Schwalben

war nix!
war nix!

Die Sportseite


 

 

 

 

Nr. 17/12

Donnerstag 09. August 2012

09.08.2012 Zwischenruf zum Thema Trikotwerbung SV Werder Bremen:

Ein Kommentar zu facebook-Eintragungen am 09.08.2012

 

Ich weiß gar nicht, weshalb ihr euch so echauffiert - es wurde international auf Sporthemden und auch auf Sporthosen schon geworben, ohne dass auch nur eine Sau sich darüber aufgeregt hätte, für: Pattex (schnüffel es, und dein Gehirn ist beim dritten Mal kaputt), Jägermeister (der Beginn aller alkoholischen dröhnenden Trikotwerbungen), Coca-Cola (die Verzuckerung der Weltbevölkerung, besonders der Kinder), Sprehe (Tiefkühlhühner aus Massentierhaltung und gerade Bronzemedaille im Dressurmannschaftsreiten in London), usw.usw. Ich persönlich liebe Autowerbungen auf Sporttrikots. Schön diese 4 Ringe aus Ingolstadt, schön diese V's und W's aus Wolfsburg, schön diese Sterne auf den Trikots der Fussballnationalmannschaft - alles Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz! Und auch Chemie werbung finde ich geil - immer wenn ich Bayer Leberkusen spielen sehe, dann muss ich an die massenhafte Vergiftung von tablettenabhängigen Menschen denken. Gut, ich fände auch besser, wenn für Juteprodukte, Tofu, Bio-Pariser, für die Weinhandlung in der Wachmannstraße, für die Natur-Kinder-Spielwiese des BUND beim Cafe Sand geworben würde, aber: der SV Werder ist ja nicht der FC Barcelona, der so tut, als würde er kostenlos für UNICEF werben, dabei aber hintenrum dick dafür von Willi Lemke - Sonderbeauftragter der UNO- kassiert. Uli Pelz, FENIX&UPUPA Nett-Wild-Zeitung, http://www.ulrich-pelz.de/ Bremen

 

 

 

 

 


 


Nr. 4/12

Samstag 25.Februar 2012

 

2.HALBZEIT

Männer samstags am Mikrofon

TEXT WURDE ZENSIERT

 

 

 

 

 

 


2/11

Sonntag 09. Januar 2011

WINTERSPORT IM FERNSEHEN

gehört von einem Norddeutschen Flachlandtiroler

 

 

Armin Wnoucek berichtet zum ersten Mal

 

Hundertstel an der Kälberlochpiste

Der neuerliche Angriff auf die Kälberlochpiste. 77 Hundertstel. Das ist zu packen. Da haben wir den Ersten, der ausscheidet. Jetzt Achtung. Da kann sie schön fertig fahren.

Er ist der Rockn-Roller vom Weltcup. Deshalb ist noch alles drin. Da oben muß man die Mischung finden. Was für 'ne Mischung? 33 Hundertstel. Oberkörper. Das ist der zweite Platz. Ob's für's Podium reicht? Also, jedesmal auf's Podium. Das ist doch ein Ding. Wenn das mal alles mit rechten Dingen zugeht. 

2,17 war die schnellste Zeit. Gut gelöst. 2 Zehntel verloren. Das ist überhaupt nicht lockerer. 55,00 gilt es zu knacken. Fährt hier höher raus. Wie höher raus? Immer Schneekontakte halten! Schauen sie sich den Oberkörper an: kaum Bewegung. 13 Hundertstel voraus. Idealspur. 7 Zehntel schneller.

Es gibt schon einige Stellen wo man aufpassen muß. Der Sport lebt von Emotionen. Eine geradezu skiverrückte Familie. Sie braucht nur nachfahren. Auf dem Weg zur Bestzeit. 19 Hundertstel voraus. Da konnte sie sich gerade noch retten. Sie ist da ja gestürzt. Gestern hat sie eine besondere Linie ausprobiert. Immer noch eine Innenbandverletzung.

Die Piste war so ernorm gezeichnet. Das is a schnelle obere Zeit. Jetzt hier die Einfahrt ohne Probleme. Der 3.Platz ist in Gefahr. 58 Hundertstel. Sie verliert dazu. 8 Zehntel. Wo endet der Weg. Sehr starke Linie. Sehr stark. Der undankbare 4.Platz. Gelungenes Wochenende. Sie geht mit dem Becken zum Hang. Da ist sie natürlich glücklich. Sie ist nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Piste ist schon leicht gezeichnet.

Ui, oh, schade. Sie kann die enge Linie auf dem Außenski durchfahren Ein bisserl zu spät draufgegangen. Sie wartet in Position drüber. Die Nächste bitte.Sie kommt dann als 25. Ich glaube sie dürfte relativ zufrieden sein. Er zittert mit. Ich konnte es leider nicht an Stellen so umsetzen.

Gestern war es noch ein wenig ärgerlicher. Das war gar nichts. Sollte ich 4. werden bin ich froh. Im Flachen bin ich besser. Wichtig ist, was am Ende steht. 100 Punkte. 80 Punkte. 50 Punkte. Wau. Die besten Fahrer haben schon einen schönen Vorsprung.

Also mit einem Sieg beim Ausscheiden übernimmt sie wieder die Führung. Wir schauen auf den Sessellift.Sie wollen damit nicht belastet sein. Und gerade weil es so spannend ist, beschäftigen wir uns damit. Ich bin auf Tuchfühlung. A ganze a freche Linie. Die Oberfläche des Schnees ist wie Schmierseife. Die Piste muß jetzt irgenwie noch durchhalten. Fährt durchs Tor durch schade schade. Er hat dem Sohn einiges mitgegeben. Torrero. Genau deine Altersklasse. In der linken Hand hat sie noch die Fahne. Sie kann den Sieg noch davon tragen. Die fernab von Förderungen hier fährt.

 

Italienischer Anzug. 9 Hunderstel liegt sie vorn. Unglaublich schnell. Ja, muß sie. Unglaublich. Perfekte Fahrt. Sie entzaubert die Glanzleistung. 53 Hunderstel schneller. Das gibts ja gar nicht. Sie rutscht auf Platz 5. Hut ab. Sie kuckt verbittert. Die Kulisse auch heute wieder herausragend.101 Punkte Vorsprung. Sie hat ja vorher die Informationen erhalten. Startnummer 28. Sie hats vorgemacht. Vielleicht geschieht ja noch ein kleines Wunder. Mehr als eine halbe Sekunde liegt sie schon zurück. Das wird nix. Sie hat nur 98.Hunderstel Rückstand. Man muß einiges durchmachen, um hier hoch zu kommen. Sie behält Rang 5 mit 77 Hunderstel Vorsprung. Der Steilhang war wirklich sehr gut. Bestzeit.

