne, ein Stückchen Parmesankäse zum Reiben dazu und mixen alles fein und reichlich - und schon ist das zumindest für heute letzte Abendmal fertig. Noch Spaghetti auf den Teller, das Grüne rüber, basta. Hier läuft doch wohl jeglichem Christenmenschen das Wasser im Munde zusammen - während er sich bei frisch auf der Haut gebratenen Grünen Heringen aus Geruchsgrün(d)en abwenden würde. Noch andere wiederum kochen Labskaus mit Spiegelei drauf. Das Ei hat dabei schon eine vorzeitige Beziehung zum Osterfeste. Dann muss am Festtage selbst bei schlechtem Wetter nicht draußen nach den Eiern gesucht werden. Die Frage drängt sich hier beim Labskaus natürlich auf: Wo bleibt das Grüne? Wir legen einfach einen Teelöffel voll mit Pesto mit auf den Teller. Der Grüne Hering würde nicht passen, wir haben ja bereits einen Rollmops drauf. upz 

09.04.2020   

 

 Gezeitenwechsel. Alles schief gelaufen heute und gestern. Erst klappt die Einrichtung von Skype nicht 100% wegen der miserablen Tonqualität, dann heute vergeblich versucht bei einem Bio-Lebensmittel-Lieferanten Ware online zu bestellen. Bis zum Button "Jetzt kaufen" alles kompliziert und letztendlich doch gut gelaufen, dann beim Versuch den "Jetzt-kaufen-Button" zu drücken der Hinweis, dass ich doch erst alle Versandarten benennen müsse.  Ja, leck mich doch, bin ich denn der Logistikchef von diesem ländlichen Unternehmen mit seinen hochpreisigen regionalen Produkten? Ärgerlich - die Digitalisierung der Angebote des ländlichen Raumes ist noch nicht perfekt. Mist. Das Problem ist eigentlich nicht der ländliche Raum, sondern die Unfähigkeit der meisten E-Commercial-Produzenten ordentliche und leicht handhabbare Online-Bestell-Formate ins Netz zu stellen. upz

29.o3.2020

 

Wir werden wohl elendig zugrunde gehen. Alle Lebensmittellieferdienste in Europa sind völlig ausgebucht bis Ende April. Selbst aus dem Vereinigten Königreich ist nichts mehr zu bekommen, weder Tee noch Porridge. Es wird wohl auf Essenmarken hinaus laufen. Die Bundeswehr wird mit riesigen Gulaschkanonen auf den öffentlichen Plätzen stehen und Essen zuteilen. Zu befürchten ist, dass sich in dieser bisher kurzen Krisenzeit ein riesiger krimineller Handelsschwarzmarkt entwickelt hat, wie nach 45. Tausche Kartoffeln gegen Lucky Strike. Biete 7 Küchenrollen gegen 3g Marihuana. Und so weiter. Nach 45 hieß es: Ein Handwagen voller vom Kohlenzug geklauter Eierkohlen gegen 3 Buddeln Kartoffelschnaps. 10 Eier gegen 1o Pariser. Kann man denn nichts machen gegen diese asoziale Hamsterei und "Hase-und-Igel-Mentalität"? Ick bin all dor!   upz      

25.03.2020 

 

 Heute Mittag die Alten-Isolations-Station für eine Stunde verlassen. Kleiner Rundgang Deichschart - Rote Bude - Roland-Klinik -Niedersachsendamm - Huckelrieder Park - Buntentorsteinweg - Hauptzentrale Verein Hoppenbank e.V. - Albrecht wunk am Fenster - BioSchlachter Raab, der jetzt in Habenhausen schlachtet - zurück ins Isolationsheim. Frische Luft. Keine gefährlichen Begegnungen mit Virenträgern. Gesund und lebendig zurück zum Ausgangspunkt. Am Morgen beim Arzt zum Labor. Blut. Urin. Empfangs- und Arztbereich mit rot-weißen Absperrbändern abgeriegelt. Versuch beim REWE-Lieferservice Lebensmittel zu bestellen und liefern zu lassen. Erfolglos. Keine Liefertermine bekommen - bis Mitte Mai ausgebucht. Wir werden wohl sterben müssen wegen Nahrungsmangel. upz 

18.3.2020

 

