pelz.uli@t-online.de

donnerstag

23 februar 17


jetzt wieder: GUMMIADLER  -  hat schmeckt?                                                                              siehe unten


Neue Seiten 2017

Volx-Tönende-Wochenschau 17                        klicke hier

Die Wochenschau 7 ist eingespielt

Kapernfrüchte auf der Zunge, Chiantiwein im Hirn    klicke hier

Gesagtes   Ungesagtes   Geschriebenes   Ungeschriebenes   Gedachtes   Ungedachtes   2017

Rückblick 2016                 

SCHREIBUNTATEN ZWANZICH SECHZEHN



SEITE NULL

Zahlen & Daten, Schall & Rauch

JAHRGANG 2017     23.Febr.17       
Besucher / Seitenaufrufe       22.02.17  =  4  / 6           21.02.17  =  8  / 11                   Februar 17  =  174 / 287

 Oktober 16  = 275 /442       November 16  =  312 / 477                 Dezember 16    =  305 / 533              Januar 17   =   305 / 622

Gesamt 2015  =  2.591 / 4.833                Gesamt 2016   =   2.802 / 5.068               Gesamt 2017 =  0.495 / 0.926



Das Neueste                                         vom Neuen

nix & upu

Himmel & Hölle

vom Tage

23.Februar 2017

wird bearbeitet


Herzlich Willkommen auf meiner

Volxnahen Himmlischen Höllenseite

Uli Pelz

 


Skrei
Skrei

GUMMIADLER  

hat schmeckt?

die überflüssige 165. Gaststättenbesuchsbeurteilung in Norddeutschland.

Heute, am  23. Februar  2017, Heimische Versuchsküche:
Linsensalat an Bratfisch

 


 

alt & muffich

23.02.17


Aus der Mottenkiste der Himmelhöllener Volxgazzette

 

Montag 23. August / Dienstag 24. August 2010

 

PFAU, PFISCH UND PFEI IM RADIO

von Katharina Loewe

 

Katharina Loewe hat Radio gehört

Sonntag versaut

 

Nichts Böses ahnend

kam ich Sonntagfrüh gerade vom Gottesdienst nach Hause zurück, als auch schon das Telefon klingelte. Mein Herausgeber war dran. Er bat mich,  sofort das Radio einzuschalten und mir eine Sendung anzuhören und darüber zu schreiben. Er selbst sei nicht in der Lage dazu, da er gerade sein Frühstück zurückbefördert habe von innen nach aussen, als er hörte, wer in die Sendung eingeladen worden sei. Ob das denn sein müsse, wollte ich mich vor der Aufgabe noch drücken. Ich erklärte, dass ich gerade eine schöne Predigt gehört hätte über das Thema "Liebe den Nächsten", und nun solle ich mir eine Sendung anhören mit Pfau, Pfisch und Pfei. Wie das denn zusammenpasse? Ob er mir auch noch meinen Sonntag versauen wolle? Nun gut, gegen die Arbeitsaufträge von Herausgebern kann man ja so wie so nichts machen, also hörte ich mir die Sendung an.

 

Und ich muss gestehen: ich war erschüttert, schlimmer hätte es nicht kommen können. Was hat das Radio sich da geleistet? Das Radio, das so einen hohen kulturellen, politischen, sozialen und intellektuellen Level für sich in Anspruch nimmt, und diesen in der Regel ja auch erreicht. Das Radio, das so wunderbare Weltmusik sendet, das Radio, das mich morgens bereits mit den besten und schlauesten Berichterstattungen und Kommentaren über das nationale und internationale Weltgeschehen versorgt, das Radio, das regelmässig intelligente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Literatur und Geisteswissenschaften präsentiert - über Eugen Drewermann wollen wir an dieser Stelle nicht reden, das ist ein eigenes Kapitel - , das Radio also mit dem höchsten intellektuellen Anspruch aller Sender in Norddeutschland, wenn nicht sogar in ganz Deutschland und darüber hinaus, bietet uns am wertvollen Sonntagmorgen zur besten Hörerzeit zwischen 11 und 12, kurz vor Beginn des immer wieder herrlichen Sonntagskonzertes, 3.Wahl - nämlich Pfau und Pfisch garniert mit Pfei.