Der Graubündener ist einer von ihnen, von den Eidgenossen. Die Meinungen über die junge Schweizerin gehen auseinander. Arrogant. Besser gesagt von der Halbinsel Kamschatka. Eine Sonderposition geht nicht. Es gibt Regeln und Pflichten. Man hat sich an einen Tisch gesetzt. Kurzer kleiner Fehler.Das reicht nicht. Sie wird 8. 33 Hunderstel zurück. Sie kämpft hier um die Linie. Die Olympiasiegerin im Riesenslalom. 84 Hundertstel Rückstand. Da ist sie ausgeschieden. Sie nutzt die Chance nicht sich in Szene zu setzen. Hier sehen wir den Pressechef. 22. Schade. Sie ist eine potentielle Gefahr. Mit 11 Hundertstel gut dabei. 41 Hundertstel. Sie ist zu weit nach rechts gefahren. Und kriegt auch sie so einen Impuls. Sie wird rausgeschmissen. Der 5.Platz bleibt bestehen. Sehr gut unterwegs. 58 Hundertstel. 1,23 der Rückstand jetzt. Ohne sichtbare Fehler. Sie verliert aber weiter dazu. Sie kann sich feiern lassen, die Leistung war in Ordnung. Dann kriegt er nur noch ein Go und er weiß, daß er raus muß. Es ist einfach nicht so rund gelaufen, dann bin ich unten auch noch so eng geworden. Der nächste Slowene. Man kommt kaum zum Stehen. I muß zwei Tage gut trainieren. Hier passiert gerade was. 47 Hundertstel. 1 Fehler raubt ihr dann den Sieg. Der letzte Anstieg. Wer zu spät kommt, den bestraft, wie immer, das Leben.So lange geht es nämlich hoch. Wichtig heute die Piste ausnutzen. Schauen Sie sich den Container mal an. Was die gelitten haben. Sie haben das eine oder andere Weihnachtsessen bereut. 55,34 - diese Marke müssen wir uns merken. Es geht gleich um Sekunden. Man muß das Ganze relativieren. Es kann richtig spannend werden. Sie ist auf dem besten Weg eine Legende zu werden. Auf einem Husarenritt nach vorne. Sie wurde nicht in der Welle mitgeschickt. Die kleine Norwegerin am Anstieg. Weniger später ist sie dran an Maria. 2 Minuten 17. Sie hat aufgeholt. Sie will etwas Unmögliches versuchen. Weil man sonst nicht mehr gleiten könnte. Die Frauen wollen nicht die gesamte Strecke der Männer laufen. Immer noch kämpft die Norwegerin. Es wäre eine riesige Tat. Auch für sie wäre das Podium das höchste der Gefühle.

Damen- oder Touristenschritt. Der eine machts aus Gründen der Show. Da sollte man sich nicht schämen. Die Frau aus dem Austertal. Es ist dennoch weich an einigen Stellen. Sie hatte traditionell ihre Schwierigkeiten am Schlussanstieg. Ich komme mit dieser Mentalität einfach nicht zurecht. Die müßten sich nur selber ein wenig puschen. Weil sie nicht gut klettern kann. Das sind sechs überragende Läuferinnen. Nur noch 35 Frauen sind ins Rennen gegangen. Sie war schon zweimal 9. Die junge Finnen ist gerade mal 20. Sie muß ihren zweiten Platz sichern. Sie hat das meiste hinter sich die 28jährige. Nur gut 50kg. Sie kommt gut die Berge hoch. Jetzt nur noch 4%. Damit ganz kurz vor dem Ziel. Sie kommt erst dort hinten an. Es ist nicht unbedingt das, was sich die kleine Schwedin vorgestellt hat. Das ist eine Gratwanderung hier. Man kann sich hier auch ganz schnell in den Keller bringen. Triumphlauf. Sie hat kleine Schwächen gezeigt. Da ist das Ziel. Sie ist eine, die ihrem Körper sehr sehr viel zumutet. Da kommt die Frau des Tages. Dafür gibt es Extrapunkte. Die Queen. Lady of the day. Die junge Norwegerin. Sie hat aus ihrem zierlichen Körper das Maximum herausgeholt. Ihre Fans sind rübergekommen. Longa Dritte. Das ist doch noch ein möglicher 11. Platz. Es wird nicht reichen. Danach kam sie erst richtig in Schwung. Sie hatte nicht das allerbeste Material. Jawoll, komm. Von unten anfahren. Die junge Lappin wird 8. Es geht um Position 10. Sprint um Platz 12. Sie war defacto deutlich weiter zurück. Nach Magen- und Darmproblemen hat sie sich berappelt. Dünnpfiff, oder was? Er ist ziemlich raus aus dem Rythmus.  Rang 12, ein gutes Ergebnis für die Deutsche.Vorläufig mit Bestzeit. Er hat gestern Geburtstag gehabt. Ein riesiges Talent. Vorsicht, das ist gerad mal gut gegangen. Deshalb kann er sich nicht an die Spitze setzen.

Ja, gut, das ist schon begründet vorher. Was hat die Siegerin zu sagen. Es ist schon schön die Beste zu sein. Der ist ein bischen zu lang für mich eigentlich, obwohl ich gut die Berge hoch komme. Ja, ich muß auch sagen, dass ich eher gedacht habe, dass sie wackelt. Sie wollte mit der Gruppe, die von hinten kommt, mit nach oben. Ist das der neue Typ von Frauen. Wir sagen immer Duracell zu ihr. Bei den Langläufern heißt sie Hoppelhäschen. Bedenkenswerte Entwicklung bei den Damen. Die Zwei sehen dann schon anders aus. Sie hat kräftige Schenkel, sie ist sehr lebhaft, das wird schon gehen.

Natürlich schauen wir uns auch die anderen Damen an. Da schaut man natürlich schon hin. Sie haben zwei dabei, sind die fit. Ja, denke ich schon. Die zwei wollen sich zusammentun. Danke Jochen. Ich bin pünktlich wieder hier, wenn die Männer zur Sache gehen. Der Kollege zeigt immer den vollen Körpereinsatz.

 

 

 

 

 

 

Sonntag 19. Dezember 2010

SPORTFENIX AM SONNTAG

War was?

 

 