Corona. Eine insgesamt belastende psychische Situation, vor allem wegen der ständig wechselnden und unterschiedlichen Prognosen in den Medien. Belastend auch der Hinweis, dass besonders wir Älteren mit Vorerkrankungen gefährdet seien. Cool bleiben - oder sich bereits jetzt frühzeitig im Keller verstecken oder direkt sich auf dem Osterholzer Friedhof begraben oder versteinern lassen? Nein, erst einmal an der Betreuung der Kinder teilnehmen , die wegen Schließung der Kitas und Schulen Betreuung benötigen, weil die Eltern zur Arbeit müssen. Ohne Hamsterkäufe heute ein herrliches Züricher Geschnetzeltes gezaubert,  allerdings nicht mit Kalbfleisch - sondern nur, renteneinkommensangepasst, mit Schweinefleisch. Geht auch. Am Freitag wieder Cambio - zwei neue Stühle (dieses Mal vormontiert)   holen in Hastedt und einen Hocker. Es macht ja keinen Sinn ständig Angst zu haben, mit den alten durchgesessenen Vierbeinern auf den Arsch zu fallen oder umzukippen. Wie sagte doch so schön dieser ehemalige Fußballtrainer von Eintracht Frankfurt, Radenkovic oder Kovac oder so: Lebben geht weiter! Mit der Krankenkasse heute ein enttäuschendes aber faires Gespräch geführt. Wird wohl nichts mit den Beitragsrückzahlungen aus den zurückliegenden 10 Jahren. Was soll's, waren ja nur ca. 20.000 Euro. upz
11.3.2020

 

Morgen, am 4.3.20, die 2. Fahrt mit einem Cambio-Fahrzeug. Die erste war am 19.2.20. Der Beweis dafür, dass es auch ohne eigenes Fahrzeug in der Stadt geht. Sogar ohne Auto und Fahrrad. Die Mobilität in den zurückliegenden 14 Tagen bestand aus: Cambio, zu Fuß, Linie 4, mal eben um die Ecke zu REWE oder zu Combi oder zu Penny oder zu Aleco. Es gibt auch noch andere schnell erreichbare Läden und Geschäfte. Im Notfall sogar Taxi. Wie letztens bei Mistwetter: kurze Fahrt Buntentorsteinweg / Kornstraße zur Trattoria. Übrigens: nettes italienisches Lokal. 2 Grappinskis. Total Hacke. Sonst: Geht so. Meine Frau und ich erwarten den Ralph-Saxe-Pokal. upz

3.3.20

 

 

Morgen Vorstellung beim neuen Arzt um die Ecke. Ist zu hoffen, dass er genau so kommunikativ ist wie der bisherige Arzt in Woltmershausen, mit dem man nicht nur über die körperlichen Werte sprechen konnte, sondern auch über alle anderen Werte der Gesellschaft. Über familiäre Ereignisse, über politische Ereignisse, über Reiseerlebnisse und Kulturelle Veranstaltungen usw. Nur vom Fussball hatte er leider keine Ahnung!  Ich bin ihm wirklich sehr dankbar für die Jahre seit 2003. Und was er alles mitmachen musste mit mir als Patient, das hält kein Arzt aus: Zucker, Herz, ungesunder Lebensstil, Leber, Darm, Krebs, Chemo, Nerven - und jetzt auch noch die gesamten Leiden älterer Herren. Mein Gott, was der Arzt alles durchmachen musste mit mir. Ich persönlich wäre an seiner Stelle längste krank geworden. Morgen nun eine neue ärztliche Etappe bis zum voraussichtlichen baldigen Löffelabgeben. Ich hoffe nicht nur auf einen freundlichen Arzt, sondern auch auf einen freundlichen Menschen. Wie  sagte doch der Woltmershauser Arzt zum Schluss: "Mal ein Viertelchen Roten weniger trinken!"  Das hab' ich mir zum kranken Herzen genommen!        upz 

24.02.20

 

