Seltene Vögel

   Wiedehopf (Upupa)
Wiedehopf (Upupa)

Menschen und andere Lebewesen, die sonst nicht im Blickpunkt öffentlicher Medien stehen

Kein Foto vorhanden, nur der Rahmen
Kein Foto vorhanden, nur der Rahmen

Nr.16/12

Freitag 27.Juli 2012

 

FRAU SCHNODDER* RETTET DIE WELT
* Namen von der Redaktion geändert

 

Sie gibt sich mit ihrer Rolle als Unterbevollmächtigte nicht zufrieden, sie möchte amtlich mehr sein. Sie möchte Generalbevollmächtigte sein.

 

Wir hätten gerne ein aktuelles, freigegebenes Foto von Frau Schnodder veröffentlich. Leider ist es nicht gelungen, eine Fotofreigabe bei den Anwälten von Frau Schnodder zu erwirken, so dass wir auf ein Fotohilfsmittel zurückgreifen müssen: Frau Schnodder ähnelt einer der beiden links abgebildeten Damen . Welcher, das dürfen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen leider auch nicht mitteilen. So ergibt sich für den verehrten Leser und für die verehrte Leserin hier an dieser Stelle leider ein kleines Fotoratespiel. Einsendungen an die Redaktion bitte per Kontaktformular. 1.Preis: Eine Reise als Beifahrer/in (Unterbevollmächtigte/r)  im PkW des Herausgebers am 7.November nach St.Petersburg.

 

Kommen wir zur Sache: Frau Schnodder setzt alle Hebel in Bewegung, um Generalbevollmächtigte nach BGB und nach Betreuungsrecht für die 9ojährige Mutter, die in der Altenpflegepension lebt,  zu werden. Die Generalvollmacht von 1997 ist bisher auf einen gewissen Herrn mit dem Doppelnamen Keinerlei-Verantwortung* ausgestellt, welcher der Bruder der Schnodder ist. Im Zuge ihres Kreuzzuges um die Erlangung der Hauptvollmacht, man könnte auch von Amoklauf sprechen, schreckt Frau Schnodder vor keinerlei Untaten zurück: Falschbehauptungen, Diskreditierungen, Beleidigungen, Verdrehung von Tatsachen, Spekulationen. In der Quintessenz beantragt sie beim Betreuunggsrichter den Widerruf der Generalvollmacht für Keinerlei-Verantwortung und für sich selbst die Totale Betreuungsvorsorgegeneralvollmacht für die demenzkranke Mutter, damit sie die Vermögens- und Amtsgeschäfte (die Mutter hat weder Vermögen noch amtliche Vorgänge) ohne mit der unwürdigen, unterwürfigen  Untervollmacht ständig Keinerlei-Verantwortung, den bisherigen Generalbevollmächtigten, fragen zu müssen.

 

Auf  Nachfrage der Redaktion bestätigt uns Keinerlei-Verantwortung, dass die Hauptbetreuung der Mutter von Schnodder wahrgenommen wird. Das, so Keinerlei-Verantwortung, bedeute aber nicht, dass er sich aus dem Betreuungskontext gänzlich verabschiedet habe. So habe er nach wie vor ein herzliches Verhältnis zur Heimleitung, auch zahle er gerne monatlichen Unterhalt für die Mutter und gerne hat er auch für die Mutter eine Internet-Seite eingerichtet, auf der er ständig in Abständen die aktuelle Situation der Mutter dokumentiere. Bei Besuchsgelegenheiten könne es durchaus vorkommen, so Keinerlei-Verantwortung, dass er beim Füttern der Mutter erwischt werde. 

 

Tja, was soll nun aus der Sache werden. Keinerlei-Verantwortung hat der Redaktion gegenüber bereits angedeutet, dass er um eine möglichst unbürokratische Lösung bemüht sein wird. Er wünsche der Mutter eine baldige Erlösung von ihrem langen, von vielen Hochs und Tiefs bestimmten Leben. Auch wünsche er sich eine Erlösung von der Konfrontation mit Schnodder, die - so Keinerlei-Verantwortung- getrieben sei von unbändigem Ehrgeiz und einem fast urchristlichen, missionarischen Altruismus. Alle um sie herum sind schlecht oder hilfebedürftig. Nur sie, Gabriele Schnodder, kann die Welt noch retten!  