 

Das Thema der Sendung war Jugendkriminalität und Jugendgewalt. Also ein äußerst sensibles Thema. Ausgangspunkt für die Sendung wieder einmal ein Buch. In diesem Falle das Buch, das die so tragisch zu Tode gekommene Berliner Jugendrichterin ihrer Nachwelt als Geschenk hinterlassen hat. Das Ende der Geduld. Eine äußerst populistische Abrechnung mit dem gesamten Jugendgerichtswesen in Berlin und in Deutschland und eine Aufforderung zu veränderten Massnahmen gegenüber gewalttätigen Jugendlichen. Besonders gegenüber Jugendlichen mit dem so genannten Migrationshintergrund, und hier besonders gegenüber Jugendlichen mit türkischem oder arabischem Hintergrund.

 

Eigentlich wäre es Aufgabe unseres Bildungsradios  gewesen, die populistischen, verallgemeinernden Thesen des Buches zu widerlegen und eine fachlich qualifizierte Expertenrunde dazu zu Wort kommen zu lassen. Für diesen Part wurde als Alibi-Experte Pfei dazu gerufen, der ja, wie sich dann im Gespräch herausstellte, gar nicht Pfei aus Hannover war, sondern nur sein Double. Das Double von Pfei bekam dann aber auch keine Chance, auch nur halbwegs die notwendigen wissenschaftlichen Gegenargumente gegen die populistischen Strömungen der Sendung an den Hörer zu bringen. Egal mit welchen Zahlen das Double operierte, Pfau und Pfisch erzählten als Praktiker des Jugendhilfewesens und des Jugendgerichtswesens frei Schnauze aus ihrer Berufswelt. Und das nicht etwa auf einem akademischen, abstrahierenden Niveau, sondern aus dem Nähkästchen. Dabei scheute Pfau z.B. auch nicht davor zurück - selbst nicht in der Lage 3 bis 4 Gedanken in einem zusammenhängenden Satz zu vereinigen - den Fussballspieler Mesut Özil, der gerade von Bremen nach Madrid gewechselt ist, in einem Atemzug mit gewaltbereiten und gewalttätigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erwähnen. Ein Erziehungsanstaltshelfer, der selbst nicht fachgerecht lesen und schreiben kann, macht sich lustig über das Sprach- und Schreibversagen von jungen Menschen. Echt peinlich ey.

 

Die ernsthaften Diskussionen über das Jugendstrafrecht und die richtigen Strategien finden seit 60 Jahren auf hohem Niveau in verschiedenen Verbänden, Organisationen und Vereinigungen statt. Es gibt außerordentlich hervorragende regelmässige Publikationen, die sich mit der Thematik befassen. Auch in Bremen haben wir Spezialisten in Wissenschaft und Forschung, in der Jugendgerichtsbarkeit, in der Jugendhilfe, in den Wohlfahrtverbänden und bei den so genannten Freien Trägern, die sich der Thematik seit Jahren und Jahrzehnten innovativ und qualifiziert stellen. Das hätte unser Radio wissen können und wissen müssen. Dann wäre bei der Sendung auch etwas ganz Anderes herausgekommen als dieses praktizistische, unreflektierte Geschwafel von harter Hand, von gebetsmühlenartigen Verweisungen auf die Verantwortung von Kindergärten und Schulen, von männlichkeitsorientierten Erziehungsidealen bei den Türken, von den Pappenheimern und ähnlichen Bildern. Kein Wort über die unterversorgten Armutslebenslagen, aus denen die Täter erwachsen; kein Wort über die Spaltung der Gesellschaft, kein Wort über den Sozialabbau und die Verkümmerung der Jugendhilfe. Alles nur auf der Erscheinungsebene abgehandelt. Alles ganz schlimm. Auch diese Sendung. Das macht doch sogar BILD-TV besser! 

 

Katharina Loewe


Girlande von: BLUE SKY SUN HIGH  Handmade with Love   www.blueskysunhigh.de

 

Herzliche Glückwünsche     HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE       Herzliche Glückwünsche

23.02.17

Geburtstag

Simon Kumfert

Ottersberg

20

 


VERANSTALTUNGSTIPPS     KULTUR       MEHR ODER WENIGER

 

3.März 2017  //  20.00 Uhr  //  Kirche Unserer Lieben Frauen Bremen

BREMER BAROCKORCHESTER

Barock & Umzu 2017

Frühling  Sommer  Herbst  Winter
>> Die vier Jahreszeiten >>

von Antonio Vivaldi

Dmitry Sinkovsky  //  Künstlerische Leitung  //  Solovioline  //  Gesang

Christian Aumer  //  Rezitation


***

9. April 2017  //  20.00 Uhr  //  Bremen  //  Glocke  //  Großer Saal

MARIZA

Mundo