pelz.uli@t-online.de

dienstag

25 juli 17


Herzlich Willkommen auf meiner

Volxnahen Himmlischen Höllenseite

Uli Pelz


 

Volx-Tönende-Wochenschauen 2017                        klicke hier

  Die Wochenschau 29 ist eingespult

            17 - 23 - 07 - 17

Schwerarbeit. Meterhohes Gras.Fischesserherz.Habenhausen.New York.Boston.Langeoog.Pellkartoffeln.Bohnen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Die Monatsüberblicke 2017
Kapernfrüchte auf der Zunge, Chiantiwein im Hirn      klicke hier

Gesagtes   Ungesagtes   Geschriebenes   Ungeschriebenes   Gedachtes   Ungedachtes   2017

 

Der Monat Juni 2017 ist serviert

Die ersten Früchte des Monats Juli 2017 sind reif

 schalte ein

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Rückblick 2016                 

SCHREIBUNTATEN ZWANZICH SECHZEHN



SEITE NULL

Zahlen & Daten, Schall & Rauch

JAHRGANG 2017  
25 Juli 17   
 
Besucher / Seitenaufrufe                24.07.17  =  10 / 15              23.07.17  =  7 / 7                Juli 17  =  144 / 272              März 17  =  218 / 355            April 17 =  275 / 403                   Mai 17 = 199 / 368                Juni 17 = 200 / 305

Gesamt 2015  =  2.591 / 4.833                Gesamt 2016   =   2.802 / 5.068                    Gesamt 2017 =  1.578 / 2.710



******Das Neueste vom Neuen am 25.Juli 2017******

nix & upu

Himmel & Hölle

vom Tage

 

Neuer Text in Arbeit


**Aus der Mottenkiste der Himmelhöllener Volxgazzette**

 

alt & muffich

in Kürze kommt hier neuer alter Muff zum Vorschein




Girlande von: BLUE SKY SUN HIGH  Handmade with Love   www.blueskysunhigh.de

 

Herzliche Glückwünsche     HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE       Herzliche Glückwünsche

25.07.17

Geburtstag

keine Meldungen / keine Einladungen


wo ist was los ?

freitags immer Badetag in Himmelhöllen
freitags immer Badetag in Himmelhöllen

August 04–05, 2017 — Oakfield Festival in Elsdorf

Zwei Tage Festival, zwei Bühnen, 14 Künstler und viele kleine Überraschungen! Das Line-Up für das Oakfield Festival 2017 vom 4. bis 5. August in Elsdorf bei Zeven.

stun   Bremen
stun Bremen

HERBERT

Fragmente 1944 - 1963
überarbeitete Ausschnitte aus der Familiensaga
von Uli Pelz

jetzt immer donnerstags

 

Folge 1  vom 20.07.2017

 

Wie ein schwerkrankes Flüchtlingskind einem psychisch und sprachlich behinderten Nachkriegskind mit einem Schlag mit dem Eisenpicksermurmelsack auf den Kopf die schulische und berufliche Zukunft versaute

 