Als Bremer Sportfreund könnte man zurzeit glatt zum Churchill werden. Immer die Zigarre im Anschlag, den Zylinder auf'n Kopp, schlecht englisch essen und immer einen Whisky in der Nähe - das wäre doch ein stressfreies Leben. Und bitte: keinen Sport, keine Sportübertragungen, kein Biathlon, kein Springen, kein Riesenslalom und kein Sky-Fernsehen am Samstagnachmittag. Wie könnte das Leben doch angenehm sein als Churchill. Hin und wieder ein paar Sprüche gegen die Franzosen loslassen, bei Gelegenheit ein paar Bomben auf Dresden abwerfen lassen, da die ja ohnehin keine Bundesligamannschaft haben, gemeinsam mit Stalin und Truman  Deutschland  in neue Sektoren einteilen. So käme zum Beispiel Bremen jetzt nicht wieder unter amerikanische Verwaltung, sondern direkt unter die englische. Ein Grund dafür könnte sein: damit sie in Bremen endlich wieder lernen vernünftig Fussball zu spielen. Aber bitte: no sports. Man mag doch gar nicht mehr in die Sonntags- geschweige denn in die Montagszeitung schauen. Nur noch Negativergebnisse und schlechte Meldungen von unseren Helden. Kein Kampfeswille mehr, kein Durchhaltevermögen, kein Vereinsstolz geschweige denn Nationalstolz mehr. Nur noch Flachpfeifen und Loser. Wie soll man das denn anders bezeichnen, wenn die Bremerhavener zum Beispiel ständig gegen die Oldenburger im Basketball verlieren? Oder wenn die Handballerinnen des SVW gegen die Dorfschönheiten aus Bad Schwartau mit 27:32 untergehen. Und schaut euch doch einmal Eishockey an: die Pinguine verlieren schon wieder gegen diese Klopper aus Hannover - nein das macht doch alles keinen Spaß mehr. Würden wenigstens der TSV Gut Heil Bassen und der TSV Ottersberg spielen, könnte man ja auf einige positive Nachrichten hoffen. Aber: Plätze unbespielbar! Haben die dort keine Vereinsmitglieder, die die Plätze freiwillig freischaufeln können? Es geht doch alles den Berg runter! Früher hätten wir morgens um 7 auf dem Platz gestanden und hätten den Schnee weggeräumt! Nur noch Frust! Was sollen wir denn anfangen mit dem 35.Platz im Super-G, oder mit dem 22. in der Damenabfahrt? Und unsere Springer! Eine einzige Kathasthrophe - der beste auf dem 16.Platz! Das muß man sich einmal vorstellen: 16.Platz. Wo ist Svennie? Wo ist der Dieter? Wo ist der Jens? Mein Gott, waren das herrliche Springerzeiten! Ski-Langlauf! Man glaubt es nicht! Denise Herrmann aus Oberwiesenthal, wo der Jens ja auch herkommt, nicht der 40.Platz, auch nicht der 41. oder der 42. - nein, der 43.Platz! Weltklasse!   Der Nachrichtenschnitt wird durch den 1.Platz von Magdalena und den 3. von Michael im Biathlon auch nicht viel besser. Dagegen stehen dann ja schon wieder die Negativergebnisse vom FC Oberneuland und von unserem ruhmreichen Sportverein Werder Bremen von 1899. Ja, 1899, so spielen sie zurzeit ja auch. Man mag ja nicht nicht mehr hinkucken! 

Nein, ich mache heute einen auf Churchill. Ich setz' mir 'nen Hut auf, ziehe meinen besten Frack an, schiebe mir 'ne dicke Havanne rein, nehme meinen besten Handstock und begebe mich nach Habenhausen zum Schauturnen des ATSV!

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag 12. Dezember 2010

F&U am Sonntag / Medienwelt

 

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis, genannt Fritz von Thurn und Taxis (* 22. Juni 1950 in Linz), entstammt der böhmischen Linie des Fürstenhauses Thurn und Taxis und wurde als Sohn vonMaria Julia von Lobkowicz geboren. Seine journalistische Laufbahn begann er 1971 beim Bayerischen Rundfunk.Jetzt knödelt er bei Sky.

 

Fussballdeutsch bei Sky

Gestern um 15:30 Uhr im Fussball-Bezahl-Fernsehen

Live-Übertragung eines Bundesligaspiels irgendwo in Norddeutschland

 

 

AUSZÜGE AUS DEM ORIGINALKOMMENTAR ZU DEN LIVEBILDERN

Kommentator: ein gewisser Prinz Fritz aus Bayern 

Eckball Nr. 1, den wir zu notieren haben – klar, dass er sich viel vorgenommen hat, gebürtig aus Kiel – aber beide sind noch wirklich nicht so richtig im Spiel drin – nicht langsam, aber er hat lange gefehlt – die beiden haben sich in einem ernsten Gespräch auseinandergesetzt – eher gleiche Höhe würde ich sagen – wir wollen da nicht kleinlich sein – doch, stimmt schon – ich will nicht sagen es ist langweilig – Oh, von hinten – das sehen wir eher selten – eigentlich ein idealer Sechser – wir dürfen Michael Ballack nicht vergessen – er beißt auf die Zähne – fackelt nicht lange der Holländer – schwierige Aufgabe für den Tschechen – hinter ihm stand Fannistelreu – dass er da lange stehen bleibt, das hat ihm gar nicht gefallen – abseits – das war knapp – Abstoß – Bisschen eigensinnig der Peruaner -  beide gelben Karten waren berechtigt – ich war selbst Zeuge dieses Spiels – ja fast arrogant wirkend auf mich heute – hui, der war gut – Tor – er will das genießen hier – dann hat man gespürt, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht – das schaut sehr unelegant aus – Gut – im letzten Moment – abseits – er irrt durch die Gegend – der Niederländer bleibt eine Gefahr – Handspiel – klares Foul – jetzt muss der Schiedsrichter für klare Verhältnisse sorgen -  Jahrgang 81 – er hat nur 7 Spiele verloren – kopflos – aus, Ball war draußen – die Jungen lassen sich von den Älteren auch was sagen – da darfst du nicht zurückschrecken – den muss man einfach herausheben – etwas orientierungslos – da schaut er bisschen komisch aus der Wäsche – 5 Minuten noch bis zum Wechsel – Abstoß – so, die Oldies plagen sich auf dem Platz und die Jungen auf der Bank schauen aus der Wäsche – jetzt, hui, war das eine Chance – dann wäre der Ball vielleicht ins Tor gerauscht – ja, wenn – korrekt – also, es ist noch nicht alles verloren – Freist0ß – ein Spezialist für solche Bälle – der Blick zur Uhr – es wird noch ein bisschen gerempelt und geschubst – ich glaube, dass der Dampf jetzt draußen ist – die Spieler gehen in die Wärme – wie fällt ihr Fazit aus – wir waren bemüht, wir sind bemüht – da müssen wir uns jetzt wieder rausziehen – man merkt auf dem Spielfeld: die Jungs wollen – der kann’s mit Sicherheit besser man sieht was Daraus entsteht – ja, gut, er muss ein Stück weit reinrücken –auf geht’s – er kann mit links schießen – kein Foul – jetzt ist der Ball im Tor – 2 Minuten 11 Sekunden – die Fans sind glücklich – Eigentor – Au, welch ein Pech – da sollte man ihm keinen Vorwurf machen – drei Hamburger um ihn rum – Ball war draußen – jetzt hats zu regnen angefangen – es ist sogar Schnee mit dabei – dieser Ball war schlecht – spielt er durch heute – mal eine Stunde, die Nase ist noch dran – aber die Zähne wackeln vermutlich – auf den Zahnarzt kommt es an  – mal bleibt er ganz draußen – schön gemacht – wie viel packt er noch drauf – Verhandlungsfrage – o ja, die Zwei mögen sich nicht wirklich – was wird da als alte Rechnungen beglichen – herrlich, wie er das gelöst hat – ja, Eckball –2 : 1 – er hats wieder korrigiert – es ist zum Wahnsinnigwerden – er war im Abseits – es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wär – er braucht unbedingt die Punkte hier - um besinnlich Weihnachten feiern zu können - er wird reagieren – er wird den schnellen Niederländer bringen – Tor – fantastisches Tor – 3:1 – ein doller Ball – das kann nur ein Brasilianer – sensationelles Tor – ob er Lust hat, wird sich noch zeigen – ohne dass man verstehen kann was sie sich zuraunen – auf der anderen Seite ist schon Weihnachten – selbst durch Kampf und Einsatz – so richtig kann man im Moment nicht dran glauben – mit Trainer, ohne Co-Trainer, mit Co-Trainer – es ist nicht gelungen – dabei können sie doch Fußballspielen – wir haben die Schnauze voll – irgendwie kann ich es nachvollziehen – 20 Minuten – es war ein Albtraum der schlimmsten Art – er hat schon eine Verwarnung auf dem Puckel – es ist kein Team – er versucht nochmal nachzulegen – ja – dass der so in einen Zweikampf reingehen kann, erstaunlich – der Kapitän der Nationalmannschaft von Venezuela – der 18jährige Asiate – Spiel geht weiter – in so einer Situation gelingt fast alles – deshalb müssen wir unseren Regisseur bitten – der Ball sollte eigentlich in die Mitte kommen – 4:1 – es reicht – Tor – der Ball war drin – eindeutig – 2:4 – nicht zu halten – der Ball war drin – das gefällt einem Trainer nicht – Routine pur – hats lange nicht gegeben 6 Tore – jetzt ist er fällig, mein Gott Junge – mein lieber Mann – das war eigentlich Gelb/rot – das liegt aber nicht an ihm – ratlos Fannistelreu – quäl dich – neben dem Spielball noch ein blauer Ballon auf dem Spielfeld – er holt alle vom Spielfeld – 4 Minuten noch – das ist schlechtere Lösung für Fannistelreu – eigentlich dürfte er gar nicht mehr auf dem Platz sein der Tscheche – noch einmal dieser schöne Ball, herrlich – er bleibt ungeschlagen - + 2 Minuten – die Diskussionen werden sich fortsetzen – die Mittel begrenzt – das wird das große Problem sein – die letzten Momente – zum Abschluss noch einmal Gelb – das Spiel ist aus – und das ist die Reaktion in der Arena – bittere Enttäuschung – das hat man sich vollkommen anders vorgestellt – wir sind gespannt auf die Aussagen – das tut weh – ja, jetzt ist Emotion nach dem Spiel – die Mannschaft wirkte gehemmt – ich stehe und es ist schwierig – danke sehr, viel Glück dabei – schwer, überhaupt etwas zu sagen – es kommt auch noch Pech hinzu – kennen sie den Zauberlehrling?