Noch einmal Geheimtraining hinten bei uns auf dem Hinterhof unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die einzigen Zaungäste sind wir aus dem neuen Haus 197 heraus und die Beginen drüben von ihren Balkonen. Sie trainieren in neutralen Trainingsanzügen, nein, nicht die Beginen, die Bedrohten, ohne irgendwelche Aufschriften drauf. Schwerpunkt des Spättrainings sind körperbetonte Übungen des gegenseitigen Abdrängens und Umhauens verbunden mit Schnellsprints. Es zielt wohl alles darauf ab, den Giganten mit seinen Sieben-Meilen-Stiefeln zu Fall zu bringen. Der Trainer fragte über die Terrassenbalustrade hinweg, ob ich mit meinem Gewicht nicht morgen auflaufen könne, um den Giganten bereits nach wenigen Metern zu stoppen. Ich musste mein Bedauern aussprechen. Ich könne schon allein deswegen nicht, weil meine Cousine und ihr Mann aus Bergkamen, die ständig gelb-schwarz gekleidet sind, das nicht verstehen würden und den Familiären Frieden in Frage stellen würden. Schade, so der Trainer, dann müsse er wohl selbst auflaufen. Oder vielleicht Wiese. Auch wurde auf der kleinen Parkfläche Doppelpass geübt, ticki tacka, der bisher ja noch gar nicht richtig zum Einsatz kam. Dann kam noch Ailton - er drohte mit der Bratpfanne . upz

21.02.2020    

 

Ein neues Mobilitätszeitalter beginnt. Cambio. Auto-Shaering. Die Fahrzeuge stehen direkt bei uns um die Ecke auf dem REWE-Parkplatz. Ich könnte quasi aus meinem neuen Arbeitskabuff oder aus dem Schlafzimmer direkt in den FIESTA springen, wenn da nicht die vorgeschalteten Formalien wären. Online-Bestellung, PIN, Führerscheinkontrolle , Blutprobe, Psychologischer Test und Charaktertest. Der letztgenannte Test wird voraussichtlich so manche gewünschte Fahrt  von mir mit dem Leih-Mobil verhindern. Keine ausreichende Reife zum Führen eines Kleinwagens. Durch das jahrzehntelange Fahren eines VW-Golf  charakterlich versaut. Auch das Alter wurde abgefragt. Als ich es nannte, wurde gefragt, ob ich noch redaktionsschnell sei? Ich: Ja meistens, in seltenen Fällen, wie z.B. bei Wildwechsel, fliegt der Hirsch oder das Wildschwein schon einmal direkt durch die Vorderscheibe auf den Sitz hinten. upz
17.02.20

 

Der Vermieter des Hauses, in dem wir jetzt wohnen, hat unten im Eingangsbereich ein Whiteboard und einen Informationskasten angebracht. Sehr gute Aktion. Habe vor, das Board zu nutzen mit den Fragen an die Nachbarschaft: "Wer bringt uns Brötchen mit?" - " Demnächst Fischabend, Anmeldungen bitte rechtzeitig, nicht erst am Freitag", oder: " Mittelmäßiger nachbarschaftlicher Schachspieler (Opfer) für einseitige Partien gesucht, Brett ist vorhanden".  Das Auto geht jetzt endgültig weg. Am Freitag ist es soweit. Es wird von einer Autoverwertungsfirma kostenlos abgeholt. Wo die Fragmente des Fahrzeugs, das wir 20 Jahre bewegt haben, dann landen werden, das bleibt uns verschlossen. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann, irgendwo auf der Welt wieder. Vielleicht Afrika? Vielleicht Litauen? Vielleicht Pusdorf? Der Sturm, der Sturm - bei geschlossenen Fenstern bekommen wir von den Unwettern draußen nur ein laues Lüftchen mit. Bis auf dieses Satellitenfernsehen: Bei der ersten Schneeflocke hieß es: No Signal! Gute Gelegenheit, sich einmal wieder  gute geistliche Musik im Hamburger Kulturradio anzuhören. upz
11.o2.2020

 

Habe heute den Elektrikersherpaschein erworben mit der Note 4. Gerade noch so eben bestanden. Die Höhenstange quer angesetzt. Den Lichtschalter statt aus- eingeschaltet. Nicht gewusst, was ein Adapter ist. Beim Sägen der Leiste draußen die Leiste verkantet. Beim Betrachten der 2 aufgehängten Hängelampen dem Elektriker  im Hinblick auf die waagerechte Korrespondenz der Lampen widersprochen. Die 4 reicht aber aus, so der Chef, im Elektrobereich der Bremischen Evangelischen Kirche zukünftig die Leuchtmittel auszutauschen. Mein alter Kumpel Helmut in der Neuen Vahr wird sich freuen, dass mir endlich einmal das Licht aufgegangen ist. upz

07.02.2020

 