Das Nachkriegskind war und ist sich bis heute keiner Kriegsschuld bewusst. Es sei denn, man wolle ihn in Sippenhaft nehmen und ihm dafür die Verantwortung zuschreiben , dass der Schneidergeselle Herbert aus Sachsen im Jahre 43, es muss biologisch gesehen im April gewesen sein, die Schneiderin Hilda aus Domnau in der Reichsuniformschneiderei in Bartenstein in Ostpreußen schwängerte, um daraus den Reichsnachwuchskrieger Herbert Junior entstehen zu lassen. Schließlich hatte der Kriegsführer eine tausendjährige Perspektive versprochen, an die besonders die im Ostpreußischen lebenden Bauern und Junker, und auch die zwangsverpflichteten Sachsen, mit Inbrunst glaubten. Nicht von ungefähr war Hilda Kommandantin einer BDM-Hundertschaft und Herbert Senior Sprecher der Reichsuniformschneidergesellen. Bis hierhin alles noch keine Erklärungen und keine plausiblen Gründe dafür, weshalb Jahre später das Nachwuchskriegerkind und spätere Kriegsflüchtlingskind Herbert Junior dem Nachkriegskind in den 50er Jahren mit voller Wucht den Murmelsack – dort, wo sie später siedelten, sagten sie niederdeutsch: Marmelsack -in dem sich mindestens 10 dicke Eisenpikser befanden, auf den Kopf schleuderte, so dass das Nachkriegskind, das ja ohnehin schon durch die Englische Krankheit, durch sprachliche Behinderungen und durch die Neigung zur Selbstzerstörung an den Fingernägeln erheblich in seiner Entwicklung beeinträchtigt war, mehrere Stunden besinnungslos am Rande des Kartoffelackers auf dem Feldweg zwischen Flüchtlingsnotunterkunft und der Brücke über die Autobahn A1, die noch der Kriegführer hat bauen lassen, lag und dem Tode näher war als dem späteren Leben, das dann geprägt war von weiteren Kopfverletzungen, für die allerdings dem Flüchtlingskind keinerlei Verantwortung zuzuschreiben ist. Die übelste Kopfverletzung, unter der das Nachkriegskind bis heute im Hinblick auf Gedächtnisstörungen, zerebrale Artikulationsmängel und konzentrative Dispositionen zu leiden hat, zog es sich in der Trabantenstadt im Jahre 61, oder war es 62, auf jeden Fall noch vor dem Tod des tausendjährigen Nachwuchskriegers und späterem Flüchtlingskind Herbert Junior im Winter auf dem Eis des zugefrorenen Fleets in der Trabantenstadt-Nord zu. Beim „Glitschen“ mit spiegelglatten Sohlen flog das Nachkriegskind, das weder Schlittschuh noch Schlitten sein eigen nennen konnte, nach zweifachem Salto rückwärts mit voller Branelle mit dem ohnehin schon durch den Schlag mit dem Marmelpieksersack deformierten Hinterkopf auf das spiegelglatte Eis. Das Nachkriegskind fand sich dann im St.Joseph-Krankenhaus mit 5-facher Gehirnerschütterung wieder, wo er dann mit dem Generalmusikdirektor des Radio -Symphonieorchesters 14 Tage auf einem Zimmer lag. Dieser wiederum wollte dem Nachkriegskind, das als Musik einzig und allein des „Feischelanspiel“ des Schneiders Herbert Senior identifizieren konnte, den Weg in die Klassische Musikwelt öffnen durch musikphilosophische, gestikulative und summende und näselnde Konzertvorführungen. Vergebliche Liebesmüh’ des Radiosymphoniekonzertdirektors. Der Krieg, die Flucht, die Englische Krankheit , die sprachlichen und sonstigen psychischen Behinderungen verhinderten einfach, dass sich das Nachkriegskind der Klassischen Musik, der sich ja auch der Kriegsführer hingebungsvoll hat gewidmet haben soll, hingab.

 