 

DER FLUCH DES BETZENBERGERS

 

Die Redaktion von F&U hatte ursprünglich geplant, auch den Kommentar des im Bild abgebildeten Herren zum Spiel Borussia - Werder wiederzugeben. Die Redaktion hat sich allerdings entschlossen, darauf zu verzichten, weil wir grundsätzlich keine hämischen, vorurteilsbelasteten, bayernmünchenabhängigen, nurspitzenreiterlobenden, denwettbewerbernieder-machenden und vonfussballkeineahnunghabenden Sportkommentare veröffentlichen. Es war gestern so schlimm, dass wir uns entschlossen haben, die weitere Zusammenarbeit mit dem Kommentator einzustellen. Den Herren von Werder empfehlen wir noch einmal, diesem Herren nicht nur Stadionverbot zu erteilen, sondern auch die im Außenbereich des Stadions stehenden Bratwurstbuden anzuweisen, dem Herrn seine Ebenbilder nicht mehr auszuhändigen. Dem Innensenator von Werder empfehlen wir, dem Hassprediger den Zutritt in die Stadt zu verweigern. Diesem Betzenberger! Im übrigen ist sich die Redaktion 100% sicher, dass das Spiel mit einem anderen Kommentator einen anderen Verlauf genommen hätte - und wenn es der Prinz von Bayern gewesen wäre. Mit diesem Kommentator hier kann Werder kein Spiel gewinnen! Es ist wie verflucht. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadionsicherheitshemd         Stadionwurst                Stadionkissen

Sonntag 14. November 2010

F&U am Sonntag

IM STADION

Josef Fellstein war nach langer Abwesenheit einmal wieder im Stadion, obwohl er von Fußball keine Ahnung hat

 

 

Nach langer Zeit der Skyverblödung und der Skyvereinsamung wollte ich einmal wieder live ins Stadion hineinschauen. Dieser Marcel Reif geht einem doch langsam auf die Nerven; besonders dann, wenn er über unsere Heimatmannschaft herzieht. Also, nix wie los gestern Nachmittag gegen 14 Uhr, eine Karte hatte ich mir einige Tage vorher schon besorgt, kurz nach dem Desaster in Stuttgart. Zuerst mit dem normalen Linienbus - nicht mit dem Stadionbus, das hält man ja gar nicht aus - bis Mitte, von dort sollte es dann für mich zu Fuß weitergehen bis Stadion.

 

Aber was heißt hier normaler Linienbus? Zwei ältere Herren in meinem Alter hinter mir lamentieren lauthals und ungeniert über die so genannte Mannschaftskrise, so als seien sie eingeladen worden, Vorträge für die gesamte Busladung zu halten. Der Trainer muß weg! Der Manager schon längst! Was der uns für Idioten eingekauft hat! Der Vorstand sollte mal ordentlich auf'n Tisch kloppen! Dieser Österreicher, zurück mit ihm in die Berge! Und erst dieser alte Franzecke auf links, Silvester, oder wie der heißt, der kann doch außer Baguettfressen überhaupt nichts! Und hinten überhaupt, den Langen würde ich der Nationalmannschaft an Jogi's Stelle nicht mehr aufstellen, der ist doch brandgefährlich!  Und vorne! Tote Hose! Kuck' dir mal Dortmund an, was die spielen! Undsoweiterund soweiter!Hinten im Bus rüpelten dosenbiertrinkend mit Vereinsschals bestückte andere jüngere Einheimische herum, den Wortlaut der Rüpeleien hier wiederzugeben verbietet das Redaktionsstatut. Ich dachte immer, Alkohol trinken im Linienbus sei verboten? Ich glaube, dass der Busfahrer genau so froh war wie ich, als wir Mitte erreichten und alle Fans, ob mit oder ohne Schal, umsteigen mussten.

 

Von Mitte nun, während sich in den Straßenbahnen die biertrinkenden Rüpel und die schlaumeierischen Altfussballexperten zerquetschen,  zu Fuß bis Stadion. Schön in Ruhe unterwegs noch 'ne schöne Tasse Bohnenkaffee trinken. Aber was heißt hier in Ruhe? Die Pöbeleien und die Rüpeleien sind ja außerhalb der Busse und der Straßenbahnen noch viel extremer. Immer in Kleingruppen von 2 bis 20 Mann ziehen einheimische und auswärtige so genannte Fans lokal- und vereinspatriotische Urlaute von sich gebend  durch die Stadt. Zur  Ausstattung der Umzugsteilnehmer gehört wie selbstverständlich links und rechts jeweils 'ne Buddel oder 'ne Dose Bier.