Heute habe ich für mich die Entscheidung getroffen, alle meine Schreibuntaten 2010 - 2019, auch früher oder später, auf Papier zu bringen. Getrieben von der Besorgnis, dass meine 10jährige Schreibarbeit verloren geht, werde ich unter dem Titel " Texte - Geschriebenes - Gedachtes - Gefundenes - Verlorenes - 2010 - 2019 " alles herausfiltern, was von Interesse für potenzielle Leserinnen und Leser sein könnte. Vielleicht heißt es ja auch: Interessiert doch keine Sau. Egal. Ich mache es. Es wird wohl eine Sisyphusarbeit werden. Egal - so lange, wie ich es mental hinbekomme, werde ich es machen. Vielleicht entwickeln die nachfolgenden Generationen ja doch noch ein Interesse daran, zur Kenntnis zu nehmen, welchen Schreibmist ich in den zurückliegenden Jahren verzapft habe. upz

04.02.2020

 

 

Schon Februar. Der Monat der Enkeltochter. Sie wird 17. Kaum dass die Kindheits- und Jugendfotos der vergangenen Jahre getrocknet sind, steht eine junge hübsche, fast erwachsene Frau vor dir. In Bremen dreht sich zurzeit wieder einmal alles um diesen Fußballsportverein. Das kennen wir doch schon alles aus den vergangenen Jahren. Langweilig. In der neuen Wohnung sind jetzt in einem ersten Elektrikerschritt Lampen angebracht worden. Ein weiterer wird in der kommenden Woche folgen. Dann werden auch die Lampen über dem großen Tisch zwischen neuer Küche und der "Guten Stube" installiert werden, damit endlich dann ohne Taschenlampenfunzellicht die tägliche morgendliche Heimatzeitung gelesen werden kann. Für mich und meine Augen dann Labsal. Für die Frau nicht so entscheidend - sie kann offensichtlich im Dunklen oder bei diffusem Licht lesen. Der Schwager hat jetzt wohl seine automatische Holzspaltmaschine installiert - von den sonstigen Verwandten nicht viel gehört, wenn nicht sogar gar nichts. Sie sind wohl mit ihren Vernissagen und Kunstausstellungen voll beschäftigt. In der linken Hand das Schampusgläschen - in der rechten das Leberwursthäppchen ohne Senf, aber mit einem kleinen Cornichongürkchen drauf.  Und dann mit den Leberwurstpfoten ran an die Ausstellungsstücke. Fettflecken a la Joseph Beuys.
02.02. 2020

 

 

Kalt, regnerisch, nebelig, ungemütlich - diese Tage am Werdersee. Bestes Wetter zum Drinbleiben und zum Wintersport im Fernsehen kucken und Handball. Draußen allerdings die ganz Harten. Kohl- und Pinkelfahrt-Saison. Invasionen von Kohlfahrtgruppen okkupieren die Gegend um die  Deichschartbrücke herum und den Eingangsbereich von REWE. Eine Kassiererin: Heute möchte ich nicht auf die Kundentoilette gehen!  Erbarmungslose Wummmsmusik ertönt aus den Lautsprechern, die auf die Kohlwagen montiert sind. Und es wird bereits vor dem Essen, wo immer das stattfinden mag - wahrscheinlich bei Schulz, gesoffen, was der Bollerwagen hergibt. Das wird wahrscheinlich bis Ende Februar / Anfang März an den Wochenenden so weitergehen. Na, denn man Prost! Wir werden wohl nächste Woche auch noch einmal einen Kessel Grünkohl aufsetzen und die Schweinefleischabteilung bei REWE leerkaufen. Buddel Korn? Kiste Bier? Nö! Ein guter trockner Weißwein, z.B. ein schönere Fränkischer Silvaner, passt auch immer sehr gut zu "Braunkohl". Pinkel kann man, darf man, weglassen! Heute mal wieder Werder kucken, der Apparat läuft ja wieder. Werder hoffentlich auch! upz
26.01.2020

 