 

 

 

 

 

 


27/11

Dienstag 20.September 2011

ZURÜCK ZUR ZINKWANNE

 

Wir haben heute noch einmal das herrliche Buch von Martin Perscheid "Wenn Deppen duschen" zu Rate gezogen. Es will uns in unserer neuen Duschkabine einfach nicht gelingen, trocken zu duschen. Trocken soll meinen: ohne dass Wasser aus der Innenkabine nach aussen in den sonstigen Bereich des neuen Badezimmers dringt. Bei jedem von uns Duschern, egal ob Kaltduscher, Warmduscher oder Dauerduscher, sieht das Umfeld der Duschkabine nach dem Duschen aus wie eine Mecklenburger Seenplatte. Am schlimmsten ist es immer bei Armin, der sportlich duscht - nämlich voller Massagestrahl. Bei ihm besteht die Gefahr, dass es reinschwappt ins Wohnzimmer. Ja, so fragen wir uns, sind wir denn allesamt zu blöd, umweltfreundlich und trotzdem hygienisch rein zu duschen? Auch die beiden von der Innungskammer des Klempnerhandwerks geschickten Experten heute, die sich die Sache angeschaut haben, konnten nur feststellen, dass wir alle Fünf hier in der F&U-Redaktion wohl zu blöd zum Duschen sind. Wir sollten das lieber nachlassen und stattdessen zur guten alten Zinkwanne zurückkehren. Dabei gaben sie uns noch den Tipp mit auf den Weg: erst Haar, Kopf, Hals und Ohren. Dann Oberkörper und Rücken. Zum Schluß Genitalbereich und Füße. Also Zinkswannenwaschen ähnlich wie Duschen.

 

Uli Pelz

 

 

 

 

 

Hotel Strandperle Cuxhaven-Duhnen
Hotel Strandperle Cuxhaven-Duhnen

Hier hat unserer Katharina Loewe das Martyrium mit Lüllmann durchmachen müssen.

Gut essen, weit kucken bis nach Helgoland, aber sonst: Ebbe

9/11

Mittwoch, 03. Februar 2011

KATHARINA LOEWE ÜBER SELTENE VÖGEL

5 Tage Hölle in Cuxhaven-Duhnen - und dann auch noch meistens Ebbe

oder: Rosa Tankstellennelken

 

 

Der Himmel hing voller Geigen. Ade Kohl und Pinkel. Ade Kollegen und Kolleginnen von Fenix & Upupa. Carsten-Olaf hatte mich gefangengenommen. Dr. Carsten-Olaf Lüllmann, Unternehmensberater und Medienberater. Ich hatte ihn vorher gar nicht so recht wahrgenommen, obwohl er mindestens 1 – 2 x im Monat in unserer Redaktion war, um unsere Chefs auf den richtigen Weg zu bringen. Besonders betriebswirtschaftlich sind Chefs ja meistens blind, hier hat Carsten-Olaf unseren Herausgebern in den letzten Monaten wertvolle Anregungen geben können. Unter anderem hat er ihnen davon abgeraten, eine korrespondierende Redaktion in Peking aufzubauen. Schade, ich war ja damals bereits im Gespräch, den Job in Peking zu übernehmen. Heute sage ich: ach, wäre aus Peking doch etwas geworden! Stattdessen: Cuxhaven-Duhnen! Nach der Kohl- und Pinkelflucht  aus Ganderkesee, oder wie das Kaff da im Oldenburgischen heißt, fanden Carsten-Olaf und ich uns im Autobahnmotel A1 an der A1 zwischen Osnabrück und Bremen bei Großmackenstedt wieder. Aus hygienischen und intimen Gründen soll hier an dieser Stelle auf die Darstellung näherer Einzelheiten unserer Hotelankunft in Großmackenstedt verzichtet werden. Nur so viel: Carsten-Olaf wird sicherlich in seinem Leben niemals wieder Oldenburger Pinkel mit Oldenburger Grünkohl, der ja wohl vorher bereits in Unmengen Schweineschmalz angedünstet wurde, vermischen, um sich dieses Gemisch später einzuverleiben. Nur weiter so viel: das war‘s dann mit A1! Ich hatte 1a erwartet, stattdessen dieses Autobahnangebot A1. Später haben wir noch gehört, dass unsere Herausgeber in der Nacht nach der Kohl- und Pinkelfahrt auf Bänken schlafend in der Halle des Delmenhorster Bahnhofs aufgegriffen worden sein sollen und eine Nacht in der Ausnüchterungszelle der Delmenhorster Polizei verbracht haben sollen.