 

Alle Geschäfte entlang des Weges, inzwischen auch die so genannten seriösen, sind auf diesen Konsum eingestellt und bieten außerhalb ihrer Geschäfte trinkbares Alkoholisches an. Kein Wunder! Verständlicher ökonomischer Vorgang! Weil es im Stadion selbst ja keine kostengünstigen Flaschen und Dosen gibt, sondern nur dieses teure schlechtgezapfte Pappbecherbier, versorgt sich der kostenbewußte Bierkonsument vor dem Spiel mit den günstigen Artikeln außerhalb des Stadions. Weil er es aber ja nicht mit hinein nehmen darf, hamstert er und schüttet sich so viel von dem Bier und Schnaps in den Körper hinein, wie hinein passt! Und zwar öffentlich, draußen sichtbar für jedermann! Einige lassen dann ebenso öffentlich und draußen, ebenfalls sichtbar für jedermann, auch wieder ab! Das Leergut wird an der Stelle fallen gelassen, an der der letzte Tropfen herausgesaugt wurde. Nutznießer sind, und das ist ein weiterer positiver sozialökonomischer Aspekt der öffentlichen Sauferei und Pisserei, die Heerrscharen von Flaschenpfandsammlern, die das Gebiet zwischen Mitte und Stadion in Claims aufgeteilt haben. Meine Tasse Kaffee habe ich trotz aller Unsitten auf dem Weg ins Stadion in einem schicken neuen Bäckereigeschäft mit Sitzgelegenheiten, kurz hinter der großen, berüchtigten Drogenkreuzung, in Ruhe trinken können, da hier kein Alkoholausschank! Die illegalen Drogenhändler drüben auf der anderen Seite waren gerade von der Polizei weggeräumt! Wohl damit die legalen Alkoholmissbraucher gut und ohne Gefährdung durchkommen bis Stadion! 

 

Am Stadion angekommen. Vorher noch durchgewühlt durch die Hundertschaften von Biertrinkern an den Außenständen der Gastronomie rings um das Stadion kurz vor der Unterführung. Hier stehen die wahren Fußballphilosophen, die Vordenker des tödlichen Passes aus der Tiefe, die Theoretiker der üblen Fouls und der lächerlichen Schwalben. Die Co-Referenten der zu weichen Trainingseinheiten und die jederzeit einsatzbereiten Ersatzspieler, die vom Einfliegen ins Stadion mit dem Hubschrauber in der 75 min träumen, um dann noch die Spiele herum zu reißen.

 

Jetzt also rein ins Stadion. Sitzplatz. Ich freue mich aufs Spiel, zumal ich siegessicher bin. Vorher allerdings noch: Security!  Ein junger Mann in roter Jacke, total kurz geschnittenes Haar, Goldkette, goldene Ohrringe, dicke Dinger an den Fingern, fordert mich auf, die Arme zu heben und die Beine auseinander zu spreizen. Dieser junge Mann also, von dem ich annehme, dass er für die Ausübung eines Lehrberufes wohl nicht geeignet sein würde, hatte nun die Aufgabe, mich nach gefährlichen Dingen, die ich regelmäßig bei meinen seltenen Stadionbesuchen am Körper trage, zu filzen. Und er tat es mit großer Leidenschaft von hinten und von vorne. Jedesmal wenn er auf einen Gegenstand in meiner Kleidung traf, wurde er zeremoniell. Mein neues flaches Handy mit Farbdisplay ließ er herausholen aus der Jackentasche und sich genauestens erklären. Ob ich damit Laserstrahlen aussenden könne, um die gegenerischen Spieler oder den Schiedsrichter zu irritieren? Nein! Gut, geht durch!Dann stößt er in der inneren Brusttasche auf ein gefaltetes Din-A-4-Blatt. Das war da noch drin von meiner letzten Leverkusen-Köln-Reise. Wurde mir zwischen Ausgang Kölner Hauptbahnhof und Kölner Dom in die Hand gedrückt. Ein politisches Flugblatt gegen die Deutsche Bahn wegen Stuttgart 21 und wegen der Mitschuld der DB / frühere Reichsbahn an den Deportationen im Nazi-Reich. Was das sei, so der Security-Mann? Ich sagte: Seh'n Sie doch, steht doch drauf! Ob das gegen Islam sei? Ob ich es verteilen wolle im Stadion? Das ist verboten, so der Sicherheitsmann! Gut, hier haben sie es, ich brauche es nicht mehr, sie können es haben! Er nimmt es und zerknüllt es und wirft es zerknüllt auf den Stadionbeton. Dann ertastet er das Portemonnaie in meiner Hose hinten. Jetzt duzt er mich. Hol' mal raus! Ich sage: Portemonnaie. Er: was hast du darin versteckt, ist so dick? Jetzt versuche ich locker und witzig zu sein und antworte ihm: Rakete, Nebelkerzen, Bananen, Molotowcocktail? Er: Molotowcocktail kenn' ich nich', ich trinke nur Kai Pirinja! Ich: Kai was? Er: Egal, mach' mal auf. Und du glaubst es nicht: er nimmt tatsächlich mein Portemonnaie in die Hand und sucht darin den Molotowcocktail und die Bananen.  Nix gefunden, gut, durch, schönen Tag noch und schönes Spiel...!

 

Nun aber fix hin zu Block 7 Reihe 1 Platz 31, es ist schon 5 vor halb. Vorher noch eben schnell Kaffee wegbringen. Hätte ich nur keinen getrunken. Ich begebe mich in die Hölle, ich will ja nicht während des Spiels mich durch die Reihe zwängen müssen. Die Hölle, das ist der Männeraustritt im Stadion. Hunderte von Kaffee- und vor allem: Biertrinkern, drängeln sich in viel zu kleinen Pissoires. In Dreierreihen stehen sie vor den Becken und drücken die, die dran sind, von hinten fast in die Urinale. Einige haben dabei den nächsten Bierbecher in der Schnauze festgesaugt. Andere, die ganz Harten, haben sogar den Bierbecher in der Schnauze und darüber hinaus in der rechten oder linken Hand, je nachdem mit welcher Hand sie den Eingriff gestalten wollen, die Bratwurst, oder wie sie hier heißt: die Stadionwurst, mit dick Senf drauf. So stehst du in der Hölle zwischen biertrinkenden, bratwursthochhaltenden und derbe Männersprüche bezüglich der hier freizulegenden männlichen Genitalien klopfenden Fußballexperten in der Pisshölle und denkst völlig antiatheistisch: Lieber Gott, mach' bitte, dass ich hier heil wieder herauskomme. Und er hat meine Gedanken gelesen, auch wenn ich leicht bier- und senfbekleckert meine Kleider in Ordnung bringen mußte.

 

Endlich. Zum trockenen und sicheren Sitzplatz. Die Mannschaften mit den Kindern an den Händen laufen gerade ein. Platz 31. Hm, hm. Wie komme ich da jetzt durch. Der Beinabstand zwischen Sitz und Oberrangbegrenzung ist knapp. Peinlich, alle Plätze bis 31 bereits besetzt. Viele davon wieder mit biertrinkenden und bratwurstessenden Fußballfreunden. Ich hatte meine Kleidung doch gerade geordnet. Da mußt du durch. Tschuldigung, darf ich mal..., tut mir leid, danke, dürfte ich mal kurz durch. Einige nehmen mich gar nicht wahr und lassen mich stundenlang stehen. Andere maulen und pöbeln: immer die Gleichen, spät aber kommt, du hast wohl den falschen Block, setzt dich hin, ich kann nix sehen, Spießrutenlaufen. Dann angekommen bei 31. Zwei kräftige, breitschultrige Fußballexperten links und rechts. Mein Sitzkissen mit den Vereinsfarben, von zu Hause mitgebracht, auf 31 ausgebreitet und hingesetzt, zumindest versucht hinzusetzen. Die breiten Schultern links und rechts verharren in ihrer eingenommenen Stellung, so dass mir nur auf halber Backe auf dem vorderen Teil des Sitzes eine halbe Sitzmöglichkeit bleibt. Meine vorsichtige Frage, ob usw. wurde sofort abgeblockt mit dem Text: Wer zuerst kommt, malt zuerst...! Na toll!