Zu Fuß in die Stadt. Auf der Deichschartbrücke radikal von einem schnellfahrenden Radler umgenagelt worden, weil ich einen unangemeldeten Schritt nach links wagte. Meine Begleitung warnte mich noch mit schrillem Schrei. Vergeblich  - ich landete übers Brückengeländer geschleudert direkt im kalten See bei den Fischen. Mit letzter Kraft schleppte ich mich nach dem Auftauchen ans Ufer, um mit meiner Begleitung den Fußmarsch in die Stadt zum Kaufen neuer Bratpfannen fortzusetzen.  Im Viertel am alten Wasserturm kein Mensch, den man um ein trockenes Handtuch hätte bitten können,  zu sehen, nur schicke Wohnungen. Danach junge zukünftige Schiffskapitäne auf dem Weg zur Seefahrtsschule, einige bereits mit vier Streifen an den Ärmeln. Aus dem Hause des Bischofs traten vier Mitarbeiter:innen der Abteilung Kirchenaustritte heraus zur verdienten Mittagspause in der Stadt. Herrlich, wie nahe man jetzt zu Fuß dran ist am Geschehen vom neuen Standort aus. Rückfahrt dann, mit zwei neuen schweren Bratpfannen im Rucksack, natürlich, was denn sonst, mit der LINIE VIER. Zu Hause erst einmal mit einem großen Handtuch trocken gerubbelt. Und dann noch eine große Menge geschluckten Werderseewassers in den selben zurück befördert. upz

20.01.20  

 

 Handball. Was für ein Irrsinn. Mir tuen bei jedem Körperkontakt, den ich sehe,  die verwundeten Knochen weh. Besonders der zusammengenähte Brustkorb schmerzt, wenn ich sehe, wie einige Abwehrspieler den angreifenden Stürmern an die Wäsche gehen. Das Spielfeld ist doch auch irgendwie zu klein. Kein Wunder, dass die Spieler dauernd zusammenrasseln. Früher, in meiner Bremer Handballzeit bei OT Bremen, 1. A-Jugend, da spielten wir auf Großfeld und rannten wie die Verrückten ohne gegnerischen Körperkontakt ständig hin und her und konnten locker den Ball im gegnerischen Tor (das Fußballtor)   versenken. Übrigens, es müssen die Jahre 65/66 gewesen sein, wurden wir mit der A-Jugend von OT Bremer Meister. Die besten Spieler waren die Senkstake-Jungs aus Osterholz. Ihr Vater Johann (damaliger Vereinsvorsitzender)  stand schreiend am Spielfeldrand und hat sie bei jedem Versagen voll zur Sau gemacht. "Du hast doch keine Ahnung von Handball, du Niete!"

16.1.20 

 

 In Augsburg angerufen wegen der selbsthaftenden Badezimmerhaltegriffe. Die Augsburgerin: Die weißen haben wir nicht mehr - nehmen Sie doch die blauen. Ich: Egal, Hauptsache wir rutschen nicht aus oder kippen um. Sie: In ihrem Alter würde ich mich im Bad immer gut festhalten. Ich: Ja, deswegen rufe ich doch an. Sie: Morgen kommen die Griffe - gehen Sie bis zur Lieferung nicht ins Badezimmer. 

13.1.20

 

 Nach monatelangen Versuchen. Heute ist es gelungen. Die Installation des Sky-Receivers und die Freischaltung der Smartcard. Wir können wieder Werder gucken. O Gott o Gott

12.1.20

 

So langsam kommt Licht ins Halbdunkle. Neue Lampen ausgesucht und bestellt. In Kürze wird uns in der neuen Wohnung helles Licht aufgehen. Ein kirchlicher Elektriker wird die Installation vornehmen, so dass wir nicht nur Licht bekommen, sondern auch noch das kirchliche Leuchten. Eine Einladung an meine Schwester und ihren Mann zum freitäglichen Fischessen wurde ausgeschlagen wegen einer Foto-Ausstellungs- Vernissage mit anschließendem Abwasch und Feudeln. Schade. Wäre eine gute Gelegenheit gewesen, einmal wieder über regionalen Frauenfußball und so weiter zu reden. Sollte wohl nicht sein. upz 
 11.1.20 

 

 Wir trocknen unsere Wäsche ab sofort nicht mehr in der Straßenbahnhaltestelle , sondern in einem heute bestellten energieeffizienten Wärmepumpentrockner mit direkter Einspeisung der trockenen Wärme aus dem Heizkraftwerk, das noch mit Kohle gefüttert wird. Egal, Hauptsache unsere Wäsche verrußt nicht und wir können trockenen und sauberen Hemdes bei der Teamsitzung erscheinen. upz

8.1.20