 

Wir sehen, wie schnell Grünkohl und die erste Euphorie der Liebe vergehen können. Ernüchterung tritt schnell ein, spätestens am nächsten Morgen, wenn sich Schlipse in Briefkästen wiederfinden oder Berufspraktikantinnen in Anleiterbetten. Oder wenn angeblich seriöse Unternehmensberater dir in einem Autobahnhotel in aller besudelten Pracht im Hotelbadezimmer gegenüberstehen und fragen: „War das nicht ein schöner Abend gestern, Michaele?“  Hier hilft dann nur noch, um einen promovierten Spitzenberater nicht zu verletzen, zu sagen: „Ja, mein Lieber, es war schön – aber kann es sein, dass du meinen Vornamen nicht richtig wahrgenommen hast?“ Daraufhin Carsten-Olaf: „Termine und Namen hab‘ ich voll im Griff, da macht mit keiner was vor!“ Ich: „Ach so, dann bin ich wohl ab heute für dich Michaela?“ Er: „Nein, entschuldige Manuele, du bist und bleibst für mich Katharina, war doch nur  ‚n Witz“ Ich: „Och“

 

Wie die Hormone so spielen. Normalerweise hätte ich ja nach diesen Grünkohlerlebnissen und nach diesen A1-Erlebnissen Schluss machen müssen mit Lustig. Welcher Hormonteufel mich dann geritten hat, auf das Angebot von Carsten-Olaf einzugehen, mit ihm für einige Tage an die Küste nach Duhnen zu entschwinden, weiß der Geier. Jedenfalls fanden wir uns dann gemeinsam nach einem kurzen Intermezzo des heimischen Kofferpackens und des Ausschlafens in heimischen Betten (er wahrscheinlich mit Michaela oder Manuela)  in diesem Nobelhotel in Cuxhaven-Duhnen wieder. Hotel Strandperle. Küche 2 Sterne Michelin. Treffpunkt Alte Liebe Cuxhaven. Samstag 16:00 Uhr. Von dort mit dem Taxi nach Duhnen. Und sieh‘ an, typisch Unternehmensberater, typisch Manager: pünktlich und akkurat gekleidet, frischgegeelt die dunklen Haare nach hinten gestriegelt, stand er da: Carsten-Olaf Lüllmann, besser gesagt: Dr. Carsten-Olaf Lüllmann! Er begrüßte mich mit einem Strauß rosa Tankstellennelken und den schmeichelnden Worten: „Ach liebe Brigitte, es ist so schön, dass wir wieder zusammen sind!“ Ich : „Och, lieber Hans-Hermann, du weißt doch – wenn ich etwas zusage, dann halte ich das ein“ Er: „Hans-Hermann?“

 

Kapitel 2 erscheint  am 07. Februar 2011

Kuck' mal da hinten, die großen Pötte 

 

 

zu einem Kapitel 2 ist es leider nicht gekommen, weil Katharina Loewe in der Zwischenzeit Verhandlungen mit dem ZDF geführt hatte, wo sie nun ab 01.07.2011 Aspekte übernehmen wird.

 

 

 

 

 

 

26. März 2010

Adrian Quellhorst, Versagenstherapeut, Bremen, Ostertor


Bergführer Quellhorst 1999
Bergführer Quellhorst 1999

Seltene Vögel

Heute: Adrian Quellhorst, 46, Versagenstherapeut, Ostertorviertel

 

Das Gespräch mit Herrn Quellhorst führte unsere Sonderredakteurin Katharina Loewe

 

 

Katharina Loewe: Hallo Herr Quellhorst, ich begrüße Sie und muss Ihnen gleich am Anfang unseres Gespräches gestehen, dass ich ziemlich „viel Schiss“ vor diesem Gespräch habe, weil ich gar nicht weiß, ob ich es durchhalten werde, und was hinten dabei heraus kommen soll.