 

Das Spiel übrigens: 0:0.

Vorkommnisse: Im Gästeblock wurde eine Rakete gezündet, eine Nebelkerze in Rot geworfen, eine Molotowcocktail auf den heimischen Torwart geschmissen. Bei Ecken wurde unser leichtfüssiger, wunderbarer brasilianischer Mittelfeldspieler von den auswärtigen Affen mit Bananen tracktiert. Sonst war nix. 

 

Josef Fellstein

(kuckt wohl demnächst wieder Sky)

 

 

 

 

 

 

 

Bank, viel Platz
Bank, viel Platz

Dienstag 09. November 2010

WERDER IN DER KRISE

Nachdenken über Thomas und Klaus

 

Selbstverständlich muss in so einer „betrieblichen Situation“ auch darüber nachgedacht werden dürfen, ob möglicherweise Ursachen für die negative „betriebliche Entwicklung“ bei der Führung der Mannschaft zu suchen sind. Wenn sich allerdings bewahrheiten sollte – was ich vermute -, dass ein Teil der Mannschaft intellektuell überhaupt nicht in der Lage ist, die betrieblichen, kollektiven Abläufe, die auch im Fußball für ein erfolgreiches, positives  und fachlich qualifiziertes betriebliches Handeln notwendig sind, zu begreifen, geschweige denn zu respektieren, dann kann die Führung sich noch so krummlegen – dann hast du bald Verhältnisse, wie in weiten Bereichen der Jugendhilfe und in der Sozialarbeit, wo jeder vor sich hin wurschtelt, wie es ihm gefällt. Was dabei herauskommt, sehen wir ja! Wenn so eine Wurschtelei auf dem Fußballplatz stattfindet, und wenn jeder der Akteure nur Gutes tun will – und zwar nicht für die Mannschaft und für die hilfebedürftigen Zuschauer -, sondern nur für sich selbst in Form von sinnlosen Dribbeleien, in Form von makabren Fernschüssen aus unmöglichem Winkel und in Form von öffentlichen, narzisstischen Vorführungen von misslungenen „Peikerungen“ (Knastjargon für Tätowierungen), dann kannst du als Führung nur noch selbst ins Gras beißen oder aber den halben Kader auswechseln, was ja wohl aus vertraglichen Gründen nicht geht. Ich würde die Selbstdarsteller auf die Bank setzen und lange nachdenken lassen, gegebenenfalls würde ich sie für 4 Wochen in den Sozialen Trainingskurs zur Jus (Jugendhelfer unter sich gGmbH) schicken. Dort können sie dann lernen, wie man sich gegenüber dem Geschäftsführer zu verhalten hat, besonders öffentlich auf dem Platz. Hier können sie lernen, dass man sich in Gruppen kooperativ und teamorientiert zu verhalten hat, und dass man nicht ständig auf den Platz rotzt! Notfalls, wenn alles nicht mehr hilft, dann kommen sie auf den pädagogischen „Heißen Stuhl“, damit sie endlich einmal einsehen, was sie für negative Typen sind, und dass es auch anders geht! Fußballerisch kann es für die Führung von Werder jetzt nur darum gehen, den Schaden durch veränderte Konzeptionen, Aufstellungen und Spielstrategien zu begrenzen. Notfalls auch mal hinten dicht machen: Kattenatschio! Achterkette!  Personalführungsmässig: Endlich einmal Autorität und Führungsstärke zeigen!

Den jetzt nach so langer Zeit fälligen Wechsel empfehle ich erst für das Saisonende. In der betrieblichen Praxis nennt man das: Veränderungsmanagement. Das ist die beste Gegenwehr gegen die Gefahren des Beamtenfußballs und der verbeamteten Jugendhilfe.

 

Ulrich Pelz

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 22. Juni 2010


Chronik der angekündigten Französischen Tragödie

 

http://de.academic.ru/pictures/dewiki/70/Franzosischer_Flagge.jpg https://www.babble.com/CS/blogs/famecrawler/2008/01/bruni-pregnant-sarkozy-france-president-model.jpg

 

 

20.  Minute

Südafrika geht 1:0 in Führung.

Kumano köpft aus kurzer Entfernung ein.

 

28. Minute

Schiedsrichter Fehlentscheidung.

Der kolumbianische Schiedsrichter Oscar Ruiz schmeißt Courcuff wegen eines normalen Fouls mit Rot vom Platz.

Frankreich nur noch mit 10 Mann.

 

33. Minute

Schaballala schießt knapp einen Freistoss übers Tor.

 

34. Minute

Ribery ruft Domenech etwas Unflätiges auf Französisch zu.

Frei übersetzt in etwa: Du Hurensohn hast die falsche Mannschaft aufgestellt!

 

37. Minute

M'Phela schiesst das 2:0 für Südafrika.

 

38. Minute

Abseitstor für Südafrika.

Penar 1 m im Abseits.

 

39. Minute

M'Phela schiesst, gute Parade von Loris. 

 

40. Minute

Ribery vollzieht Freistoss. Tolle Parade von Josefs. Ribery frisst Stadiongras.

 

42. Minute

Therry Henry heult.

 

43. Minute

Uruguay geht gegen Mexico 1:0 in Führung

neue Chancen für Südafrika

 

44. Minute

Von der franz. Ersatzbank aus werfen einige Spieler mit Gegenständen nach dem Trainer

 

45.Minute Halbzeitpfiff

 

In der französischen Kabine:

Ribery haut einem Mitspieler eins auf die Fresse.

Domenech bleibt cool und beleidigt alle bisherigen Spieler reihenweise. Henry hat diew Schnauze voll und will sofort nach Hause, was ihm von Domenech nicht erlaubt wird. der Französische Präsident Sarkozy kommt persönlich in die Kabine und hält eine emotionale Rede, die mit den Worten endet: Vive la France!

 

2. Halbzeit

 

Alle französischen Spieler laufen wider Erwarten auf.

Raimond Domenech kommt mit blutiger Nase aus der Kabine. Sarkozy soll ihn geschlagen haben!

 

46. Minute

Anstoss zur 2.Hälfte des Dramas

 

47. Minute

Auf Vorlage von Schaballalala gefährlicher Schuss von Tika auf das französische Tor, Torwart hält

 

52. Minute

Superpass von Schaballalala auf M'Phela, der knallt den Ball gegen die Latte

 

53. Minute

Therry Henry macht sich fertig, statt nach Hause muss er auf den Platz

 

57. Minute

Cicce haut den Ball knapp übers Tor und wird gegen Henry ausgetauscht.

 

59. Minute

Frank Ribery steht allein vorm Tor und haut den Ball rüber.

Er frisst wieder Gras.

 

61. Minute

Chance Südafrika, Aussennetz.

 

62. Minute

Anelka wird im Stadion gesichtet. Er trägt ein Plakat mit dem Text:

(übersetzt) "Domenech, Du Ausgeburt einer hässlichen Natter, fick dich!"