Die Angriffe des Flüchtlingskindes auf das Nachkriegskind mit Murmelsäcken, mit selbstgebauten Indianerwaffen wie Pfeil und Bogen und Tomahawks, mit gewaltigen Zwillen und Steinschleudern sowie mit sonstigen Gerätschaften, die für körperliche Angriffe geeignet erschienen, fanden zum Glück nur periodisch statt, da das Flüchtlingskind die meiste Zeit gar nicht „zu Hause“, wenn wir die in einem zu Notflüchtlingswohnungen umgebauten ehemaligen Schweinestall befindliche Behausung mit 2 Zimmern und einer kleinen Küche ohne Badezimmer und Klo so nennen wollen, war. Die meiste Zeit verbrachte Herbert Junior nämlich in Erholungsheimen und Rehabilitationsanstalten, um dort seine auf der Flucht vor den einmarschierenden sowjetischen Truppen der Roten Armee eingefangenen Lungenkrankheiten zu kurieren, was letztendlich nie gelang. Zuletzt hatte er nur noch eine Viertel Lunge. Das Nachkriegskind erlebte seinen Bruder Flüchtlingskind somit entweder nicht da oder als Angreifer auf die körperliche Unversehrtheit. So ähnlich war es mit Herbert Senior auch. Entweder war er auf Transport oder Besuch in den Lungen-Kurkliniken in Bad Reichenhall, Oberstdorf, Wyk auf Föhr, Westerland auf Sylt, Radevormwald und was weiß das 1.Nachkriegskind noch wo, oder er saß im Schneidersitz auf dem Küchentisch und nähte für die Bauern der Gegend Anzüge und Jagdbekleidung. Oder aber er war dann später, nach dem Aufkommen der industriellen Textilherstellung und dem Zusammenbruch des altehrwürdigen Schneiderhandwerks, mit dem Fahrrad unterwegs auf Schichtarbeit zu Borgward, von wo er dann meistens nach Schichtende nicht nach Hause kam und in einer der vielen Kneipen unterwegs, meistens in Oyten, zu finden war. Und wenn er dann einmal zu Hause anzutreffen war, dann setzte es aber kräftige Kinderstrafen für die Untaten, bei denen das 1.Nachkriegskind sich immer besonders hervortat. Das Flüchtlingskind Herbert Junior musste dem Sächsischen, inzwischen zum Schneidermeister gekürten, Herbert Senior nur irgendeine Lügengeschichte auftischen, bei der das 1.Nachkriegskind als Schuldiger im Vordergrund stand, und schon setzten die Rituale spätwilhelminischer Kinderzüchtigungsorgien ein. Herbert Senior benutzte dabei nicht Murmelsäcke und Pfeil und Bogen, sondern Gürtel, das Schneidermaßband, das Holzbügelbrett und die rechte flache Schneiderhand, die gekrönt war von sehr gelben zerstochenen Fingerkuppen, die wohl entstanden sind durch das Rauchen filterloser Zigaretten bis zum Anschlag. Alle filterlosen Marken der damaligen Zeit kamen auf den Schneidertisch, mal Gold-Dollar, mal Eckstein, auch Overstolz, viel auch die schöne runde Juno, manchmal sogar die ovale Nil, wenn genügend Geld dafür übrigblieb. Meistens war das Geld knapp, weil die Bauern ihre Anzüge und Jagdbekleidungen nicht bezahlten, oder aber die Deckel in den verschiedenen Kneipen eingelöst werden mussten. Dann hieß es sogar manchmal als Befehl an das 1.Nachkriegskind: „Geh‘ mal eben schnell zu Schulz ins Dorf (1,5,km) und hol‘ 5 Juno, lass‘ anschreiben“. Nach einer Stunde dann, wenn die Juno aufgesogen waren, wurde der Befehl wiederholt – oder aber Herbert Senior machte sich selbst auf den Weg ins Dorf und vergaß weltentrückt am Tresen von Bischoff oder Segelken sitzend seinen Handwerksauftrag, um dann zu mitternächtlicher Stunde „heim ins Reich“ zu kommen. Manchmal zusammen mit Max Herzfeld, der im gleichen Schweinestall mit seiner Familie lebte, und der als Begrüßung seiner Ehefrau Hilde, die sich aus Angst vor Gewalttätigkeiten des besagten Max regelmäßig einschloss, im Treppenhaus zurief: „Hilde, du deutsche Hure, einst kommt der Tag der Rache!“ Unter all diesen Umständen, und den weiteren, die noch kommen sollten – so wurden dann auch noch das 2.Nachkriegskind und ein 3. in die Welt gesetzt, so dass die Nachkriegsfamilie sich schließlich mit 6 Personen in diesem Wohnloch wiederfand – unter all diesen Umständen, wie gesagt, war ein normaler Bildungsverlauf für das 1.Nachkriegskind und für das 2, und für das 3. schon gar nicht, unmöglich Das Flüchtlingskind Herbert Junior musste nicht in die Volksschule, da es ja überwiegend in den Heimen und Anstalten beschult wurde. Dort lernte es Basteln und Malen, was es wirklich ausgezeichnet konnte. Besonders der Schlag mit dem Eisenpicksermurmelsack auf den Kopf des 1.Nachkriegskindes war wohl der Anfang von allem mittelmäßigen Übel, was dann später in der Laufbahn kommen sollte: Knapp die Mittlere Reife geschafft, fürchterliche Berufsausbildung für den Mittleren Dienst in der Öffentlichen Verwaltung, Mittelmäßiger Dienstposten in der Verwaltung eines Arbeitsgerichtes, Mittelschweres Studium auf dem 2.Bildungsweg an einer mittelklassigen Fachhochschule, an der es als Zensuren nur Einsen oder Zweien gab, wenn überhaupt. Bis hier hin also eine wirklich mittelmäßige Eisenpieksermurmelsackaufdenkopfhaulaufbahn, für die eindeutig das Flüchtlingskind aus Ostpreußen, das dann leider mit 19 Jahren im Jahre 63 verstorben ist an den Folgen seiner Krankheiten, verantwortlich ist. Aber, man soll ja über Verstorbene nicht schlecht reden!

 

wird fortgesetzt am nächsten Donnerstag