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Foto oben: Der Brunnen Bodenseereiter ist ein Kunstwerk des Bildhauers Peter Lenk in Überlingen am Bodensee.

Der Brunnen wurde 1999 errichtet und vor allem als Karikatur und groteskes Denkmal für den am Ort ansässigen Dichter Martin Walser bekannt. 

 

19.6.

 

35°

 


 

Eine Illustrierte lesemappe
nicht für jeden Geschmack

am neunzehnten juni des Jahres

zweitausend sechsundzwanzig

freitag   

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juni

 

2026

 

 

 


Kalenderblatt  6/26 

Das Meer, das Meer - Nordisches Licht - Die Ruhe vor dem Sturm -  Die sanften Dünen der Insel Spiekeroog  

Quelle: PALAZZI  Neumann Verlage GmbH & Co KG Grefrath 



 


war was gewesen ??

  Kurze historische Abhandlungen über die Zeiten ab Erfindung der Weltkugel 

zuletzt:

Der 25.April 1974 in Portugal 

Nelkenrevolution     


PALIO IN TROJA
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Neue temporäre Mai-Rubrik .  

WEN MAN ALLES SO KENNENLERNT; SO KENNT ODER KANNTE

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 Sommerwahrheiten Juni / Juli 2026 in

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MEIN HEIMLICHER FAVORIT
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Wo die deutsche Nationalelf spielt –und zwar eine Nebenrolle  

Der OM-Cup für E-Jugend-Fußballteams in Lüsche steht an. Was die OM-Cup-Beauftragten ein wenig fürchten, was die Betreuer erwartet und warum die WM-Übertragung bei den Kindern auf mäßiges Interesse stoßen dürfte.
Quelle: Nord-West-Zeitung Oldenburg 18.6.26



Zu Ehren des heutigen WM-Spiels

Amerika - Australien am 19.6.26

 Auszug aus:

Herbert

Fragmente 1944 - 1963

eine überarbeitete zweite Fassung von Uli Pelz

 

Dezember 2017

 

 

BOBBY -

EIN AMERIKANISCHER VERWANDTER -

VON FUSSBALL KEINE AHNUNG 

 

 

"Bald schon in den 50er Jahren, spätestens aber nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz, begann in den Westzonen in allen Lebensbereichen die große Fussballeuphorie. Die Nachkriegskinder spielten jetzt sogar regelmäßig als Volksschulunterrichtsfach auf dem Vereinssportplatz Fußball. Das lag an Herrn Pachmann, der ein Holzbein mitbrachte aus dem Krieg, und der als Lehrer aus der Ostzone jetzt neu an die Dorfschule kam. Er kam wohl aus Leipzig und soll dort früher vor dem Krieg, wie wir später erfuhren, Spieler des Vereins VfB Leipzig gewesen sein. Die sowjetischen Besatzungsmächte der Ostzone verfügten dann wohl nach dem Kriege die Umbenennung der bürgerlichen Fußballvereine, so dass der VfB dann zuerst „BSG Einheit Ost“ und später „Lokomotive Leipzig“ genannt wurde. Von dort kam er also mit seinem Holzbein, das er immer mindestens 30cm nachziehen musste. Und da er den Nachkriegskindern ja nicht den ganzen Schultag über Rechnen und Sozialistische Volkskunde beibringen konnte, ging er mit den Schülern regelmäßig auf den Sportplatz zum Fußballspielen. Die Mädchen kamen natürlich nicht mit. Sie blieben in der Schule bei Frollein Koch und strickten und häkelten. Auch nach der Schule und nach einem schönen Mittagessen bei der Ostpreußischen Mutter, die aus Nichts wunderbare Sachen kochen konnte, ging es sofort runter zum Bolzen, entweder auf die Wiese vor der Schweinesuhle oder rüber auf Krohme‘s Kuhweide, egal, ob Kühe drauf standen oder nicht. So spielten sie also nach dem Genuss von Steckrübensuppe, Plum und Klütschen, ostpreußischen Kartoffelflinsen mit Apfelmus drauf, Knipp von der letzten Schlachtung des von und zu Herrlichmühlen oder Milchreis mit Zucker und Zimt zwischen den frischen oder verkrusteten Kuhfladen barfuß mit irgendwelchen alten Pillen den ganzen Nachmittag lang bis zum Dunkelwerden, wenn Herbert Senior von der Borgwardschicht nach Hause kam oder nicht, Fußball bis die Knie grün waren und an den Füßen Kuhscheiße haftete. Alle Jungs der Siedlung und der Flüchtlingsnotunterkunft spielten mit. Die Mädchen durften nicht mitspielen, da es ihre Mütter verboten hatten. Sie sollten lieber mit den Puppen spielen oder häkeln oder stricken. Bis auf das Nachkriegskind Nr. 2. Das durfte mitspielen. Dabei nervte das Nachkriegskind Nr. 2 die Jungs, weil es immerzu heulte, wenn es den Ball nicht bekam. Dann schlug das Kind, ruppte und benahm sich unsportlich. So stellten die Jungs sie manchmal ins Tor, egal, ob sie halten wollte, oder nicht. Hauptsache sie lief nicht auf dem Feld herum und heulte. Wenn Krohme zum Melken kam, mussten sie schnell verschwinden, sonst gab es Anschnauze. Sie wechselten dann rüber auf die kleine Wiesenfläche vor der Schweinesuhle. Wobei Tante Hanni, die Tochter von Herrlichmühlen, die inzwischen aus Amerika zurückgekehrt war auf den Hof ihrer Eltern, um diesen später zu übernehmen zusammen mit Fritz Kreidelutzschki, einem Bauern, den sie in Amerika bei den Adventisten kennengelernt hatte, und weshalb auf dem Hof dann später am Samstag nicht gearbeitet wurde, dafür aber am Sonntag, - wobei Tante Hanni den Kindern , wie gesagt, mit ihrem amerikanischen Unterdialekt zurief: „ Erschreckt bitte die Schweine nicht, das sind auch nur Deutsche!“
Später kam Bobbi, ein amerikanischer junger Verwandter, ca. 16 years old, von Tante Hanni aus Portland / Washington zu Besuch in die Nachkriegssiedlung. Er trug immer nur weiße Shirts, putzte sich ständig, was die Flüchtlingskinder und die Nachkriegskinder gar nicht kannten, die Zähne – auch draußen beim Spielen – und er hatte von Fußball überhaupt keine Ahnung, da er den Ball ständig in die Hand nahm und damit wegrannte. Alle waren froh, als er wieder zurück musste nach Amerika."

 

upz 19.6.26