 

67. Minute

Schaballalala wird verletzt, kommt aber zurück.

 

70. Minute

Frankreich verkürzt auf 1:2, Vorlage Ribery, Vollstrecker Maluda.

Südafrika muss jetzt noch drei Tore schiessen.

 

71. Minute

Freistoss Südafrika an der Strafraumgrenze.

Knapp verpasst.

 

73. Minute

Sarkozy steht in Sportkleidung vor der französischen Bank. Er will eingewechselt werden. Domenech ignoriert ihn.

 

76. Minute

M'mombete geht alleine durch, scheitert aber am Torwart.

 

76. Minute

Der kolumbianische Schiedrichter pfeift sich eine ziemliche Scheiße zusammen, das sehen auch die französischen Ersatzspieler so und rufen ihm das zu.

 

78. Minute

12 Minuten noch, Abstoss vom südafrikanischen Tor.

 

79. Minute

Schaballalala versucht es noch einmal aus 45 Metrn Entfernung, der Ball geht 20 Meter über den Kasten.

 

80 Minute

Sarkozy läuft sich warm, Domenech bleibt unbeeindruckt.

 

82. Minute

Govou wird eingewechselt, Sarkozy kann es nicht fassen.

 

83. Minute

Der kolumbianische Schiedsrichter Ruiz kämmt seine dunkelschwarzen Haare nach hinten nach.

 

84. Minute

Ribery sabbert.

 

87. Minute

Anelka wird von der französischen Geheimpolizei abgeführt.

 

88. Minute

Domenech winkt nun doch noch Sarkozy zu sich.

Er wechselt ihn aber nicht ein, sondern sagt ihm so in etwa:

Auf dich Pfeife kann ich gerne verzichten, verpiss dich und mach's deiner Carla, dieser italienischen Hure.

 

89. Minute

Schaballalala steht frei vor'm Tor, kann aber nicht einschiessen.

 

93. Minute

Frankreich draussen, verdient.

Südafrika draussen, schade.

 

94. Minute

Beide Mannschaften verabschieden sich freundlich und versöhnlich vom Publikum. Sarkozy schwört auf Rache.

 

 

 

 

 

 

 

Tag der Pokalentscheidung in Berlin 15. Mai 2010


Fellstein's Pokalgedanken

5 Stunden vor Anfiff

Bayern gegen Werder, Werder gegen Bayern - zum Hundertsten. Heute Abend wieder. Endspiel um den Deutschen Fussballpokal in Berlin. Ja, und?

Tag der Pokalentscheidung in Berlin 15. Mai 2010

Fellstein's Pokalgedanken

5 Stunden vor Anfiff

Bayern gegen Werder, Werder gegen Bayern - zum Hundertsten. Heute Abend wieder. Endspiel um den Deutschen Fussballpokal in Berlin. Ja, und?

 

 

Worum geht es denn schon heute? Nach Spielende bekommt die Siegermannschaft so eine Art Goldenen Blumenkübel oder Sektkühler überreicht, der dann spontan entweder mit Haake-Beck oder mit Paulaner gefüllt wird, das dann wiederum in einer unschönen Verfolgungsjagd über den gesamten Platz dem siegreichen Trainer von den siegreichen Spielern und Ersatzspielern über den Kopf gegossen wird. Der Trainer steht danach wie ein begossener Pudel vor den Mikrofonen der Fernsehteams und erklärt, wie er sich so in diesem nassen Zustand fühlt. Während des Interviews kommt dann noch so ein siegreicher Spieler mit einem Eimer Bier angerannt, den er heimtückisch von hinten dem Trainer ebenfalls über den guten Anzug schüttet. Der Fernsehmann bekommt meistens auch was ab. Und dann freuen sich der Trainer und der Fernsehmann tierisch über soviel Blödsinn. Und der Trainer sagt dann noch, dass das der schönste Tag der gesamten Saison sei, und dass die Spieler den Pott absolut verdient hätten, und wie stolz er doch auf die Mannschaft sei, die in den schweren Vorrundenspielen gegen 2. und 3.klassige Vereine sich das Endspiel schwer erkämpft haben. Und hinten sieht man, wie Marcel Reif vom Privatsender mit Franz Beckenbauer die Spieldialyse vornimmt und keine Gelegenheit auslässt die Bayern, egal, ob sie gewonnen oder verloren haben, in den Himmel zu loben und Werder nur eine mittelmäßige Leistung zu bescheinigen, auch wenn diese möglicherweise 4 zu 2 nach Verlängerung gewonnen haben.  Gut, der Gewinn des Pottes berechtigt zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb, aber großer fussballerischer Wert ist meistens doch nicht zu erwarten. Die Saison war lang und die Jungs zeigen doch nur noch Einsatz, weil sie hinterher, wenn sie gewonnen haben, endlich mal so richtig die Sau rauslassen können. Wenn's ganz extrem kommt, dann baden die sogar in Bier in der Entspannungswanne. Und das Fernsehen zeigt das auch noch. Ne, Kinners, muss man das wirklich haben? Es ist ja noch Zeit bis heute Abend, vielleicht verzichte ich diesmal auf das Fernsehkucken und schalte mir stattdessen bei einem gepflegten Gläschen Badischen Spätburger trocken Auslese  gepflegte Musik auf NDR Classic ein. Auf gar keinen Fall gehe ich zum Domshof. Ich hab' ehrlich gesagt wenig Lust, dort auf die Typen zu treffen, die gerade jüngst am Vatertag bei Dammsiel von der Polizei wegen agressiven, gewalttätigen Verhaltens unter Alkoholeinfluss verhaftet wurden. Die sind doch bestimmt wieder auf freiem Fuß und haben jetzt auf dem Domshof beim Public Viewing und später beim Einmarsch der Mannschaft auf dem Rathausbalkon wieder die besten Gelegenheiten sich ihren Bierexzessen hinzugeben nach dem Motto: was die Spieler können, das können wir schon längst!


 

 

 

 

 

Dienstag, 27.April 2010


Werder will den 3. Platz

Fotostrecke vom Training am 27.04.10

Kindergarten-Zaungast: "Schalke hau'n wir weg"

Gelsenkirchen muss sich warm anziehen am kommenden Samstag. Alle Werderspieler sprühen nur so vor Trainingseifer, alle wollen wohl zum Schluss der Saison bei den drei wichtigen letzten Spielen gegen Schalke, HSV und Bayern noch einmal alles geben. In einer 15minütigen Ansprache in der Mitte des Trainingsplatzes, von der die außenstehenden Zaungäste wohl keine Silbe mitbekommen haben, hat Thomas Schaaf die Spieler positiv an die eigenen Stärken erinnert und sie aufgefordert, das harmlose Spiel gegen Köln aus den Köpfen zu verdrängen. Wörtlich sagte er: „ Vergesst Podolski, wie er da so alleine vor Timmi stand, und wie er den Ball mit Rechts meilenweit danebenhaute – konzentriert Euch ab heute nur noch auf Eins: auf Samstag 15:30 Uhr Schalke. Auswärtssieg in Schalke, und dann kommt alles von alleine. Über den HSV müssen wir ja wohl gar nicht reden. Und dann Bayern in Berlin“. Besser hätte es wohl keiner der Umstehenden und Zuschauenden auch nicht sagen können. Wie sagte doch der kleine Pöks mit dem 22er-Trikot von Frings: Schalke hau'n wir weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29. März 2010