 

Adrian Quellhorst: Das erstaunt mich sehr. Sie machen ja auf den ersten Blick überhaupt nicht den Eindruck einer ängstlichen Schisserin. Das Gegenteil ist ja eher der Fall. Sie wirken prall und selbstbewusst, als könne Ihnen keiner ein X für ein U vormachen. Ich müsste mich eigentlich in diesem Falle als Versagensängstlicher outen, da ich bei der ersten Begegnung spontan den Eindruck hatte: die will dich fertig machen

 

Katharina Loewe: Aber Herr Quellhorst, ich bitte Sie. Das ist ja nun wirklich nicht mein Stil, meine Gesprächspartner fertig machen zu wollen. Deshalb auch meine erste Frage: Wie wird man als ehemaliger Bergführer ohne qualifizierten Schulabschluss Versagenstherapeut?

 

Adrian Quellhorst:  Also wissen Sie! Ich weiß ja nicht woher Sie die Informationen bezüglich meiner Schulabschlüsse haben…

 

Katharina Loewe: … (unterbricht)… von Ihrer Mutter…

 

Adrian Quellhorst: …ja, ja von meiner Mutter! Da haben wir doch schon das beste Beispiel für die Gründe von Versagensängsten! Sie (gemeint sind hier die Mütter, Anm. der Redaktion)wollen immer, dass du als Held darstehst, dass du immer der Beste bist, mein Gott, wie habe ich darunter gelitten die ganze Zeit bis heute.

 

Katharina Loewe: Aber um noch einmal auf die Frage zurück zu kommen: wie war das denn nun mit dem Therapeuten? Wann haben Sie den Bergen ade gesagt, um nach Bremen zu kommen, um hier als Versagenstherapeut zu wirken?

 

Adrian Quellhorst: Liebe Frau Loewe, ich fühle mich bereits nach den ersten Wortwechseln mit Ihnen ziemlich mutlos, ich glaube, dass wir beide nichts Vernünftiges auf die Reihe bekommen werden. Diese Direktheit mir gegenüber, das war ich weder in meiner Bergführerzeit noch bin ich es gegenwärtig gewohnt, so konfrontativ angegangen zu werden als Führungsperson.

 

Katharina Loewe: Lieber Herr Quellhorst, das ist doch nun wirklich abwegig. Ich stelle doch keine konfrontativen Fragen. Wir müssen doch gemeinsam, um etwas zu Papier zu bekommen, in einen Frage-und Antwort-Dialog eintreten. Meine Frage ist doch eigentlich völlig unverfänglich: Wie wurden Sie Therapeut in Bremen? Haben Sie ein Studium absolviert? Haben Sie eine Eigenanalyse oder so etwas Ähnliches absolviert? Ganz einfache Fragen in einem ganz einfachen normalen Interview.

 

Adrian Quellhorst: Was glauben Sie denn eigentlich liebe Frau Loewe, wie viele Menschen darauf warten,  mir und meinen Kolleginnen und Kollegen vom Verband der freischaffenden Versagenstherapeuten zu begegnen? Das sind Tausende, die gar nicht mehr wissen, wie es mit ihnen weiter gehen soll! Die sind zerfressen von der Angst, es nicht hin zu bekommen! Die sind zerstört von Selbstzweifeln, nicht geachtet zu werden. Und Sie stellen hier die Fragen danach. Was soll denn das?

 

Katharina Loewe: Lieber Herr Quellhorst, es geht doch im Wesentlichen gar nicht um Ihre, ich weiß nicht, wie ich sie benennen soll – sind es Patienten, oder Kunden, oder sind es Hilfesuchende? Es soll doch ausschließlich um Sie gehen, wer Sie sind, woher Sie kommen, was Sie gemacht haben, was Sie planen  und so weiter.