TSV Gut Heil Bassen verliert in Rotenburg II

Das war gar nichts

 

Das war gar nichts, was der TSV am Sonntag beim Rotenburger SV II ablieferte. Nach einer außérordentlich schwachen Auswärtsleistung unserer Bassener hieß es am Schluß 2:1 für die Rotenburger. Das Spiel haben unsere Grün-Roten in der ersten Halbzeit verloren, da lief fast nichts zusammen. Dank einiger Klasseparaden  von Christian Rathjen konnte ein früher Rückstand verhindert werden. Dann dieser ungerechte Elfer in der zweiten Halbzeit. Aziaziz Arvonotoglu vom RSV fiel einfach um - weit und breit kein Bassener in seiner Nähe zu sehen. Das war nix, so der Trainer, der aber auch nicht verhindern konnte, dass Arvonotoglu den Elfer eiskalt selbst verwandelte. Hier einmal wieder ein Beispiel dafür, wie ungerecht Fußball sein kann. Angebliche Opfer werden hier zu Tätern, wenn sie selbst auch noch verwandeln!

Was Schiedsrichter manchmal so sehen, bleibt ein Wunder! So nutzte der Ausgleich unserer Rot-Grünen in der 63. Minute auch nicht mehr viel, denn kurz vor Schluß knallte Köhler vom RSV  einen grandiosen Fernschuss unhaltbar für Rathjen  zum 2:1 ins lange Eck. Nützt ja nix, nächsten Sonntag geht es weiter, dann können unsere Bassener ihre bisher so erfolgreiche Serie von 5 Siegen nacheinander wieder aufnehmen und erneut zuschlagen. Der Aufstieg ist allerdings in weite Ferne gerückt!


 

 

 

 

 

Bratwurstprovinz

Werder II : VfL Osnabrück 0:1

(16.März 2010)

Hunger
Hunger

 

Werder II gegen den VfL Osnabrück, 3. Liga, abends um 19:00 Platz 11.

Tausende Osnabrücker Anhänger, zum Teil mit Kleinkindern, reisen an, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Auch ein Woltmerhausener hat sich auf Platz 11 verirrt. Vor dem Spiel schnell noch etwas essen, weil es dafür zu Hause keine Gelegenheit mehr gab. Der große SV Werder wird ja wohl für eine ausreichende Versorgung gesorgt haben, besonders für die von auswärts Angereisten. Denkste! 1 Wurstmonopolist soll die hungrige Menge versorgen: 1 klappriger Wurstwagen im Stehbereich Heim, 1 dreckiger Wurstwagen im Sitzbereich Heim und 1 abgenutzter Wurstwagen im Bereich Gäste. Berichten wir vom dreckigen Wurstwagen im Sitzbereich Heim. Eine lange Schlange von hungrigen Osnabrückern mit ihren Kleinkindern möchte essen, es ist angeboten: Bratwurst, Currywurst, Pommes Frites, Bier, Kaffee. Die Schlange wird immer länger, weil es im Wurstausgabebereich nichts gibt, und das eine viertel Stunde vor Anfiff. Der gasbetriebene Wurstgrill funktioniert nicht und es gibt keine Wurst. Die bemühte und immer hektischer werdende Grillmeisterin bekommt das Gas und das Feuer unter der Wurst nicht in Gang. Keine Hitze. Sie gibt, um die Situation zu überspielen, halbgare, unvollständig gegrillte Wurst heraus. Einige, wie der Woltmershausener, nehmen das unfertige Produkt klaglos hin nach dem Motto: der Hunger treibt es rein! Andere, besonders die mit den Kindern, werden immer nervöser, weil es nichts zu futtern gibt. Eine Kathastrophe! Beschämend! Einige Provinzler äußern ihren Unmut lauthals: Europacup spielen aber keine ordentliche Wurst liefern können! Das klappt ja beim BV Cloppenburg besser! oder: nicht wir sind die Provinz, ihr seid das mit eurem Wurstwagen hier. Wie recht er doch hat. Hier am Wurstwagen hat Werder das Spiel bereits verloren, nicht später auf dem Platz. Da waren die Osnabrücker sowieso besser. Und in ihrem Stadion an der Bremer Brücke werden sie mit der Wurstversorgung sicherlich auch besser sein. Echt peinlich für Bremen! Echt peinlich für Werder! Unser ruhmreicher SVW sollte  hier schnell nachbessern. Und nicht nur da, sonst ist wohl bald Schluß mit 3.Liga.

Der Wurstwagen war 9.Liga, die Toiletten auf Platz 11 sind echt 11.Liga, der Ansager - man will ja einem verdienten älteren Werder-Vereinsmitglied nicht weh tun, aber es muß gesagt werden - 13.Liga, unter Kreisklasse II. Aber, wie auch immer, ich werde wohl wieder hin gehen - die Manschaft Werder II  ist Klasse, auf jeden Fall besser als die Bratwurst! 


 

 

 

 

Canada - USA 3:2

 

Mir wird in den nächsten Tagen wieder alles so leer vorkommen. Das gleiche Gefühl wieder wie immer nach großen Sportereignissen, die rund um die Uhr im Fernsehen übertragen werden, und die dann nach zwei, drei - ja manchmal sogar erst nach vier Wochen plötzlich und unverhofft zu Ende sind. Was soll ich anfangen mit der leeren Zeit? Kein Biathlon Verfolgung der Frauen mehr, kein Kombinationsslalom der Frauen 2. Lauf, kein Springen von der Großschanze Qualifikation,  kein Curling, kein Eistanzen, kein Teamlaufen Eisschnelllauf 6 Runden, keine 50 km mehr, keine 5 Zusatzrunden. Und dann ist zu allem Überfluss pünktlich mit Ende der Winter-Olympiade in Canada hier bei uns der Schnee auch noch verschwunden. Kein Wintergefühl mehr, kein Dauerfernsehen - wann kommt denn nun endlich Südafrika? Was mir am besten gefallen hat an den Spielen in Canada: die Fairness und die Sportlichkeit unter den Athleten und Atlethinnen. Beeindruckend gestern Abend noch das Endspiel im Eishockey, das Canada gegen die USA im vierten Drittel nach sudden death mit 3:2 gewonnen hat. Eishockey der ganz anderen Art: Schnell, hart, hin und her,große technische Klasse, hoher Körpereinsatz, trotzdem kaum Massenschlägereien auf dem Eis und kaum Zeitstrafen. Hier kann sich das europäische Eishockey mal eine Scheibe abschneiden. Ich habe schon Eishockeyspiele gesehen in Deutschland, da waren kaum noch Spieler auf dem Eis  - die saßen alle auf der Strafbank. Oder war da gerade Pause? Ich weiß es nicht mehr so genau. Na ja, Gott sei Dank gibt es wieder Fußball. Alle spielen wieder, außer Werder II, meiner Lieblingsmannschaft in der 3.Liga. Die haben demnächst, wenn auch Platz 11 wieder aufgetaut ist, reichlich Nachholspiele - da geh' ich hin und habe Olympiaersatz.