 

Adrian Quellhorst: Papperlapapp, so können Sie doch an die Sache nicht heran gehen. Das ist doch voll unprofessionell, wie Sie das machen. Erst den Interviewpartner fertig machen und hinter her noch dumme Fragen stellen. Ne, meine Liebe, so schaffen Sie das nicht – so schaffen wir beide das nicht!

 

Katharina Loewe: Herr Quellhorst, mein letzter Versuch, Ihnen die Angst vor mir und meinen Fragen zu nehmen, eine Frage zu Ihren Kindheitserlebnissen:

 

Adrian Quellhorst: (unterbricht)…jetzt kommen Sie mir noch auf die Tour. Zuerst mein Schulversagen problematisieren und dann in meiner gestörten Kindheit herum wühlen, nee, nee, meine Liebe, so war das nicht verabredet. Ich bin hier schließlich der Therapeut, und nicht Sie!

 

Katharina Loewe: …eine Frage zu Ihren Kindheitserlebnissen: wo und wie haben Sie Ihre verbracht?

 

Adrian Quellhorst: das ist doch völlig egal, wo ich herkomme und wo und wie ich meine Kindheit verbracht habe. Ich bin Versagenstherapeut und kein Kindergeschichten-Erzähler.

Ich wohne jetzt im Viertel und habe von dort auch viele Klienten, die meine therapeutische Hilfe benötigen. Die Kindheit, das Leben, die berufliche Entwicklung des Therapeuten ist doch hier völlig unwichtig, der Klient mit seinen Hilfebedarfen steht im Mittelpunkt. Das sollten Sie doch endlich einmal respektieren liebe Frau Loewe.

 

Katharina Loewe: Gut Herr Quellhorst, dann eine Frage zu den Hauptursachen der Versagensängste in unserer Gesellschaft. Ist es die Überforderung am Arbeitsplatz, ist es der enorme Leistungsdruck, der überall zu beobachten ist, sind es persönliche, individuelle – möglicherweise genetische, vererbte Ursachen?

 

Adrian Quellhorst:  Liebe Frau Loewe, das sind doch jetzt alles Ausweichfragen. Ich sehe Sie in einer prekären Situation. Sie haben Angst mit diesem Interview nicht klar zu kommen, Sie haben Angst zu versagen bei dieser Aufgabe und fragen jetzt in Ihrer ganzen desolaten psychischen Situation mal dies mal das. Ich kann Ihnen nur raten, dagegen einmal grundlegend etwas zu tun. Sie sollten sich einem Therapeuten oder einer Therapeutin hingeben, der oder die auf diesem Gebiet spezialisiert ist . Bei uns hier in Bremen gibt es eine ganze Reihe davon. Wenn Sie nicht unbedingt im Viertel behandelt werden möchten, dann haben Sie auch alle Möglichkeiten in anderen Stadtvierteln, zum Beispiel in der Bremer Neustadt.

 

Katharina Loewe: Noch eine Frage zum guten Schluss. Was kostet denn so eine therapeutische Stunde in etwa?

 

Adrian Quellhorst: Tut mir leid Frau Loewe, das hab‘ ich mir gedacht, dass Sie eigentlich überhaupt kein Interesse an meiner Person haben, sondern nur an diesen schnöden Fragen  nach Mammon und Kapital interessiert sind. Das ist das Grundübel unserer Gesellschaft: nicht den Menschen sehen mit seinen Problemen und Handicaps – immer nur: was kostet das, welchen Ertrag habe ich davon, wie viel kommt dabei heraus? Nein, mit mir nicht. Meine Preise sind menschenrechtlich in Ordnung, sie sind umweltorientiert, dabei sozialgeprägt und nachhaltig in die Zukunft gerichtet. So bin ich!

 

Katharina Loewe: Herr Quellhorst, ich danke Ihnen für das Nichtgespräch.

 

Anmerkung: das Gespräch (Nichtgespräch) wurde von Herrn Quellhorst nicht autorisiert, wir drucken es trotzdem in F&U, weil wir glauben, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat zu erfahren, was sich hinter den selbstgemachten Therapeutentürschildern verbirgt.